avatar

Die Philosophie der Songs von Bob Dylan (25): Desolation Row

Es gibt verschiedene Arten der Übersetzung, von der wörtlichen Wiedergabe bis zur freien Interpretation. So hat etwa mein Freund Hannes Stein für Wolf Biermann eine Art interlineare Übersetzung der Shakespeare’schen Sonette verfertigt, auf deren Grundlage Biermann seine deutsche Fassung gedichtet hat. Manche Übersetzungen sind Klassiker eigenen Rechts. Die Übertragung der Dramen Shakespeares von August Wilhelm von Schlegel und Ludwig – und Dorothea! – Tieck gehörte sosehr zum Bildungsschatz des deutschen Bürgertums, dass meine Großeltern ganz ungeniert von der „englischen Fassung“ sprachen, wenn sie das Original meinten.

Mir sind Dylan-Übertragungen aber meist etwas peinlich. Sie wirken so gewollt. Und wenn noch Dialekt dazu kommt, ob rheinisch oder österreichisch, bin ich raus. Dylan singt nicht Dialekt. Dialekt soll vielleicht volkstümlich sein. Wie Bertolt Brecht aber schon sagte. Das Volk ist nicht tümlich.

Einer, der in diesem Sinne nicht volkstümlich ist (aber zuweilen Brechtisch), obwohl ihm gelegentlich ein Berolinismus durchgeht, ist Manfred Maurenbrecher. Ich bewundere ihn seit seinen Jahresendauftritten mit dem Personal der früheren Kabarett-Truppe „Zwei Drittel“. Horst Evers und Christoph Jungmann – mit Christoph bin ich so etwas wie befreundet, seit er an der Schule, wo meine Frau unterrichtete, in der Lehrer-Amateurtruppe bei einer Aufführung von „Boeing-Boeing“ seine theatralische Sendung entdeckte – wurden zusammen mit ihrem ehedem linken Publikum immer seichter; nur Maurenbrecher murmelte am Klavier Bissiges in seinen Bart, das übers Mikrofon so rüberkam wie … na eben wie  Dylan, habverständliche Nachrichten aus einer Welt, die auch dann nicht in Ordnung ist, wenn man das besetzte Haus glücklich mit Staatshilfe in Gemeinschaftseigentum überführt hat und die Kinder in die Europaschule schickt.

Maurenbrecher hat eine, wie ich finde, sehr gelungene Übertragung von „Desolation Row“ geschrieben und aufgenommen (der Song ist auf YouTube, Apple Music, Spotify und Co. zu hören). Hier – danke für die Zusendung, MM – ist der Text:

Sie machen Videos vom Verschwinden,

sie löschen deine Karten aus,

da ist ein Strandcafé voll von Matrosen,

ein Zirkus holt die Zelte raus.

Hier kommt der blindgewordene Verbindungsmann,

sie fingen ihn in einer Trance,

mit einer Hand gefesselt an die Ballerina,

sieht wie Liebe aus aus der Distanz.

Und die Terrorkommunarden sind so ruhelos,

sie rufen immer: Diese Nacht wird lang –

Ein Streifen Welt aus einem Spalt gesehn

vom Invalidentank.

 

Da steht Aschenputtel, Fräulein Leichtfuß,

sie zu kennen hätt ein Leben lang gebraucht,

bauscht die Lippen wie Marlene Dietrich,

wenn sie weggeworfne Kippen raucht.

Und ihr folgt Romeo, wie immer jammernd:

„Ich glaube, du gehörst zu mir…“,

und jemand andres sagt: „Du bist hier falsch, mein Freund,

besser verschwinde hier!“

Und das einzige Geräusch, das bleibt

nach dem Schritt der Wachen übern Gang

kommt von Aschenputtels feuchtem Aufwischtuch

im Invalidentank.

 

Der gute Mond ist fast verschwunden,

die Sternenkette blendet sich aus,

die alte Dame, die das Schicksal weissagt,

schleppt ihre Kugeln und den Tisch ins Haus.

Und alle außer Kain und Abel

und dem Buckligen von Notre Dame

schwärmen jetzt davon, wie man Liebe macht,

und von dem Tag, an dem der Regen kam.

Nur der Gute Samariter ist beschäftigt,

er holt die Partykleidung aus dem Schrank,

er nimmt heut teil am Karneval

im Invalidentank.

 

Dr. Schunds süßes Geheimnis

ist in einem Eiskeller versteckt,

doch alle seine freudlosen Patienten

haben es natürlich längst entdeckt.

Und seine Krankenschwester, die Novizin,

verwaltet Spritzbesteck und Giftvorrat,

und sie füllt auch die Karten aus,

auf denen steht: ‚Geholt durch Gottes ew‘gen Rat‘.

