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Die Grünen im freien Fall: Der Wähler flieht vor dem Spinat-Diktat

Das Wort von der Tugenddiktatur ist ein Kompositum; es besteht aus zwei Teilen. Es erzählt mit Pathos von der Tugend. Und davon, wie sich deren Wächter die Umsetzung vorstellen. Auch die Französische Revolution begann mit Liedern auf die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und wendete sich alsbald zum blutigen Terror. Wie bei allen Volksverführungen soll der Glanz der hehren Idee über die Niederungen der Wirklichkeit hinwegtäuschen. Moral in der Politik ist immer Doppelmoral. Die Grünen treiben dieses Prinzip zum Exzess.

Es geht jüngst um den Veggie-Day, den Plan eines allwöchentlichen Rituals der Zwangsernährung rechtsmündiger Erwachsener mit Gemüse, das hoheitlich erzwungen werden soll. Schon heute kann jeder Vegetarier oder Veganer oder wie die Salatfresser alle heißen mögen, in jeder Kantine dem vermaledeiten Schnitzel und der Currywurst ausweichen und jedwedes  Kaninchenfutter zu seiner Ernährung wählen. Es geht also nicht darum, dass man tierische Produkte nicht vermeiden kann, wenn man dies so will, sondern darum, dass man dazu gezwungen werden soll. Tugenddiktatur, die Doppelmoral der Grünen.

Die Vorstellung des Tugendsamen, von welchem Fanatiker religiösen oder ideologischen Ursprungs auch immer ersonnen, setzt den verachtenswerten Sünder voraus. Wer erhobenen Hauptes auf seine Mitmenschen herabzusehen gedenkt, braucht jene, die man als erbärmlich brandmarken kann. Das sind den BulimikerInnen der Ökos die Adipösen des Subproletariats, die den Versuchungen von McDoof und WürgerKing nicht widerstehen können und Fleisch fressen, bis ihnen die Augen zuwachsen.

Das Mitgefühl mit fehlernährten Fettleibigen hielte sich noch in Grenzen. Das ist nicht die Klientel der Grünen. Es geht eigentlich nicht um die armen Sünder mit den geblähten Leibern, sondern um die Mitgeschöpfe aus der Massentierhaltung, die ihr Leben für Steak und Hamburger lassen müssen. Und um Mutter Natur selbst, die ja im tropischen Regenwald wohnt und dort herausgeforstet wird, weil die Menschen sich sittenwidriger Weise von Pilzsammlern zu Farmern wandeln.

Es geht beim Stimmenverlust der Grünen um den Veggie-Day, der diesen Teufelskreis rund um den Verzehr von tierischem Eiweiß zu unterbrechen weiß. Die Zwangsernährung mit Grünkohl und Löwenzahnsalat knüpft in der Heilserwartung an das segensreiche Heilfasten an und verspricht uns jene Metaphysik, die der Muselmann während des Ramadan hat und die Christen am Freitag, dem Todestag ihres Religionsstifters. Die jahrhundertelange katholische Doppelmoral um Starkbier in der Fastenzeit und Maultaschen, die als „Herrgottsbescheißerle“ das Fleisch in Teigtaschen verbergen, wird von den Grünen gebrochen. Hier herrscht der protestantische Furor: Veggie-Day als Hoheitsakt.

Die Gemüsediktatur der „Salatnazis“ (Blogger- Zitat) hat für so große Aufmerksamkeit gesorgt, weil sie wie ein Streichholz in dunkler Höhle wirkt. Endlich sehen wir, was die ökologische Wende wirklich ist. In der Energiepolitik ruinieren wir gerade mit hoch subventioniertem Strom, also mit unserem Geld, die industrielle Basis einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft. Nein, es geht nicht darum, die Kernenergie zurückzuwünschen. Es geht darum zu wissen, warum die Windmühlen so erfolgreich sind: weil wir gesetzlich gezwungen werden, unser Geld hinterher zu schmeißen.

