

{"id":6449,"date":"2016-09-26T09:08:30","date_gmt":"2016-09-26T09:08:30","guid":{"rendered":"https:\/\/starke-meinungen.de\/blog\/?p=6449"},"modified":"2016-09-26T09:08:30","modified_gmt":"2016-09-26T09:08:30","slug":"selbstauskunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/starke-meinungen.de\/blog\/2016\/09\/26\/selbstauskunft\/","title":{"rendered":"Selbstauskunft"},"content":{"rendered":"<p>Im Sommer 2012 f\u00fchrte die Vertreterin eines Markenunternehmens ein Interview mit mir zum Thema &#8222;Qualit\u00e4t&#8220;. Ich gebe es hier wieder, weil\u00a0ich es immer noch interessant finde und weil ich die meisten Aussagen heute noch unterschreiben w\u00fcrde.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><em>Wie beurteilen Sie als Journalist in dieser Gesellschaft die Qualit\u00e4t des Umgangs miteinander? <\/em><\/p>\n<p>Es kommt darauf an, auf welcher Ebene Sie diese Frage stellen. Ich lebe seit langem in Berlin, und wenn ich den tagt\u00e4glichen Umgang im Gesch\u00e4ft, im Bus, in der U-Bahn betrachte, dann bin ich &#8211; ganz anders als die meisten Zugezogenen &#8211; der Ansicht, dass er sich hier unendlich verbessert hat. Die Menschen haben gelernt, dass der Kunde K\u00f6nig ist und dass man auch auf dem Amt kein Bittsteller, sondern Kunde ist. Ich staune geradezu, wie gut im Alltag der Umgang miteinander ist. Wir k\u00f6nnen aber eine ganz andere Ebene betrachten,etwa die der Presse. Wie geht sie mit unseren Politikern um? Beispielsweise im Fall Wulff. Den Umgang k\u00f6nnte man in Frage stellen. Aber ich betrachte den sehr kritischen Umgang mit Politikern auch als Vorteil. Insgesamt ist das Miteinander sehr viel besser als in meiner Jugend. Auch wie beispielsweise Erwachsene mit Jugendlichen oder mit Kindern umgehen, wie die Mehrheitsgesellschaft alles in allem mit Minderheiten umgeht, \u00fcberall stelle ich eine Verbesserung fest. Ich freue mich, in einer freundlichen Gesellschaft zu leben.<\/p>\n<p><em>Gibt es eine herausragende Pers\u00f6nlichkeit in unserer deutschen Gesellschaft, egal aus welchem Bereich, der f\u00fcr Sie die h\u00f6chste Stufe von Qualit\u00e4t verk\u00f6rpert?<\/em><\/p>\n<p>Also ganz bestimmt nicht Helmut Schmidt! \u00dcberhaupt sehe ich weniger Personen aus dem Bereich Politik und auch nicht aus dem Bereich Architektur oder Film. Eher im Bereich der darstellenden Kunst und der Musik. Da finde ich, dass wir unheimlich viel zu bieten haben. Zum Beispiel die\u00a0Dynastie Fischer-Dieskau. S\u00e4ngerinnen wie Netrebko. Sie k\u00f6nnten die Ensembles vieler Theater nehmen. Zum Beispiel die gute alte Schaub\u00fchne hier in Berlin. Das verk\u00f6rpert f\u00fcr mich Qualit\u00e4t. (Nachtrag 2016: Warum ich Fischer-Dieskau\u00a0und Netrebko genannt habe, ist mir ein wenig schleierhaft. Ich gehe nie in die Oper und selten zu Liederabenden. Das &#8222;ganz bestimmt nicht Helmut Schmidt&#8220; kommt vermutlich, weil die Interviewerin ihn als Beispiel f\u00fcr &#8222;Qualit\u00e4t&#8220;\u00a0genannt hat.)<\/p>\n<p><em>Was ist die h\u00f6chste Form der Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr Sie? Die geistige Freiheit? Unabh\u00e4ngigkeit? Wirklichkeit? Oder das Unangepasstsein?