Sie alle wispern mit Flüsterstimmen,

du hörst ihren Gesang,

wenn du mal in tiefer Nacht die Ohren spitzt

im Invalidentank.

 

Einstein, kostümiert als Robin Hood

schleppt seine Lebenszeichen rum in einem Sack,

er schlurfte grad über den Korridor

mit seinem Freund, dem geilen Abt.

Und er sah so herzzerreißend schüchtern aus,

als er mich fragte, ob ich Feuer hätt,

er schnüffelte ne Weile lang am Abflussrohr

und rezitierte dann das Alphabet.

Wenn du ihn heute siehst, dann glaubst du nicht,

dass er berühmt war, jahrelang,

für sein elektrisches Geigenspiel

im Invalidentank.

 

Dann um Mitternacht kommen die Agenten

und der Übermenschen-Pulk

und sammeln alles ein, was noch bis fünf zählt,

und gießen Brennstoff drumherum aus Ulk.

Und Versicherungsvertreter tun geschäftig,

sie bau’n die uralten Fabriken wieder auf,

mit einem Fließbandhallentrakt im Erdgeschoß

und einem Herzattackenmanagement da drauf.

Wenn sie dich abholen, wenn du da mittun musst,

wird dir die Nacht nicht lang,

und du sehnst dich nur an deinen Platz zurück

im Invalidentank.

 

Gelobt sei Neros Neptun,

die Titanic steht zur Fahrt bereit,

die Passagiere an der Reling

singen hell und laut ‚Freiheit‘.

Und Aldous Huxley und Ernst Jünger

tauschen Grüße im Kommandoturm,

während Reggae-Sänger drüber lachen

und Fischer ihre Netze ziehn

vor die Fenster vom offenen Meer,

wo ein Schilf aus schönen Nixen rankt –

und niemand glaubt in diesem Augenblick

an den Invalidentank.

 

Ja, dein Brief kam gestern durch den Türschlitz,

kurz danach ging schon das Gitter vor –

du fragst mich, wie es mir ergangen ist:

Du hattest immer diese selt’ne Art Humor.

All die Leute, die du erwähntest,

ich erinner mich, sie sind wie Rauch,

die Gesichter musst ich mir erst arrangieren,

und andere Namen gab ich ihnen auch.

Hör zu: Ich lese nicht mehr gut,

für alle weit’ren Briefe also vielen Dank –

es sei denn, auch du schickst sie ab

aus dem Invalidentank.

 

Wunderbar. Ich begegne dem wichtigsten Argument gleich: „Invalidentank“. Dazu sagt Maurenbrecher selbst im Interview: „Desolation Row ist entstanden für ein Stück, was Richard Wester und ich mal gemacht haben. Ein Rundfunkstück, eine Fantasie über öffentliche Spiele, die anstelle von Politik in der nahen Zukunft stattfinden. Dort werden Verbrechen nicht mehr bestraft, sondern Leute müssen an lebensgefährlichen Wettkämpfen teilnehmen. Da habe ich das an einer Stelle übersetzt, an einer Stelle, wo über die, die durchs Raster gefallen sind, geredet wird. Weil sie bei den Spielen versagt haben, leben sie in den Invalidentanks. Dann müsste es aber auch so sein, dass deutsche Autoren darin vorkommen, also etwa Ernst Jünger und nicht Ezra Pound, den hier kaum einer kennt.“

http://www.satt.org/musik/02_01_maurenbrecher_1.html

Ich habe mich gefragt, ob Maurenbrecher nicht besser daran getan hätte, als das Stück unabhängig vom geplanten „Hunger Games“-Verschnitt veröffentlicht wurde, „Invalidentank“ durch „Invalidenbank“ (wie beim Fußball) zu ersetzten, oder gleich – aber dann wird es mit dem Reimen schwer – „Invalidenstraße“, die es ja in Berlin gibt. Aber der „Invalidentank“ ist auch ein interessanter Ort, wie „Desolation Row“ , gehört zu jenen Schreckensorten der Literatur wie William Hogarths „Gin Lane“, George Orwells „Victory Mansions“, Elvis Presleys „Heartbreak Hotel“ und jenes andere Hotel von den Eagles, wo man auschecken, aber nicht abhauen kann, Brechts „Mahagonny“ und Matt Groenings „Springfield“, wo die Simpsons leben.