Veggie-Day mag eine alberne Episode sein. Für die Öffentlichkeit war dies ein Symbol weitgehender Bedeutung. Pars pro toto: Es hat sich gezeigt, wo die Reise mit diesen Herrschaften hingeht. Das Spinat-Diktat hat die grüne Maske heruntergerissen und wir blicken in die Fratze einer Diktatur. Man gebe Diktatoren keine Macht, auch wenn sie glühende Vegetarier sind und es nur gut mit uns meinen, den Schweinen und dem Regenwald. Das haben sie immer alle gesagt, dass sie es nur gut mit uns meinen. Jede Diktatur verbirgt sich hinter ihren Tugenden.

 

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22 Gedanken zu “Die Grünen im freien Fall: Der Wähler flieht vor dem Spinat-Diktat;”

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    Lieber KJN.

    zu empfindlich sind Sie nicht!! Zum Glück funktionieren noch Ihre Sensoren für die bürokratischen Exzesse.

    Und was die Empfehlungen von oben betrifft:

    Wir bekommen m.E. nur sehr wenige Empfehlingen von oben, sondern zunehmend Empfehlungen aus dem Privatsektor.

    NDa wir schon beim Thema essen:

    Was wird uns nicht alles als Gesundheitsbullsjit verkauft:

    Der linksdrehende Joghurt mit …

    Der Glückzwerge damit es den Kindern gut geht

    Die Bonbons mit den ganz viiiiiiiielen Vitaminen.

    Ich persönlich finde es gut, dass es so etwas wie foodwatch gibt, um die Skandale aufzudecken.

    Allerdings muß ich auch wieder feststellen warum ist der Konsument von heute nicht in der Lage kritischer an die Dinge des täglichen Alltafs heranzugehen.

    Überall braucht er einen Coach !!!

    Und damit wären wir wieder bei David Graebner, der mehr oder weniger die Behauptung aufstellt, dass wir zunehmend nur noch von bullshit Jobs umgeben sind….

    Was die Kiddies von heute betrifft (Unsere können sich zum Glück noch bewegen 🙂

    nach meinem subjektiven Eindrücken quer durch unsere Republik würde ich behaupten, dass die
    ” Überfettung ” leider zunimmt und ebenso in den Ländern mit der arg so gesunden mediterranen Kost!!

    Und was den Ruccola betrifft: Machen Sie mir meinen Lieblingssalat doch nicht madig 🙂

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    @KJN: Ich widerspreche energisch, was Rucola betrifft. Das sind leckere, pfeffrige Blätter, die man sehr einfach und zurecht weit verbreitet mit reifen Tomatenstückchen und grob gehobeltem Parmesankäse in Olivenöl, Balsamico und vielleicht etwas Orangensaft zubereiten kann. Auch eine Avocado passt dazu. Und er lässt sich sehr gut mit Wildkräutern mischen.

    Natürlich mögen das die Kinder nicht. Wie sie fast nichts mögen, was ich auftische. Ich vermeide schon jegliche Schärfe und komme ihnen mit allen möglichen Kartoffelbreien oder Soßen entgegen. Immerhin gibt es immer noch Schokomüsli oder natürlich Brote (neulich haben wir auch unseren Widerstand gegen dieses süße Nutellazeug aufgegeben – die elterliche Erziehung schwindet u. die Freiheit, die die Kinder meinen, wächst scheibchenweise).

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    @Jeremias: Gut, dann rate ich mal. 1. Versuch: von den Bürgern, die sie gewählt haben und von denen sie hofft, wiedergewählt zu werden? 2. Versuch: durch eigenes Nachdenken? 3. Versuch: durch das Nachdenken anderer?

    Sollte Antwort 3 die richtige Lösung sein, müsste man nicht die Ideengeber, sondern die besagte Dame schnellstens abwählen, denn dann hätte sie weder einen eigenen Verstand noch wäre sie Demokratin.

    Aber die anderen, die stellvertretend für sie das Nachdenken übernommen hatten, hätten immerhin durchsetzbare Ideen produziert, was offenbar keine Selbstverständlickeit ist und für sie spricht. Ideen lassen sich modifizieren; wirklich problematisch wird es, wenn es keine Ideen gibt, die man modifizieren könnte. Wenn wir die Ideengeber suspendieren, weil uns ihre Ideen nicht passen, wir aber selber – oder unsere Regierungsvertreter – zu blöd sind, bessere zu entwickeln, dann haben wir ein Problem, das wir nicht den Ideengebern in die Schuhe schieben sollten.