<\/em><\/p>\n<p>Wenn Sie redlich und geistig unabh\u00e4ngig sind, dann werden Sie sich nicht anpassen k\u00f6nnen. Unangepasst sein an sich \u2013 dieses Lob des Querdenkens \u2013 das ist Quatsch. Man muss auch mal\u00a0ehrlich genug sein, zu sagen, da stimme ich mit dem viel gescholtenen Mainstream \u00fcberein. Ich bin ein gro\u00dfer Freund der politischen Korrektheit. Ich kann es nicht leiden, dass sie st\u00e4ndig runter gemacht wird. Sie ist eine Art \u00dcbereinkunft, dass ich freundlich \u00fcber Leute rede und dass ich \u00fcberlege, wen ich verletze usw. Unangepasstheit empfinde ich als keine Qualit\u00e4t an sich. Am Ende w\u00fcrde ich sagen, die wichtigste Sache ist Redlichkeit. Wenn Sie redlich sind, dann werden Sie gelegentlich unangepasst sein und um redlich zu sein, muss man unabh\u00e4ngig denken k\u00f6nnen. Redlichkeit ist das Wichtigste und das Schwierigste. Auch sich selbst gegen\u00fcber redlich zu sein, ist fast unm\u00f6glich.<\/p>\n<p><em>Hat eine Streitkultur in unserem Land Ihrer Meinung nach Qualit\u00e4t oder bezieht sie sich auf den unreflektierten Austausch von unverr\u00fcckbarer Position?<\/em><\/p>\n<p>Wir neigen dazu &#8211; und ich schlie\u00dfe mich da ein &#8211; im Streit, besonders im publizistischen Bereich, einander nur nieder zu machen. Ich glaube, dass man in Deutschland sehr stark zu geschichtstheoretischen, geschichtsphilosophischen und erinnerungskulturellen Streitgespr\u00e4chen und wenig zum positiven Streit neigt. Und gerade bei diesen geschichtspolitischen Streitpunkten geht es meistens darum, den anderen zu diskreditieren. Ob es anderswo besser ist, ist schwer zu sagen. Wenn man den Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf in den USA betrachtet, wahrscheinlich nicht. (2012! A.P.) Immerhin geht es dabei aber nicht um Geschichtsphilosophie. Ich habe mich oft genug an diesen Debatten beteiligt, beteilige mich weiter daran. Man kann sich dem nicht entziehen, aber ich empfinde die Qualit\u00e4t unserer intellektuellen Diskussion als nicht sehr hoch.<\/p>\n<p><em>Welche Rolle spielt die Kategorie Qualit\u00e4t Ihrer Meinung nach in der Politik oder in der Gesellschaft?<\/em><\/p>\n<p>Ich kann nicht sehen, dass Qualit\u00e4t in der Politik eine Rolle spielt. Das hat mit Vielem zu tun. Mit dem Auswahlkriterium der Politiker zum Beispiel. Wer wird Politiker? Jemand der Jura studiert hat? Ich finde das aber auch nicht wichtig. F\u00fcr mich sind Politiker Fachleute, denen wir diese Rolle delegieren. Sie besch\u00e4ftigen sich in unserem Auftrag mit Gesetzesentw\u00fcrfen und zwar auch auf eine sehr kleinteilige Art und Weise, die wir uns gar nicht zumuten wollen. Wir begn\u00fcgen uns damit, zu sagen, dieses Gesetz war Mist oder gut. Solange Politiker f\u00fcr uns diesen Job tun, ist es in Ordnung. Ich glaube, man muss nicht besonders klug oder besonders irgendwas sein, um den Beruf des Politikers auszu\u00fcben. Man muss es nur tun. Wie kann ich in einer Massengesellschaft Qualit\u00e4t erkennen? Ich glaube, dass die