So viele Schönheiten hier: Aschenputtels feuchtes Aufwischtuch; der „gute Mond“, der verschwunden ist – eine Anspielung auf das Kinderlied, also auf die verschwundene Kindesunschuld – und die Sternenkette, die sich ausblendet; „der Tag, als der Regen kam“, wieder eine kulturelle Anspielung, dieses Mal geht es um Dalidas pornographischen Schlager: „Am Tag als der Regen kam / Lang ersehnt, heiß erfleht / Auf die glühenden Felder / Auf die durstigen Wälder / Da kamst du, da kamst du / Da kamst du, da kamst du“; aus Dylans „sexless patients“ sind „freudlose Patienten“ geworden: ja, muss sein, sorry, Sigmund; Herzattackenmanagement ist auch sehr schön., Und kurz und gut, es gibt hier viel zu entdecken, wie eben in der englischen Fassung auch.

Ob man den begnadeten faschistischen Dichter Ezra Pound – mittlerweile doch bekannt durch das inzwischen getilgte antisemitische Zitat, das ausgerechnet dem Walter-Benjamin-Platz eingemeißelt wurde – weglassen musste, weiß ich nicht. Oder, wenn man ihn durch Ernst Jünger ersetzt, wäre es wohl besser gewesen, statt Aldous Huxley einen deutschen Dichter heranzuziehen: Gottfried Benn vielleicht, bekannt durch seinen Gang durch die Krebsbaracke: „Hier diese Reihe sind zerfallene Schöße / und diese Reihe ist zerfallene Brust. / Bett stinkt bei Bett. / Die Schwestern wechseln stündlich“ – „im Invalidentank“, möchte man dazu singen.

Aber das sind kleine Mäkeleien, nicht einmal Mäkeleien, eigentlich nur kritische Assoziationen. Nur an einem Punkt habe ich eine dicke, fette Kritik.

Bob Dylan schreibt:

Praise be to Nero’s Neptune, the Titanic sails at dawn
Everybody’s shouting, „Which side are you on?!“

Die beste – und meistzitierte – Zeile aus dem Song. Die Titanic legt ab, und die Passagiere singen immer noch „Sag mir, wo du stehst!“ Als käme es darauf an, wo doch alle dem Untergang geweiht sind. „Which Side Are You On?“ ist ein Lied der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, das die linientreue DDR-Gruppe „Oktoberclub inspirierte, eine Art vertontes Stasi-Verhör zu komponieren: „Wir haben ein Recht darauf dich zu erkennen. / Auch nickende Masken nützen uns nicht. / Ich will beim richtigen Namen dich nennen / U nd darum zeig mir dein wahres Gesicht. / Sag mir wo du stehst, sag mir wo du stehst, sag mir wo du stehst und welchen Weg du gehst.“ Widerlich. Widerlich. Widerlich.

Und daraus macht Maurenbrecher:

Gelobt sei Neros Neptun, die Titanic steht zur Fahrt bereit,

die Passagiere an der Reling singen hell und laut ‚Freiheit‘.

Nein, nein, nein. Sie singen: Sag mir, wo du stehst! Ich verstehe, dass Maurenbrecher etwas allergisch gegen das Wort Freiheit ist, das weiß Gott oft genug missbraucht worden ist: „Der Freiheitskampf des vietnamesischen / kambodschanischen / palästinensischen usw. Volks“ ist so ein Beispiel; „Wir kämpfen und sterben for Dich: Freiheit!“ aus der „Thälmann-Kolonne“ von Paul Dessau ein anderes; und apropos Thälmann: 1930 kämpfte seine KPD für die „nationale und soziale Befreiung des deutschen Volkes“, im entsprechenden  Programm wird gegen den „polnischen Imperialismus“ und die Abtretung Südtirols an „ausländische Eroberer“ gewettert und dafür kein Wort gegen den Antisemitismus verloren; doch hatten und haben die meisten Linken gegen diese Perversionen des Begriffs „Freiheit“ nichts. Sie ärgern sich lieber über Zusammensetzungen wie „freie Welt“, „freie Marktwirtschaft“ oder „freie Fahrt für freie Bürger“.

Die Titanic segelt in der Früh, die Nacht ist bald verwest

Nero, Neptun, Crew und Passagiere brüllen: Sag mir, wo du stehst

Oder so.

Shares
Folge uns und like uns:
error20
fb-share-icon0
Tweet 384

32 Gedanken zu “Die Philosophie der Songs von Bob Dylan (25): Desolation Row;”

  1. avatar

    @APo, ‚Für so manchen Ex-DDRler gilt das Schiller-Wort: ‚Es sind nicht all frei, die ihrer Ketten spotten.“

    … im Übrigen, Herr Deutschlehrer, den meisten Ex-‚DDR‘-Schülern, gilt Lessings Wort; (aus seinem Werk: Nathan der Weise) ‚Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten.‘ 😉

    Nix für ungut. Das muss ja mal geschrieben werden.

  2. avatar

    … ooops? Korrektur.

    … Freiheit ist den Menschen von Gott zugesprochen. Er will die Freiheit seiner Schöpfung. Zur historischen Erinnerung; der Exodus, die Befreiung und Herausführen des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten … oder Galater 5.1; Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen! … oder Galater 5.13; Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe! … to be continued.