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    Roland Ziegler sagt:
    8. September 2013 um 19:59

    Nun, ich kenne eine schon ältere Dame mit unförmigem Leib, die unbedingt geliebt werden will. Dies versucht sie mit Themen, bei der sie glaubt, daß sie noch beliebter wird. Und setzt diese Themen um und es zeigt sich, daß diese Themen, wenn sie verwirklicht werden, geradewegs in die Armut führen. Und von wem hat sie diese Themen(Ideen)? Dreimal dürfen Sie raten!

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    @M.B. “Bürokratie”
    Soo monothematisch bin ich ja nu auch nicht – da hatte ich ja gar nicht von geschrieben – eher von Befindlichkeiten (z.B. Sicherheitsbedürfnis) hierzulande. Das interessiert mich (schreibend, hier) viel mehr. (Auf Bürokratie kann man ja gar nicht verzichten, das Ausmaß macht’s halt. Wer aber vorwiegend Sicherheit braucht, fördert damit Bürokratie und verspielt damit seine/unsere Freiheit.) Und wenn ich, Sie u.A. meinen, es gäbe zuviel Bürokratie, müssen wir fragen, wo der Grund dafür, sowie die Akzeptanz herkommt. Tatsächlich, manche Befindlichkeiten hierzulande befremden mich zunehmend. Biergartenszene WE: Während ich für die Freunde und mich an der Ausgabe (oder wie das heißt) für eine Runde anstehe, rauscht der Chef der Gastronomie da rein und demonstriert den Bediensteten, wie “Zack-Zack” geht. Bestellungen abfragen, Zapfen, Zahlen: Das muss voran gehen! Und die Kunden sollen zackig zu Kasse. Gläser transportieren, Zahlen – gleichzeitig! Kann ich nicht, sowas, bemühe mich aber “den Anforderungen zu entsprechen”. (Bin anders begabt.) Von wem wird man in der Folge bedrängelt, belehrt? Vom nachfolgenden Kunden! Ähm.. – ich kam gerade aus dem benachbarten Ausland, in dem es auch vieeel Bürokratie gibt (vielleicht mehr, als hier), aber – ein wenig bin ich auch ‘rumgekommen – das habe ich noch nirgendwo sonst erlebt. Kleinigkeiten, klar, aber verstehen Sie, warum ich hierzulande besonders skeptisch bin, wenn mal wieder eine “Empfehlung” oder Regelung von “oben” kommt? Um das Ruppige geht’s mir gar nicht, sondern um die mangelnde Fähigkeit, den Aggressor zu identifizieren. Bin ich zu empfindlich?
    Interessante Links.
    Da wir gerade bei der Gastronomie sind, noch etwas für den lieben @R.Z, was mir heute mittag zwischendurch einfiel, von wegen: “Ich glaube das ist besser und v.a. vielfältiger als McDonald’s.”
    Hier: Jugendliche essen am liebsten süß & fettig, also Mäckes oder Pizza vom Bringdienst, vorzugsweise am Bildschirm des elterlichen PCs, ziemlich exakt in einer Position über der Tastatur eingenommen. (Man kann dann noch sehen, wo die sich was am Bildschirm gezeigt haben.) Das hat die Evolution zu einer Zeit eingerichtet, als Leute in meinem Alter üblicherweise schon tot waren. Und man würde es heute in unserem Alter bei dieser Ernährungsweise auch bald sein. Das Gemeine dabei ist, daß die dabei, sofern die Entwicklung normal verlaufen ist und die sich auch noch für was anderes interessieren, als Essen, dabei in den meisten Fällen weder zunehmen, noch sonst irgendwie schwächeln. Der Grund dafür ist, daß die noch jung und gesund sind und viel Energie für unnütze Aktivitäten und die Balz brauchen. Das neiden wir denen natürlich und erzählen daher Geschichten von Spinat in Blattform ohne Blubb, oder daß Rucola essbar wäre. Ist es nämlich gar nicht. Ich finde, man sollte es ihnen gönnen, daß sie in dem Alter unbeschadet ihrer Natur folgen können. Man kann ihnen ja mal zeigen, wie Pommes Frites in der Urform aussehen und wie man sie schält, die Tomatenketchup-Frucht oder wie Möhren oder frische Paprikas aussehen und bei einer Reise in den Süden vorführen, daß Obst existiert, das schmeckt. So für später mal, wenn die mal so alt sind wie wir und sich auch (fast) nur noch für’s Essen, Rotwein, Bücher und so Altherrensachen interessieren und damit die das ihren Kindern später auch zeigen können.
    Ich sehe vor allem, daß das Thema völlig totdiskutiert wird und so die Fertigpizza zum Symbol des Widerstandes gegen elterliche Bevormundung wird. (Daß die Grünen das Thema aufbringen, liegt wohl an deren Altersstruktur.)