meisten Leute bei Qualit\u00e4t auf die Frage des Markenbewusstseins kommen. Das ist so \u00e4hnlich, wie ich Politik an die Politiker delegiere. Ich delegiere Qualit\u00e4t an Marken. Ich wei\u00df, wenn ich zu H&amp;M gehe, dann muss ich mich darauf einstellen, nicht wirklich nachhaltige Qualit\u00e4t einzukaufen. Wenn ich aber eine Jeans einer gehobenen Marke kaufe, dann gehe ich davon aus, die h\u00e4lt ein Leben lang und sie ist auch gut geschnitten. Die Rolle der Marken ist neu, nicht wirklich sehr neu, aber in meiner Jugend war es nicht so. Es gibt auch Fallstricken des Markenbewusstseins, bei der Jugend vielleicht noch eher als in meiner Generation.<\/p>\n<p><em>Unsere Anspr\u00fcche wuchsen in \u00fcber 100 Jahren immens. Jetzt m\u00fcssen wir erkennen, dass es so nicht weiter geht. Glauben Sie an die F\u00e4higkeit der freiwilligen Einschr\u00e4nkung?<\/em><\/p>\n<p>Ich unterzeichne die Behauptung in Ihrer Frage nicht, dass wir erkennen m\u00fcssen, dass es so nicht weiter geht und dass Anspr\u00fcche sich nicht st\u00e4ndig entwickeln k\u00f6nnen. Ich glaube, dass wir immer neue Bed\u00fcrfnisse entwickeln werden. Ich meine, es ist schon lebensgeschichtlich klar, dass man als junger Mensch eher z.B. auf Gadgets guckt. Ich habe mit 50 den Garten entdeckt. Fr\u00fcher war f\u00fcr mich ein Garten der Inbegriff des Spie\u00dfigen. Dann habe ich mir ein Reihenhaus gekauft mit Garten und habe meine Einstellung ge\u00e4ndert. Das hei\u00dft aber nicht, dass meine Bed\u00fcrfnisse jetzt weniger werden oder dass ich mich einschr\u00e4nke. Im Gegenteil. Was ich im Baumarkt und im Gartencenter ausgebe, das glauben Sie gar nicht. Aber auch bei Gadgets bleibe ich begeisterungsf\u00e4hig. Mit dem iPod habe ich die Musik wiederentdeckt. Vor zwei Jahren habe ich mir ein iPhone gekauft, ein Superger\u00e4t. Ich glaube nicht, dass das das Ende ist von dem, was man mit diesen Ger\u00e4ten wird machen k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich, wenn ich m\u00fcsste, in einer Einzimmerwohnung ohne all diese Ger\u00e4te auskommen. Die Hauptsache sind f\u00fcr mich B\u00fccher. Auf die w\u00fcrde ich niemals verzichten. Aber ich sehe keine Notwendigkeit dazu, auf diese technischen Innovationen zu verzichten. Ich glaube, dass wir ganz neue Bed\u00fcrfnisse entdecken werden, ein Teil davon wird durch Produkte und ein Teil durch Dienstleistungen abgedeckt. Ich habe letztes Jahr einen Kindle gekauft, ein tolles Ger\u00e4t. Ich bin richtig darin verliebt. Und schon gebe ich mehr Geld aus. Ich kaufe E-B\u00fccher, einfach weil es so einfach ist. Meine Frau hat einen iPad, auch das ist ein tolles Teil. Wir unterhalten uns beim Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcber einen Film, den wir gesehen haben. Meine Frau holt das iPad heraus, und schon erf\u00e4hrt man alles \u00fcber den Regisseur und wei\u00df, welchen Film man aus der Videothek holen muss. Das ist doch gro\u00dfartig. Ich bin f\u00fcr die Erweiterung der Bed\u00fcrfnisse und nicht f\u00fcr die Einschr\u00e4nkung.