    … im Übrigen, aus Wiki; ‚das Wort *Freiheit* ist als Abstraktum zum Adjektiv *frei* gebildet, das sich aus dem indogermanischen Wurzelnomen (ig.) *per(e)i- *nahe, bei* (= *das, was bei mir ist*, das persönliche Eigentum) entwickelt hat. Etymologischen Vermutungen zufolge hat es seine heutige Bedeutung über das germanische *frī-halsa = *jemand, dem sein Hals selbst gehört*, der also über seine Person selbst verfügen kann, erhalten. Ebenfalls aus der indogermanischen Wurzel lässt sich herleiten, dass jemand, der frei ist, zu einer Gemeinschaft von einander Nahestehenden und Gleichberechtigten gehört, zwischen denen ein friedlicher Zustand herrscht und die diesen inneren Frieden gemeinsam gegen Übergriffe von Dritten verteidigen. Somit wäre *Freiheit* als Rechtsstatus nach damaligem Verständnis relativ zu einer Gruppe und an die Bereiche gebunden, in denen diese normative Herrschaft ausübt.‘

    … auch meine ich, dass die ‚armen Görlitzer‘ mehr von Freiheit verstanden haben, als der ‚Gratismut‘ alter (und neuer) ‚BRD‘-Genossen, es jemals hatten … die Behauptung, dass Millionen Deutsche östlich der ehemaligen Demarkationslinie, wegen ein paar Jeans oder einer Packung Wrigley’s Spearmint Gum, den Rücken gekehrt, letztendlich, ihr Leben riskiert haben, passt dazu … das muss ja mal geschrieben werden. Oder?

    1. avatar

      Die ungeheure Selbstüberhebung, die in der Behauptung liegt, ein Mensch könne wissen, was der Schöpfer des Universums und aller möglichen Universen „will“, muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

      1. avatar

        @APo

        … ts, ts, ts, nix ‚ungeheuer‘, nix ‚Selbstüberhebung‘ – ein ‚freier Wille‘, Matt. 13.9 ‚Wer Ohren hat zu hören, der höre!‘ (… Wenigstens ein bisschen.) Sie finden das sogar im Art. 4 GG und in der dem GG vorgeschalteten Präambel – Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, … – nieder geschrieben. Das hatten wir schon, ähnlich, anno ’14.

    2. avatar

      Nun habe ich den Namen dieser Stadt so oft missbraucht, ich werde dort hinfahren und sie mir selbst anschauen und paar Leute kennenlernen müssen. Aber bleiben wir im Bild.

      Die Görlitzer werden aus der Sklaverei der SED geführt, über die Mauer. So wie die Israeliten aus der Sklaverei des Pharao durch das Rote Meer.
      Dann denken einige, dass in der Freiheit alles geht. Die Gebote des Kapitalismus und der Demokratie oder die 10 Gebote (ja, kamen danach, aber für the sake of…oder nehmen wir doch die Exklusivität der Verehrung ) würden nicht gelten. Goldene Kalb wird gebaut = Ostalgie macht sich breit. Und dann gibt es Haue, weil eben nicht alles geht. Lange Gesichter, 40 Jahre Wüste – oder arbeitslos und pleite, Hartz bis zur Rente. Ich kenne paar Sartup-Gründer, die die Gebote sofort verinnerlicht hatten und sich nun wirklich wie Auserwählte vorkommen.

      Mensch, hans, der war ja richtig gut

  3. avatar

    … Freiheit ist den Menschen von Gott zugesprochen. Er will die Freiheit seiner Schöpfung. Zur historischen Erinnerung; der Exodus, die Befreiung und Herausführen des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten … oder Galater 5.1; Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen! … oder Galater 5.13; Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern. Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch, sondern dient einander in Liebe! … to be continued.

    … im Übrigen, aus Wiki; ‚das Wort *Freiheit* ist als Abstraktum zum Adjektiv *frei* gebildet, das sich aus dem indogermanischen Wurzelnomen (ig.) *per(e)i- *nahe, bei* (= *das, was bei mir ist*, das persönliche Eigentum) entwickelt hat. Etymologischen Vermutungen zufolge hat es seine heutige Bedeutung über das germanische *frī-halsa = *jemand, dem sein Hals selbst gehört*, der also über seine Person selbst verfügen kann, erhalten. Ebenfalls aus der indogermanischen Wurzel lässt sich herleiten, dass jemand, der frei ist, zu einer Gemeinschaft von einander Nahestehenden und Gleichberechtigten gehört, zwischen denen ein friedlicher Zustand herrscht und die diesen inneren Frieden gemeinsam gegen Übergriffe von Dritten verteidigen. Somit wäre *Freiheit* als Rechtsstatus nach damaligem Verständnis relativ zu einer Gruppe und an die Bereiche gebunden, in denen diese normative Herrschaft ausübt.‘