  6. avatar

    Lieber KJN.

    bleiben Sie doch im Lande und bauen die hiesige Bürokratie mit ab!

    Aber leider vernehme ich von Ihnen immer wieder die Jammereien, dass alles hier in dieser Republik so schlecht ist.

    P.S. Vielleicht lesen Sie einmal (wieder?) Northcote Parkinson:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Cyril_Northcote_Parkinson

    oder auch David Graeber zum Thema Bürokratie:

    http://tinyurl.com/ppsq5te

    Aufschlußreich sind auch seine Kommentare zur
    ” privaten Bürokratrie ”

    Und da wir hier bereits das Thema Grundeinkommen oder warum arbeiten wir eigentlich noch 40/48 Stunden in der Woche im Jahr 2013, hier etwas von einem australischen Geschäftspartner:

    http://www.smh.com.au/national/public-service/the-modern-phenomenon-of-nonsense-jobs-20130831-2sy3j.html

    Nonsense Jobs…… 🙂

    Wie z.B. Die Veggie-Beauftragte 🙂

  7. avatar

    Die “Gruenen” sind nicht ueberall die Selben. Die Green Party in USA ist anti-imperialistisch und mehr links als die BRD “Gruenen” und nicht hysterisch wie die deutschen Salatnazis. Die USA “Green Party” ist eine serioese Partei. In Mexiko ist die Gruene Partei ein Familienbetrieb ( nicht ganz so offensichtlich wie der Gysi-Betrieb der BRD Linken). In Brasilien ist die Gruene Partei eine Reklameorganisation ihres Finanzierers – der Hersteller der “Natura” Kosmetik, wahrscheinlich auch von der “Heinrich Boell Stiftung”. Die “Gruenen Parteien” haben den groessten Teil ihrer Waehler unter ledigen, jungen, etwas gebildeten Grossstaedterinen. 2014 wird die BRD durch den BND und “Deutsche Welle” und allen BRD Partei-Stiftungen und BRD NROs – in Brasilien die ultra-gruene Marina da Silva unterstuetzen welche ihre Partei “Rede” bisher nocht nicht rechtskraeftig eingetragen hat: USA-Britanien-BRD-Vatikan wollen keine “unabhaengige” Regierung in Brasilien: Die NATO will im Suedatlantik, Suedamerika, Sued&Westafrika die “security responsibility” (code: “Break the Atlantic-divide”).

  8. avatar

    Nicht wegem dem Veggie-Day sondern wegen Euro-Bonds sind die Grünen nicht mehr wählbar! Wer mit Bonds den Bänkern und Zockern das Risiko abnehmen will bei Anleihen aus Europa, verteilt erneut, wieder, Geschenke an die Reichen. 2008, liebe Grünen, war da was? Und wo sind die Rücktritte bei den Grünen nachdem jeder weiß, dass SPD und Grüne die Eurokrise mitzuverantworten haben? Die Grünen schreien bei jeder Verfehlung nach Rücktritt, zu recht, aber warum tritt Herr Tritin nicht zurück von der Bundespolitik? Eben, die Grünen sind genauso verlogen und unehrlich wie die anderen. Wer meint mich beim Thema Euro übers Ohr hauen zu müssen, Stichwort Euroversprechen, wird nicht mehr gewählt.

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    @Moritz Berger: Ja, Ausnahmen gibt es. Ein guter Freund von mir betreibt in Wedding eine kleine, feine Kantine, etwas versteckt:

    http://www.qype.com/place/682602-ExRotaprint-Kantine-Berlin

    Sehr zu empfehlen.