<\/p>\n<p><em>Sch\u00f6n, dass Sie das so positiv sehen. Nur scheint unsere Gesellschaft doch an Lebensqualit\u00e4t verloren zu haben. Jeder redet von Stress, Burnout und \u00dcberforderung. Wir werden \u00fcbersch\u00fcttet an Informationen und Angeboten, die wir anscheinend nicht verkraften k\u00f6nnen. Irgendwas ist aus dem Gleichgewicht geraten.<\/em><\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde auch das nicht unterzeichnen. Was Burnout betrifft, ich nehme das Ph\u00e4nomen ernst, aber vielleicht ist diese Entwicklung auch ein gutes Zeichen. Migr\u00e4ne zu haben galt fr\u00fcher beispielsweise als weibliche Schw\u00e4che. Heute d\u00fcrfen auch M\u00e4nner Kopfschmerzen haben. Ich glaube nicht, dass die Arbeit wirklich mehr geworden ist, sondern dass die M\u00e4nner mehr in sich hinein h\u00f6ren. Denn Dinge kommen nur in die \u00d6ffentlichkeit, wenn sie M\u00e4nner betreffen. In dem Augenblick, in dem M\u00e4nner mit Depressionen usw. in Zusammenhang gebracht werden, kommt es in die Zeitung. Wenn es Frauen betrifft, dann sagt man eher, na ja die Frauen, die sind halt so. Ich halte das Burnout &#8211; Ph\u00e4nomen eher f\u00fcr ein Zeichen, dass wir etwas anerkennen, was schon lange da ist, als dass\u00a0etwas Neues entstanden w\u00e4re. Gab es fr\u00fcher depressive Fu\u00dfballer? Klar. Aber erst jetzt d\u00fcrfen sie sich dazu \u00e4u\u00dfern. Oder betrachten Sie die Homosexualit\u00e4t in der katholischen Kirche. Jeder wusste, dass der Priester merkw\u00fcrdig ist, aber dar\u00fcber wurde in der \u00d6ffentlichkeit nicht geredet. Heute kann man sagen, die katholische Kirche ist die gr\u00f6\u00dfte transnationale homosexuelle Organisation der Welt. Dann erscheint deren Haltung gegen Homosexualit\u00e4t in einem anderen Licht. Wir sind empfindlicher und empfindsamer geworden. Und das ist gut so.<\/p>\n<p><em>Das Fernsehen vermittelt teils unverantwortliche Lebens- und Geschmacksbilder. W\u00e4re hier nicht mehrfach Verantwortung der Macher gefordert? <\/em><\/p>\n<p>Nein. Zumindest in den privaten Medien haben im Wesentlichen die Leute die Verantwortung, f\u00fcr die Eigner des Senders Geld zu machen. Sie k\u00f6nnen nicht Privatfernsehen bef\u00fcrworten und dann sagen, die Leute h\u00e4tten sozusagen eine geschmacksbildnerische Verantwortung.<\/p>\n<p><em>Es ist nat\u00fcrlich auch ein sehr praktisches Argument, zu behaupten, die Masse will das so. Das schlie\u00dft jede Kritik von vornherein aus. Die Verantwortlichen k\u00f6nnten auch umlenken?<\/em><\/p>\n<p>Ich glaube nicht, dass die Verantwortlichen umlenken k\u00f6nnen im Sinne der \u00e4sthetischen Erziehung des Menschengeschlechts. Wenn es ein Kartell der Medienmacher g\u00e4be, so wie fr\u00fcher ARD und ZDF, dann k\u00f6nnte man \u00fcbereinkommen, nur noch Qualit\u00e4t zu liefern. Das w\u00e4re aber weder demokratisch noch marktwirtschaftlich. Ich glaube, die USA zeigen uns, dass gerade in einem marktwirtschaftlichen System Qualit\u00e4t das Ergebnis ist. Schauen Sie sich einmal die US-Fernsehserien an. \u201eMad Men\u201c zum Beispiel. Da lernen Sie mehr \u00fcber die 60er Jahre als in tausend Geschichtsunterrichtsstunden. Oder an \u201eAlly