    … auch meine ich, dass die ‚armen Görlitzer‘ mehr von Freiheit verstanden haben, als der ‚Gratismut‘ alter (und neuer) ‚BRD‘-Genossen, es jemals hatten … die Behauptung, dass Millionen Deutsche die kommunistische Diktatur, östlich der ehemaligen Demarkationslinie, wegen ein paar Jeans oder einer Packung Wrigley’s Spearmint Gum, letztendlich, ihr Leben riskiert haben, passt dazu … das muss ja mal geschrieben werden. Oder?

  4. avatar

    Nach kurzem Überlegen: Doch, die in Görlitz haben mir leid getan, ich habe Verständnis und nein, es gab und gibt keine Möglichkeit ihre Träume zu erfüllen. Die Traummaschine Hollywood und die Freiheitslieder sind irreführend, aber nicht erst seit gestern und irreführend waren sie vor tausend Jahren auch schon (ok, nicht Hollywood, aber es geht auch eher um Geschichten die so erzählt werden). Außer Hand auflegen, habe ich auch nichts zu bieten. Ich bin mir sicher, die enttäuschten Görlitzer können darauf verzichten.
    Wie hieß es bei Günter Eich: „Wacht auf, denn eure Träume sind schlecht!“ – ich werde es mir anschauen. Wäre noch die Frage, ob die Träume den Begriff Freiheit so Lallifari haben werden lassen.

    1. avatar

      (Das steht hier oben auch an der falschen Stelle.) Ja, das sehe ich auch so. Der Prozess der Desillusionierung ist schmerzlich, kann aber auch hilfreich sein und ist sicher besser als schlechte Träume. Und der Trost einer grundsätzlichen Freiheit, bei der sogar der liebe Gott, wenn es ihn gibt, nur spekulieren, aber nicht sagen könnte, was als nächstes geschieht, ist auch nicht sehr wirkungsvoll. „Werde ich gleich den Finger heben oder werde ich ihn ruhen lassen?“ – Hier wäre ich auf eine Antwort von Gott oder wahlweise eines genialen Neurophysiologen oder Supercomputers gespannt. – Mehr Trost hätte ich auch nicht zu bieten, aber ich bin sicher, da besteht gar kein Bedarf, der Görlitzer kann auf einen solchen Trost wie auf Ihr Handauflegen gut verzichten.

      1. avatar

        Desillusionierung kann wirklich finster werden. Ich glaube das Heilsame ist die Ausnahme. Es reicht eben nicht nur, Träume zu erschaffen, man muss sie dann auch verwalten, sonst machen das andere. Irgendwann ist der Krieg in der Ukraine auf die eine oder andere Art vorbei und dann werden wir über Europas Träume sprechen und das Gespräch wird uns keine Freude machen. Aber jetzt raune ich wie eine Moorhexe und das macht schon jetzt keine Freude und führt zu nichts.
        Zurück zur Freiheit:
        – die muss man sich leisten, das wiederum können und wollen, ist so immer und überall, mal ist sie teurer, mal ist sie billiger, aber nie umsonst und absolut
        – die Titanic sind immer die anderen
        – ganz schön doof die anderen, dass sie die Titanic sind (Augen verdrehen)
        – es entscheidet der Eisberg und nur der Eisberg
        Wow, das war schon fast esoterisch. Gute Nacht allseits

  5. avatar

    Die Songs von Bob Dylan sind wie Mosaiks von Metaphern, Zitaten, Eigennamen, die ohne Vorlage zusammengesetzt werden müssen, also ein großes Rätsel. Viele versuchen sich daran, für mich ist dies eher ein Buch mit sieben Siegeln, so musste ich wieder googeln. Mancher sieht eine Nervenheilanstalt, ein Elendsviertel, sogar einen gefallenen Staat, der gerade wie die Titanic sinkt. Genauso wenig kann ich einschätzen, ob die Übertragung besonders gelungen ist. Ich versuchte das Original mit dieser zu vergleichen. Der Song wurde eingedeutscht, dabei Mosaiksteine ausgetauscht. Die durchscheinende Milieubeschreibung, erinnert mich nur allzu sehr an jene, die achgut so gern verbreitete, während man gern andere Milieus übersah. Bereits das dritte Wort »Videos« in der Übersetzung von MM verrät, dass hier eine andere Zeit als im Original von Bob Dylan gemeint ist. Getilgt sind die eventuellen Hinweise auf die Lynchmorde 1920 in Minnesotas (Postkarten) und auf den Nationalsozialismus (braune Pässe). »Desolation Row« kann an jedem Ort zu jeder Zeit sein.