    @KJN: Jamie Oliver hats, glaube ich, als Erster gemacht, aber hierzulande hat es auch Johan Lafers gemacht: Kochen in de rschule, bei Lafers für 3,99 EUR:

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/gesundes-schulessen-johann-lafer-eroeffnet-mensa-a-866380.html

    Ich glaube das ist besser und v.a. vielfältiger als McDonald’s.

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    @R.Z.
    “Sündenbockgeschichte”
    Nun ja, wer hat’s denn den anderen beigebracht? Derweil ist natürlich “Bio” (was immer das auch sein mag) bei allen Parteien “King”..
    Darum geht’s mir aber gar nicht, Parteienpolitik ist mir herzlich egal (und ich weiß wirklich nicht, was ich wählen soll, ich war ganz früher JuSo und habe später “Grün” gewählt mea culpa, mea culpa mea maxima culpa und würde jetzt gerne wieder eine Partei wählen, die die Zukunft zur Kenntnis nimmt). Ich frage mich eher, ob wir Deutsche noch sauber ticken, uns angesichts der anstehenden Probleme mit einem solchen Killefit, wie Bio, Fahrradhelmpflicht, “Frauen in Vorstände” oder Wiedereinführung von alten Autokennzeichen zu beschäftigen.

    Und wenn Sie die Akzeptanz in Schulkantinen “in der breiten Masse” erhöhen wollen, sollten Sie McDonald’s damit betrauen. Dann kommen auch Ihre Töchter nicht mehr hungrig nach Hause. Wetten?

    @M.B.
    “..er glaubt immer noch anderswo sind die Wiesen grüner als in Deutschland”
    Kommt mir irgendwie bekannt vor – die Reaktion: Früher hieß es doch schon immer, wenn einer “das Nest beschmutzte”: “Geh’ doch nach drüben!”

  11. avatar

    Lieber Herr Ziegler,

    wenn sich Herr Kocks (60+)auf seine Jugend besonnen hätte, dann wüßte er auch, das bis Anfang der 60iger Jahre (nach den Erzählungen meiner Eltern und Großeltern, fleischlose Tage die Regel waren und nicht Ausnahmen.

    Aber vielleicht hat der verstärkte T-Bone Steak und Rinderfiletkonsum bei ihm in den letzten Jahren zum
    ” Alzheimer-Syndrom ” geführt.:-)

    Was die Kantinen betrifft: In der Regel stimme ich Ihnen zu.

    Geschäftspartner in Berlin haben mich mich aber in Ihrer Stadt auf ” Ausnahmen ” aufmerksam gemacht.

    Versuchen Sie es einmal hier:

    http://www.bildungsmarkt.de/index.php?m=2&mi=93&mid=135

    SUPPE

    Kräutercremesuppe
    mit Tomaten-Frischkäseraviolo

    SALATE

    Zu unseren verschiedenen Blattsalaten können Sie wahlweise Buttermilchdressing, Rauke-Dijonsenfvinaigrette
    oder unser Hausdressing Sylter Joghurt bestellen.

    VORSPEISE

    Marinierte Rote Bete
    mit gebratenen Scampi und Sauerrahmdip

    VEGETARISCHES GERICHT

    Herbstgemüseeintopf*
    mit Kürbis, Kräuterkartoffeln und Rollgerste

    HAUPTGERICHT

    Gebratene Hähnchenbrust
    auf Blumenkohl und Mandelrisotto

    DESSERT

    Tarte von karamellisierten Äpfeln
    mit Tonkabohnencréme

    oder hier:
    http://www.bildungsmarkt.de/index.php?m=2&mi=93&mid=194%3CP

    http://www.bildungsmarkt.de/bilder/bilder/36_kw_speiseplan_orania.pdf

    Aber vielleicht sollten wir so etwas wie in Indien, Mumbai, einführen:

    http://www.suedkurier.de/nachrichten/panorama/weltspiegel-themensk/Der-Essen-Kurier-von-Mumbai;art1003205,5870483

    http://en.wikipedia.org/wiki/Dabbawala
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dabbawala

    Dann könnten Sie mit Ihren Kindern das Essen zuhause vorbereiten und dann pünktlich ausliefern lassen.