McBeal\u201c, \u201eBoston Legal\u201c, \u201eDamages\u201c mit Glenn Close. Was Sie da \u00fcber das Rechtssystem der USA lernen, das ist unglaublich. Ich frage mich, wieso schaffen wir das nicht? Bei uns l\u00e4uft im \u00f6ffentlich-rechtlichen Fernsehen ein primitiver und bl\u00f6der Tatort nach dem anderen, die mit unseren Geb\u00fchren finanziert wurden. Wer schreibt blo\u00df diese Drehb\u00fccher? Sie sehen daran, dass ein Kartell zur Qualit\u00e4tssicherung das Gegenteil bewirkt.<\/p>\n<p><em>Wie ordnen Sie die Medien im Prozess der Meinungsbildung der Deutschen hinsichtlich des Qualit\u00e4tsfaktors ein?<\/em><\/p>\n<p>Da gibt es nat\u00fcrlich zwischen den Medien gro\u00dfe Unterschiede. Ich glaube, man beneidet uns beispielsweise in der angels\u00e4chsischen und franz\u00f6sischen Welt \u2013 von anderen L\u00e4ndern ganz zu schweigen \u2013 um unsere Tages- und Wochenpresse. Was wir mit der S\u00fcddeutschen Zeitung, mit der FAZ, der Welt und vielen regionalen Zeitungen wie z.B. der Stuttgarter Zeitung und dem Tagesspiegel ver\u00f6ffentlichen, bewegt sich schon auf sehr hohem Niveau. Unser Staatsfernsehen und Staatsradio hingegen, im \u00f6ffentlichen Auftrag agierend, ist unter aller Sau. Wenn ich sehe, was die mit riesigen Geldern an Uninteressantem, Uninformiertem produzieren, das ist unfassbar. Wenn Sie die Berichterstattung aus Amerika etwa in der ARD sehen, zieht es Ihnen die Schuhe aus. Ich k\u00f6nnte von Berlin aus eine bessere Berichterstattung machen \u00fcber das, was in Amerika passiert, indem ich mich einfach im Internet umsehe. Sie haben niemals einen US Pr\u00e4sidenten, einen Vizepr\u00e4sidenten oder einen Au\u00dfenminister im Exklusivinterview, aber auch keinen B\u00fcrgermeister oder Sheriff. Da ist \u00fcberhaupt keine Berichterstattung \u00fcber das, was da wirklich passiert. (&#8230;) Wir haben derzeitig keine Reporter in Syrien. Wenn unsere englischen und franz\u00f6sischen Kollegen nicht vor Ort w\u00e4ren, w\u00fcrden wir nichts von der Lage dort wissen. Bei den privaten Zeitungen und Sendern kann man das verstehen, ihnen fehlt das Geld, aber die \u00d6ffentlich-Rechtlichen haben einen Informationsauftrag. Stattdessen l\u00e4uft das Gro\u00dfe Gala der Volksmusik. Wir haben etliche \u00f6ffentlich-rechtliche Radiosender, die faktisch Daddelradio sind mit Berichten, die aus den Agenturen kopiert sind.<\/p>\n<p><em>Welche Bedeutung messen Sie dem Korrektiv der Internetblogs bei, die eine neue Qualit\u00e4t der Berichterstattung auch letztendlich erm\u00f6glichen?<\/em><\/p>\n<p>99 % der Internetblogs wie \u00fcberhaupt dessen, was im Internet gemacht wird, ist Schrott. Das Bloggen und Kommentieren l\u00e4sst Leute zu Wort kommen, die wir fr\u00fcher in den Leserbriefspalten zum Beispiel nicht h\u00e4tten zu Wort kommen lassen, weil sie beleidigend und schlecht informiert sind usw. Aber 1 % ist wichtig. Ich rede jetzt von Europa und Amerika, ich rede nicht von der arabischen Welt, von China und von Russland, wo das Internet eine ganz andere Funktion hat. Verstehen Sie mich nicht falsch. Man merkt manchmal auch bei uns, dass