  6. avatar

    Ich möchte eine Lanze für Maurenbrechers Textversion mit der „Freiheit“ brechen. Gemeint ist sicherlich die gleichnamige Hymne von M.M.-Westenrhagen, bei der das Publikum mitsingt und kollektiv Feuerzeuge hochreckt. Im Gegensatz zu dem glücklicherweise untergegangenen Lied „Sag mir wo du stehst“, das wahrscheinlich nur noch bei Ostrock-Revivalpartys mt ironischem Sinn gesspielt wird, ist das Lied „Freiheit“ immer noch beliebt, glaube ich jedenfalls. Der Begriff – oder das Wort – „Freiheit“ ist jedenfalls die absolute Nummer eins in der weltweiten Publikumsgunst. Jeder versteht etwas anderes darunter und alle können sich darauf verständigen, von der FDP über Donald Trump bis hin zu Nordkorea oder Iran, die sicher auch die Freiheit des jeweiligen Volkes hochhalten. Dadurch wird der Begriff vollkommen entleert. Ich weiß gar nicht, wann das angefangen hat, möglicherweise bei Kant, der damit aber Selbstbestimmung und rationales, gesetzesmäßiges Handeln gemeint hat. Inzwischen meint man damit alles mögliche, aber empfindet immer ein großes Gefühl, daher ist es sehr passend, wenn auch die Passagiere auf der Titanic vor ihrem Untergang dieses Lied singen.

    1. avatar

      …das haben Sie ja zum Teil im letzten Absatz auch selber erwähnt, allerdings nur den Linken zugeordnet. Das Bekenntnis zu ,Freiheit ist aber überall, auch bei der Rechten, und da sowohl bei den moderat Rechten als auch ganz rechts. Und in der Mitte ist es auch. Und es gibt in der deutschsprachigen Popkultur eine passende, überaus erfolgreiche Hymne, bei der dem Publikum, das an der Reling steht, die Augen feucht werden. Alles gute Gründe für „Freiheit“.

      1. avatar

        Westernhagens Lied ist, nach meinem Verständnis, ein Auslachen der Leute im anderem sozialen Kontext. Der Nachbar, der Papst, die Verträge…alles viel zu Spießig für ihn. Altervorsorge und Immobilienfinanzierung sind Verträge und es ist nicht der Papst, aber mein Nachbar hatte einen Dankesbrief vom Bürgermeister und war mächtig stolz darauf. Alles soziale Dinge, die ihm, der schon damals Millionen verdiente, viel zu doof waren. Und das ist auch nicht schlimm, die Freiheit hat er. Nur habe ich schon damals nicht mitgeblöckt, wenn das Lied lief, weil ich mir die Freiheit nehme, dass mir Verträge und der Papst was bedeuten. Und es ist fair den Görlitzer zu sagen, dass das Echo das sie oder ich ertragen müssen, nicht das Echo ist, dass Westernhagen ertragen muss. Und dann sind wir beim Punkt, dass Westernhagens Freiheit anders aussieht, als die Freiheit in der Görlitzer Vorstadt und so weit auseinander liegt, wie die Freiheiten des Mittelalters. Dass Leute sich angesprochen fühlen, macht das Kitschige an einem eigetlich eher herablassendem Lied. Das Lied im Privatjet wäre vielleicht gar nicht kitschig. Und ja, es ist eine Freiheit, sich Lieder aussuchen zu dürfen, die es in Görlitzer auch mal nicht gab. Ich kann aber auch die Enttäuschung verstehen, wenn nach der Revolution die peasents merken, dass das Lied, dass sie sangen, gar nicht von ihnen handelte. Freiheit ist eben kein freies Ausleben und auf alles schei…, es ist das Echo ertragen.

    2. avatar

      Ja, Maurenbrecher hat mir geschrieben, dass er das Lied von Westernhagen aufspießen wollte. Mir ist die Anspielung entgangen, aber ich sehe die Berechtigung Ihrer Argumente, lieber Roland Ziegler. Es ist nur so: Mir bedeutet das Wort Freiheit immer noch etwas. Ich mag diese etwas herablassende Art nicht, mit der manche Linke den Begriff abtun, als sei er in der Ära der „Klimakatastrophe“ nur noch ein Codewort für kein Tempo 130 auf der Autobahn.

      1. avatar

        Ja, mir bedeutet es auch etwas. Jedem bedeutet es etwas. Aber meist nicht dasselbe.