    Gab es so etwas nicht auch zu Zeiten unserer Großeltern?

    Back to the future, back to individual cooking 🙂

    Falls Sie allerdings ein start-up daraus machen sollten 🙂 ich bin beim Anschieben und Exit dabei 🙂

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    …dazu “Volker Peinelt, Ernährungswissenschaftler an der Hochschule Niederrhein, hat für eine Studie fünf Jahre lang 200 Schulmensen untersucht. Das Ergebnis: Neun von zehn Mensen weisen Mängel auf. Das Essen sei entweder ungesund, verkocht oder unhygienisch zubereitet. “Häufig kommt mangelhaftes Essen auf den Teller der Kinder”, sagt der Experte für Lebensmittelhygiene.”

    http://www.zeit.de/2013/22/schulessen-ganztagsschulen

    Das ist ein echtes Problem unserer Gegenwart, zu verantworten von den jeweiligen Regierungsparteien der Länder. Das “Veggie-Day”-Problem ist dagegen Firlefanz.

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    @Moritz Berger: Entweder ist es der PR- oder aber der Gourmetmensch, der zu uns gesprochen hat, um uns auf ein Problem aufmerksam zu machen, das entstehen könnte. Denn es ist ebenfalls bemerkenswert an dieser “Spinat-Diktatur”, dass es den ihr zugrunde liegenden “Veggie-Day” gar nicht gibt und voraussichtlich auch nie geben wird. Was ich übrigens gut finde.

    Was es stattdessen aber längst gibt, ist schlechtes Essen, und davon reichlich. Ich gehe in keine Kantine mehr, weil mir das Essen dort nicht schmeckt. Meinen Kindern schmeckt kaum ein Essen in ihrer Schulkantine und sie kommen regelmäßig ausgehungert aus der Schule. Ganz ohne “Veggie-Day” und Vorschrift, in de rGegenwart.
    Vielleicht sollte man eine schöne neue Vorschrift erlassen, die auf die Anhebung der Qualität für die Schulkantinen zielt? Oder erblickt man da im Spiegel schon wieder die Fratze der Diktatur?

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    Lieber Herr Ziegler,

    herzlichen Dank für Ihre erfrischenden Kommentare zu KK und auch zu KJN.

    Nehmen Sie es KK nicht übel :

    Unser Himbeertoni kann nicht anders:

    Er ist nun einmal PR Mann !!!

    Und was KJN betrifft, er glaubt immer noch anderswo sind die Wiesen grüner als in Deutschland.

    Wenn ich mir meine amerikanischen Geschäftspartner anschaue, die nur über die ” Regularitis ” in den US jammern und die uns immer warnen: übernehmt nicht den US Managementstil.

    Vielleicht sollte er nach Australien auswandern. sorry dort herrscht Wahlpflicht!!! In .de bisher noch nicht, trotz der Grünen !!!:-)

    http://www.stupidlaws.com/laws/countries/australia/

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    Selber mit sauertöpfischem Gesicht anderen besondere Sauertöpfischkeit zu attestieren wirkt nicht überzeugend. Wer behauptet, mit Moral wenig am Hut zu haben, sollte anderen auch keine besondere Schlechtigkeit attestieren. Konsequent wäre es, wenn einem PR/Heuchelei/Komödie/diktatorische Fratzen/Moralität komplett egal ist und man nur darüber befindet, wer die besseren – d.h. besser funktionierenden – Konzepte hat.

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    Da bläst sich einer mächtig auf und schweisst sich kräftig ein. Das geifert geradezu. Petitesse im Vergleich dazu, was grüne Ideen und Politik bewusst gemacht und bewirkt haben.

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    @KJN: Gut, aber warum schiebt man den allmächtigen Zeitgeist ausgerechnet den Grünen in die Schuhe, einer Kleinpartei, die bei gerade mal 10% aller Wählerstimmen rumdümpelt? Das ist doch die Frage, die man eigentlich nur mit einer Sündenbockgeschichte beantworten kann.