Diskussionen in der Blogosph\u00e4re beginnen und die etablierten Medien das Thema noch nicht anfassen wollen, vielleicht, weil sie nicht so hellh\u00f6rig sind. Wenn ein bestimmtes Thema eine kritische Masse erreicht hat, dann sickert es in den Mainstream oder in die etablierten Medien ein. Diese Osmose ist f\u00fcr uns sehr wichtig. Ich bin einerseits Blogger, andererseits etablierter Journalist. Man kann sogar sagen, dass in mancher Hinsicht die Blogosph\u00e4re als eine Art Versuchsballon funktioniert. Wie weit tr\u00e4gt ein Thema? Im Fall des vorletzten Bundespr\u00e4sidenten war es eigentlich die Blogosph\u00e4re, die eine \u00c4u\u00dferung von K\u00f6hler im Deutschlandfunk aufgriff, deren Brisanz das Staatsradio nat\u00fcrlich selber nicht verstanden hatte. Am Ende f\u00fchrte das zum R\u00fccktritt des Bundespr\u00e4sidenten. Das kann man gut oder schlecht finden, aber es war ein Zeichen der Zeit. Bei Christian Wulff hingegen brauchte es die Recherchemaschinen von Bild und Spiegel, um herauszufinden, wie es sich mit dem Grundbucheintrag seines Hauses in Burgwedel verhielt. Damit fing ja alles an. Nur gro\u00dfe Medienh\u00e4user sind imstande, investigativen Journalismus zu finanzieren. Deshalb m\u00fcssen wir eine M\u00f6glichkeit haben, Geld zu machen, auch um die Recherche zu finanzieren. Wir m\u00fcssen teilweise Journalisten bezahlen, die f\u00fcnf bis sechs Wochen lang einer solchen Geschichte hinterher recherchieren. Das kann die Blogosph\u00e4re nicht leisten.<\/p>\n<p><em>Regiert heute die Oberfl\u00e4chlichkeit einer Spa\u00dfgesellschaft, die an einer kritischen Auseinandersetzung kaum noch interessiert ist?<\/em><\/p>\n<p>Zu allen Zeiten ist es so gewesen, dass die gro\u00dfe Masse der Menschheit an der gro\u00dfen Politik nicht beteiligt war. Fr\u00fcher aus Gr\u00fcnden der mangelnden Schulbildung oder des t\u00e4glichen Lebenskampfes. Heute beteiligen sich mehr Leute an kritischer Auseinandersetzung als je zuvor in der Geschichte. Ich habe gar nichts gegen eine Spa\u00dfgesellschaft. Ich bin nicht wie dieser schwule Kolumnist, der mit klammheimlicher Freude geschrieben hat, es sei jetzt \u201eSchluss mit lustig\u201c. Seien wir doch froh, dass wir &#8211; in Anf\u00fchrungszeichen &#8211; ein bisschen dekadent sind. Ich bin ein gro\u00dfer Anh\u00e4nger der Spa\u00dfgesellschaft. Ich finde, die Menschen haben ein Recht auf Spa\u00df, und die meisten haben viel zu wenig davon.<\/p>\n<p><em>\u00a0W\u00fcrden Sie Ihr Leben als ein Leben von hoher Lebensqualit\u00e4t bezeichnen?<\/em><\/p>\n<p>Ja absolut, aber ohne jeglichen eigenen Verdienst. Helmut Kohl redete von der Gnade der sp\u00e4ten Geburt und er hatte Recht. Man stelle sich vor, man w\u00e4re hinein geboren worden in diese schreckliche Zeit. Stellen Sie sich vor, Sie w\u00e4ren in der DDR, in Afrika oder China geboren worden! Das Erste, was man empfinden sollte, ist eine tiefe Dankbarkeit. Wir leben so, wie die Aristokraten sich das im 18. Jahrhundert gew\u00fcnscht h\u00e4tten. Wenn wir Zahnschmerzen haben, gehen wir zum Zahnarzt. Es gibt An\u00e4sthesie. Das hatten sie am Hof des Sonnenk\u00f6nigs nicht. Wir Nachgeborenen, von denen Brecht sprach, die aufgetaucht sind aus der Flut, in der seine Generation untergegangen ist, haben so viel bekommen! Ich werfe mir vor, die gro\u00dfartigen Bedingungen, die ich hatte, nicht voll ausgesch\u00f6pft zu haben.