      2. avatar

        Mir gefällt der mittelalterliche Gebrauch des Begriffes Freiheit, als Freiheit zu etwas oder Freiheit von etwas, mit einem festen Bezug. Dann gibt es auch klare Adressaten, von denen man frei ist oder die für eine Freiheit zuständig sind. Eine Kombination aus Rechten und Pflichten. Das erschwert das aneinander vorbeireden, absichtlich oder unabsichtlich, erheblich. Wenn Freiheit als Codewort für kein Tempo 130 auf der Autobahn verstanden wird, dann könnte das auch am „Freie Fahrt für freie Bürger“ liegen. Der Solidarität, immer und überall international hochgehalten, ergeht es ja nicht besser. Westernhagens „Freiheit“ ist eines der Lieder, die wir uns dabei verdient haben. Nur ein Gedanke: Das war ein Hit 1987/88. Wenn jemand aus Görlitz ein Jahr später sieht, wie jemand aus Wuppertal dabei feuchte Augen bekommt, ist dann nicht irgendwann Enttäuschung die Folge? Mit „nachhaltigen“ Grüßen

      3. avatar

        Wenn jemand aus Görlitz enttäuscht ist über die real existierende Freiheit, dann liegt es an dem Typen aus Görlitz. Wir im Westen haben nie unsere Probleme verschwiegen, und die DDR-Medien haben sie weidlich ausgeschlachtet. Wie hieß es bei Günter Eich: „Wacht auf, denn eure Träume sind schlecht!“ Wer in der DDR geglaubt hat, Demokratie und Kapitalismus seien DDR-Mief und DDR-Piefigkeit und DDR-Nanny-Staat bloß mit mehr Konsum und Reisefreiheit, der hat schlecht geträumt, und für dessen Enttäuschung beim Aufwachen habe ich null Verständnis. Der hätte eben mehr Bob Dylan hören müssen.

      4. avatar

        … tja, der *Wertewesten* (die Freiheit) on tour; Kobe-Rind für Schwab und seine Entourage – Kakerlaken fürs Volk … und ‚du wirst nichts besitzen. Und du wirst glücklich sein.‘ Dazu gehören dann auch wahrhaft Görlitzer Impressionen. (Das wird ‚man‘ ja wohl noch schreiben dürfen. 😉 )

        … frei nach Fritz Reuter; Dütschlands Friheit und Einigkeit; taum Handeln wiren wi tau swack, taum Schriwen tau dumm, dorum folgten wi de olle dütsche Mod’: wi redten blot doräwer.

      5. avatar

        „Eine Kombination aus Rechten und Pflichten“ – klar, die gibt es für uns als soziale Wesen, allerdings hat das nichts mit Freiheit zu tun. Freiheit bedeutet, dasss ich mich auch z.B. meiner Pflicht entziehen und etwas Böses tun kann. Nicht alles, wozu wir frei sind, ist auch sinnvoll oder gut. Freiheit bedeutet, dass es nicht feststeht, was wir tun werden oder wie die Zukunft wird. Weder für uns als Einzelne noch insgesamt.
        Das Lied „Freiheit“ ist jedenfalls furchtbar kitschig, aber glücklicherweise haben wir die Freiheit, es nicht hören oder gar mitsingen zu müssen.

      6. avatar

        Die Verträge sind gemacht
        Und es wurde viel gelacht
        Und was Süßes zum Dessert
        Freiheit, Freiheit
        Die Kapelle, rumm ta ta
        Und der Papst war auch schon da
        Und mein Nachbar vorneweg
        Freiheit, Freiheit
        Ist die einzige, die fehlt
        Freiheit, Freiheit
        Ist die einzige, die fehlt
        Der Mensch ist leider nicht naiv
        Der Mensch ist leider primitiv
        Freiheit, Freiheit
        Wurde wieder abbestellt
        Alle die von Freiheit träumen
        Sollen’s Feiern nicht versäumen
        Sollen tanzen auch auf Gräbern
        Freiheit, Freiheit
        Ist das einzige was zählt
        Freiheit, Freiheit
        Ist das einzige was zählt

        Ich finde das nicht kitschig. Ich finde, das mäandert zwischen ironisch/sarkastisch und traurig: „Alle die von Freiheit träumen / Sollen’s Feiern nicht versäumen / Sollen tanzen auch auf Gräbern“: Ist das ehrlich oder sarkasdtisch oder traurig gemeint? Überhaupt: Welche Gräber sind gemeint? Also, wenn jemand aus Görlitz das hörte, dann wurde er wohl nicht über die Freiheit irre geführt.

      7. avatar

        Macht Sinn. So ähnlich sehen es auch 160? Staaten gegenüber der Ukraine, Lula gerade

      8. avatar

        Welche Gräber sind gemeint – keine Ahnung. Das ist nicht die einzige Frage, die sich stellt. Wieso fehlt Freiheit, auch noch als einzige? Wieso ist Freiheit das einzige, was zählt? Das ist alles offensichtlich falsch. Freiheit fehlt nicht als einzige, sondern ist da, und neben Freiheit zählt auch noch vieles andere. Wieso soll man feiern und tanzen, wenn man von Freiheit träumt? Das ist Kitsch: Freiheit ohne weiteres mit Tanzen und Feiern zu assoziieren.

