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Der Cem – das Schlitzohr

Anatolischer Schwabe Cem Özdemir, Foto: Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0

Cem Özdemir, der strahlende Wahlsieger und künftige Ministerpräsident im Ländle, hat viele Schläge und Rückschläge einstecken müssen, bis er ganz oben ankam, Lebenstraum vieler Migrantenkinder. Geholfen haben ihm Charme, Realismus, Hartnäckigheit – und Gewitzheit.

Ich lernte ihn Anfang der 1990er Jahre in Bonn als jungen Bundestagsabgeordneten kennen. Und schätzen. Bei Journalisten und Medien war er schon damals beliebt, weil er dem Klischee eines Sohns von Gastarbeitern aus Anatolien so gar nicht entsprach. Keiner, der sich ewig beklagte über Diskriminierungen, sondern eifrig nach vorne drängte. Ich lernte viel vom ihm über die Verhältnisse in der Türkei und der muslimischen Community. Er nahm mich mit in eine alevitische Moschee. Dann aber kam sein großer Auftritt. Weiterlesen

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PLAY HARD, WIN LOSE! Showdown in „the Länd“

Superman Özdemir und der Herausforderer Hagel in: Play hard, win lose

 

Cem Özdemir, der am Sonntag Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden will, macht es einem leicht, über ihn zu schreiben: Er ist bekannt, hatte eine turbulente Laufbahn und hat eine bunte Truppe im Nacken, hält Ambiguität ihm gegenüber aus und braucht – so wie ich – für seinen Namen keine Sonderzeichen.

(Obwohl sie – wenn nicht ihm, dann ausdrücklich Ílker Çatak – zustünden!)

Ich habe Cem getroffen. Bei Cinema For Peace an der Garderobe. Zufällig also. Kein Zufall mutmaßlich, dass er sich vorgedrängelt hat:

„Oh, habe ich mich vorgedrängelt?“, sagte er daraufhin mit seinem Spitzbuben-Charme, „aber Sie haben sich auch nicht gewehrt!“ Weiterlesen

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