<\/p>\n<p><em>\u00a0An was denken Sie konkret?<\/em><\/p>\n<p>Mehr Ausbildung. Beispielsweise h\u00e4tte ich noch eine Sprache richtig lernen m\u00fcssen. An der Uni besser aufgepasst, statt politische Arbeit gemacht zu haben, \u00fcberhaupt mehr gelernt zu haben. Die Qualit\u00e4t meiner Leistungen \u00fcberzeugt mich nicht immer. Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Das zweite Buch, das ich geschrieben habe, war eine Biographie \u00fcber John F. Kennedy, erschienen bei Rowohlt. Jetzt wird es nach 20 Jahren neu herausgegeben. Eigentlich sollte lediglich die neuere Literatur ein wenig eingearbeitet werden, aber ich w\u00fcrde das Buch liebsten v\u00f6llig neu schreiben, weil mir aus heutiger Sicht die H\u00e4lfte fehlt. Teilweise liegt es daran, dass wir in einer anderen Zeit leben, teilweise stimmt aber auch die Qualit\u00e4t nach meinem heutigen Empfinden nicht mehr.<\/p>\n<p><em>Sie haben sich ver\u00e4ndert?<\/em><\/p>\n<p>Ich habe mich ver\u00e4ndert, aber ich w\u00fcrde trotzdem ein Qualit\u00e4tsurteil f\u00e4llen. Das Buch h\u00e4tte auch damals besser sein k\u00f6nnen. Es gibt das Lied von Gitte: \u201eIch will alles\u201c, darin singt sie: \u201eIch will nie mehr zu fr\u00fch zufrieden sein.\u201c Ich werfe mir vor, dass ich oft zu fr\u00fch mit mir zufrieden war.<\/p>\n<div class=\"shariff shariff-align-flex-start shariff-widget-align-flex-start shariff-buttonstretch\" style=\"display:none\"><ul class=\"shariff-buttons theme-white orientation-horizontal buttonsize-small\"><li class=\"shariff-button facebook shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#4273c8\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fstarke-meinungen.de%2Fblog%2F2016%2F09%2F26%2Fselbstauskunft%2F\" title=\"Bei Facebook teilen\" aria-label=\"Bei Facebook teilen\" role=\"button\" rel=\"nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; background-color:#3b5998; color:#3b5998\" target=\"_blank\"><span class=\"shariff-icon\" style=\"fill:#3b5998\"><svg width=\"32px\" height=\"20px\" xmlns=\"http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg\" viewBox=\"0 0 18 32\"><path fill=\"#3b5998\" d=\"M17.1 0.2v4.7h-2.8q-1.5 0-2.1 0.6t-0.5 1.9v3.4h5.2l-0.7 5.3h-4.5v13.6h-5.5v-13.6h-4.5v-5.3h4.5v-3.9q0-3.3 1.9-5.2t5-1.8q2.6 0 4.1 0.2z\"\/><\/svg><\/span><span class=\"shariff-text\" style=\"color:#3b5998\">teilen<\/span>&nbsp;<\/a><\/li><li class=\"shariff-button twitter shariff-nocustomcolor\" style=\"background-color:#595959\"><a href=\"https:\/\/twitter.com\/share?url=https%3A%2F%2Fstarke-meinungen.de%2Fblog%2F2016%2F09%2F26%2Fselbstauskunft%2F&text=Selbstauskunft&via=starkemeinungen\" title=\"Bei X teilen\" aria-label=\"Bei X teilen\" role=\"button\" rel=\"noopener nofollow\" class=\"shariff-link\" style=\"; 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