      9. avatar

        Lieber Herr Ziegler, bei aller Schwierigkeit Begriffe in verschiedenen Epochen einzuordnen: auch im Mittelalter konnte man anders handeln. Man verlor dann die Freiheit, zum Beispiel der Teilnahme an derGemeinschaft oder den Schutz desjenigen, dem ich verpflichtet bin und damit die Freiheit meinen Rahmen nach meinem Wunsch zu gestalten. Machen Sie die Gegenprobe: GEZ nicht zahlen oder Gülle auf die Straße kippen. Der Grundsatz, dass man alles darf, wenn man das Echo erträgt, gilt heute wie damals. Wir können eine Liste an Freiheiten erstellen, die wir heute haben und damals nicht (vielleicht auch hier und da Umgekehrt), einen dicken Strich ziehen und es dann insgesammt Freiheit nennen. Von mir aus. Aber es bleibt bei den eingebetteten sozialen Wesen. Und da ist das Missverständnis mit Görlitz, die westliche Freiheit als etwas losgelöstes verstanden haben, dass auch noch Sorgen und Echofrei ausgelebt werden kann. Und siehe da…es geht nicht. Viele unserer Freiheiten sind richtig anstrengend.

      10. avatar

        Ja, wie gesagt: Wir sind als soziale Wesen eingebettet in Rechte und Pflichten. Unsere Freiheit ist u.a. deswegen nicht grenzenlos (aber auch z.B. aufgrund der Naturgesetze: wir können ohne Hilfsmittel nicht fliegen, müssen sterben usw.). Unsere Freiheit ist je nach Gesellschaft mal größer und mal enger. Aber sie ist immer da – sie gehört zum Menschsein wesentlich dazu und ist nie vollständig weg. Nicht einmal im Gefängnis (davon hat mir mal ein Ex-DDR-Knasthäftling eindringlich erzählt, der sich mit dem Zellennachbar per Klopfzeichen auf ein Schachspiel verständigt und die Schachfiguren mittels Zahnpasta und Brotteig hergestellt hatte). Wenn man in einer Diktatur lebt, hat man vielleicht das Gefühl, gar keine Freiheit zu haben und dass dies das einzige Problem wäre, was es gibt. Das ist nachvollziehbar. Falls dieses Gefühl von M.M.-W. ausgedrückt werden sollte – von mir aus. Ich höre das Lied trotzdem nicht gern und freiwillig.

      11. avatar

        Die Freiheiten werden als anstrengend empfunden, weil es zunächst nur um die Abwehr der alten Fremdbestimmung in der DDR zugunsten einer neuen Selbstbestimmung geht. Aber wenn man dann in der Selbstbestimmung angelangt ist, stellt man fest, dass auch andere selbstbestimmt seien wollen und man daher zusehen muss, wie man die Bedürfnisse der anderen und die eigenen in ein funktionierendes Verhältnis bringt. So ähnlich wie in der Pubertät, nur sozusagen auf der gesellschaftlichen Ebene. Dann kann es schon passieren, dass man nostalgisch auf den alten fremdbestimmten Zustand zurückblickt.

      12. avatar

        Für so manchen Ex-DDRler gilt das Schiller-Wort: „Es sind nicht all frei, die ihrer Ketten spotten.“

      13. avatar

        Die Fremdbestimmung in der DDR bedeutet nicht, dass die Menschen früher in Ketten lagen und heute frei sind. Das wäre viel zu einfach. Ein „Nanny-Staat“, der für Essen, Warmwasser, Heizung und Unterkunft sorgt, schafft ja auch Freiheiten. Die Dinge des alltäglichen Bedarfs sind geregelt; man hat genügend Zeit und Kraft, sich um andere Dinge zu kümmern. Anderes ist unfrei: Religionsfreiheit, Reisefreiheit, freie Rede, Unbehelligtheit… Das gab es alles nicht. Wenn das alles frei wird, aber man sich andererseits plötzlich selber um den Alltag kümmern muss, fehlt weder die Freiheit als einzige noch ist sie plötzlich uneingeschränkt da, sondern Bereiche, die vorher versperrt waren, sind plötzlich frei geworden, aber andere Bereiche sind blockiert, an die man gar nicht gedacht hatte, wei lsie selbstverst#ändlich waren. Plötzlich muss man sich bemühen und abarbeiten, und das fühlt sich dann gar nicht mehr so frei an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Shares
Scroll To Top