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Bericht von der Toteninsel

Kennen Sie Arnold Böcklins „Die Toteninsel“ ? Das wären diese Gemälde hier …

Das unten stehende Werk ist ein Zitat dieser Bilder.

Foto oben: „Die Toteninsel“, fotografiert von Bodo Walther

Erkennen Sie das Stadtwappen am Landungssteg? Es ist das Wappen Halles an der Saale: Zwei Salzkristalle, jeweil oberhalb und unterhalb einer Salzsiedepfanne. Und die vier Kirchtürme auf der Insel sind die der Marktkirche Unserer Lieben Frauen in der Stadt.

Gemalt ist es 2012 von Ralph Penz und derzeit ist es in der Kunsthalle in der Talstraße in Halle zu sehen,

Na ja, ist doch klar:

Zum Zeitpunkt der Vereinigung von Halle (Saale) und Halle-Neustadt am 6. Mai 1990 lag die Einwohnerzahl bei 316.776. Im letzten Jahr waren es nur noch 226.586, was der Oberbürgermeister aber bezweifelt und und dagegen klagt.

 

Da können Sie ja nur noch zum Satiriker werden und eine Webseite namens „Hölle an der Saale“ aufmachen. Mit einem Zähler auf der Seite, wie viele Einwohner der Stadt nun diese Woche „de Schegge jebaggt“ haben. Also „die Schecke“, also ein scheckiges, billiges Pferd bepackt haben. Und aus der Stadt geritten sind,

Bei den letzten Bundestagswahlen errang mein Freund (ja Freund) Alexander Raue, Inhaber einer Grünpflege-Firma, in Halle an der Saale für die AfD die meisten Erststimmen. Konnte aber das Mandat infolge der Änderung des Bundeswahlgesetzes „wegen fehlender Zweitstimmendeckung“ nicht antreten.

Alles verloren in Halle? „Verloren für die Demokratie“, wie Jana Hensel meint?

Nö, gar nüscht ist verloren. Die (von einem privaten Verein betriebene) Kunsthalle in der Talstraße z.B. ist uns immer einen Weg nach Halle wert. Die halte ich sogar noch für interessanter als das Leipziger „Bildermuseum“.

„Freilich!“, so werden Sie jetzt vielleicht sagen, „Freilich stellen sich auch in Halle Kulturschaffende diesem kulturlosen Rechtsdrall entgegen!“

Aber sind Sie sich da sicher?

Also sicher in der Annahme, dass Künstler eben links seien? Oder links zu sein hätten?

Künstler wehren sich zuallererst gegen die Kürzung staatlicher oder kommunaler Zuschüsse für die Kunst. Und die erfolgt in einer Stadt wie Halle mit ständig schrumpfenden Geldzuweisungen völlig jenseits von rechts oder links.

Und glauben Sie nicht, dass ausgerechnet „Populisten“ solch unpopuläre Maßnahmen propagieren würden.

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Über Bodo Walther

Bodo Walther, geboren 1960 in Weißenfels im heutigen Sachsen-Anhalt, studierte 1985 bis 1991 Rechtswissenschaften in Tübingen und Bonn. Er war aktiver Landes- und Kommunalbeamter in Sachsen-Anhalt, ist heute im Ruhestand und Anwalt in der Nähe von Leipzig.

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