    Wenn Ihnen die Überregulierung und die Moral im Alltag nicht gefällt, dann dürfen Sie nicht die CDU, nicht die FDP und auch nicht die SPD wählen (tun Sie anscheinend ja auch nicht), denn die bestimmen seit Ewigkeiten die Regeln. Der Zeitgeist wählt CDU/FDP/SPD oder gar nicht, aber macht schwachsinnigerweise die Grünen für die Misere verantwortlich (und die anderen Parteien für das wenige Gute, das der Zeitgeist in seiner Kurzsichtigkeit erkennen kann). Diese Inkonsequenz ist das Lausige am Zeitgeist. Die Grünen waren mal ganz kurz Kellner; gekocht haben immer die anderen.

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    @R.Z. “Wenn die Grünen ein Verbot wollen, dann blickt man. Sonst sind es sinnvolle Regelungen, um dem Chaos vorzubeugen.
    Nein, lieber Roland Ziegler, Regelungen sind hierzulande Zeitgeist – wahrscheinlich seit dem 30-Jährigen Krieg. Und die Grünen passen da bestens ‘rein. Und jeder schwingt sich zum Hilfssherrif auf. Beobachten Sie die Alltagskleinigkeiten: An der Supermarktkasse (sind Sie twa nicht schnell genug beim Einpacken und Bezahlen?), auf der Autobahn (“Rechtsfahrgebot” – nicht schnell genug wieder nach rechts zwischen die Lastzüge gezogen, dann darf man Sie ja lebensgefährlich bedrängen), Ampel (wie sie gehen bei rot – hoffentlich überfährt man Sie mal (sic!)), beim Rauchen…
    Niemand kommt hierzulande auch nur ansatzweise auf die Idee, die Regelsteller, wer auch immer das ist, als Aggressoren infrage zu stellen, sondern immer nur die Ungehorsamen. Es fällt immer wieder auf, wenn man mal woanders war. Nein! Hier keine neuen Regelungen – und sind sie auch noch so “freiwillig”.
    Für mich sind die Grünen und alle potentiellen Koalitionspartner unwählbar.

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    …vielleicht liegts ja auch nur am Fleisch? Wenn man dem Deutschen ans Schnitzel will, hört der Spaß auf. Auch wenn es nur um einen Tag und nur um die Kantinen geht. Keine Luxusrestaurants. Trotzdem – oder gerade deswegen? – heißt es: “Wehret den Anfängen!” Man denkt das Prinzip konsequent zuende, und am Ende kommen Diktatur und Massenmord dabei heraus.
    Verbote bzw. Verbotsforderungen alleine, wie Herr Kocks hier analysiert hat, können es aber nicht sein; Verbote gibt es auch sonst zur Genüge. Da die Grünen gar nicht an der Regierung sind, muss diese Verbote jemand anderes aufgestellt haben. In meiner Gegend haben sie beispielsweise gerade überall Parkscheinautomaten aufgestellt, ohne dass jemand “Parkscheinnazis!” geschrien hätte. Ich selber wurde dreimal hintereinander mit dem Fahrrad auf dem Gehweg angehalten und musste jedesmal zahlen. Ich habe mich darüber sehr geärgert, aber trotzdem nicht in die Fratze der Diktatur geblickt, sondern in die Gesichter misslauniger Polizisten. Die Frage ist also: Wann blickt man bei einem Verbot in die Fratze der Diktatur, und wann ist es einfach nur ein Verbot? Ich glaube, die richtige
    Antwort ist: Wenn die Grünen ein Verbot wollen, dann blickt man. Sonst sind es sinnvolle Regelungen, um dem Chaos vorzubeugen.

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    Sie blicken wirklich in die “Fratze der Diktatur”? Mit allem, was dazugehört: Diktator, Marschmusik, Militarismus, willkürlichen Verhaftungen, Geheimpolizei? Vielleicht sollten Sie einen Arzt aufsuchen (oder wenigstens das Getränk wechseln).
    Die Grünen sind Ihrer Vision nach die Wurzel unseren Übels. Aber wenn die Grünen nicht an der Macht sind, dann müsste das Übel doch zumindest vorläufig gestoppt sein? Und wie es scheint, sind die Grünen seit einer Weile nicht an der Macht? Trotzdem sind sie für die ökologische Wende bzw. die Nachteile der ökologischen Wende (die Vorteile heimst Frau Merkel ein) verantwortlich? Wie kann das sein?

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