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Wir sollten Knut Westergaard dankbar sein

Der Abend des 8. September 2010. Ein Foto geht um die Welt. Um die ganze Welt? Nein, in vielen islamischen Ländern wird das Bild wohl kaum zu sehen sein – und selbst wenn, dann nur mit abschätzigen Bemerkungen über den Westen und dessen beleidigende Muslimfeindlichkeit. Denn das Foto zeigt Knut Westergaard, den dänischen Karikaturisten, dessen Mohammed-trägt-einen-Bombenturban-Zeichnung vor vier Jahren viele einen Kampf der Kulturen befürchten ließ. Weiterlesen

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Helmut Schmidt und das deutsche Nazi-Gen

Helmut Schmidt war ein zufälliger Kanzler und ein Kanzler des Übergangs. Er wurde 1974 Regierungschef, nachdem sein visionärer, aber willensschwacher Vorgänger das Amt in einem Anfall von Depressionen hingeschmissen hatte; und er musste 1982 den Posten zugunsten eines anderen Visionärs, Helmut Kohl, räumen.

Der als Architekt der „Neuen Ostpolitik“ damals vielerorts als Verräter verdächtigte Brandt wird heute allseits aus dem gleichen Grund verehrt. Man begreift, dass Gesten wie sein „Kniefall“ in Warschau den moralischen Status der Bundesrepublik aufwerteten, und dass die Ergebnisse seiner Ostpolitik – etwa die Vereinbarungen der „Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ – zum Rosten des Eisernen Vorhangs beitrugen. Kohl wird, wenn auch die von ihm geforderte „geistig-moralische Wende“ bis heute ausgeblieben ist, allseits als Architekt der deutschen Einheit und der Europäischen Union anerkannt. Aber unter Schmidt passierte nichts Weltbewegendes, und er hinterlässt kein politisch-geistiges Erbe. Weiterlesen

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Schlagt Euch die Juden aus dem Kopf

Streit um das „Juden-Gen“, die jüdische Lobby in Washington, darf man Israel kritisieren?, es muss doch erlaubt sein, zu sagen…, Herr Reich-Ranicki, Sie als Jude…, jüdische Vermächtnisse…

Ein Vorschlag zur Güte: Vergesst die Juden!

Seit mehr als 2000 Jahren haben wir, hat der Rest der Welt sich an den Juden abgearbeitet. Ein winziges Volk, das den Gottessohn ermordet haben soll, obwohl die römische Gerichtsbarkeit das letzte Wort hatte, dass für Brunnenvergiftung, Verzehr von Christenkindern, Gier und Schuldwucher verantwortlich gewesen sein soll, für die Schwarze Pest, die Selbstzweifel des Abendlandes und das Elend der Araber. Es ist an der Zeit, die Juden einfach mal in Frieden zu lassen. Weiterlesen

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Held des Selbstverständlichen

Es war Mord. So hat Richter Reinhold Baier im Prozess um den Tod von Dominik Brunner geurteilt. Und deshalb muss der Haupttäter Markus Sch. für fast zehn Jahre ins Gefängnis. Der Mitangeklagte, Sebastian L., erhielt sieben Jahre Jugendhaft wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Damit findet ein spektakulärer Fall von Jugendgewalt zumindest sein juristisches Ende. Die Debatte über das Für und Wider von Zivilcourage, über den schmalen Grat von vorbildlich und gefährlich, über richtig und falsch aber wird weitergehen. Weiterlesen

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Für Zweckehen, die Fremdenlegion und Einwanderungsländer – Plädoyer eines Sarrazin-Kranken (Opfer der Volksfürsorge)

Soziologen sind, wenn sie gut sind, die Pathologen der Gesellschaft, gänzlich unsentimental. Ein Soziologe leidet an der Sarrazin-Krankheit, dieser bösartigen Volksfürsorge, fürchterlich.

Weil, er denkt so: Die modernste Organisation im ideengeschichtlichen Sinne ist ein Söldnerheer, die französische Fremdenlegion. Sie fragt nicht, woher die Menschen kommen. Sie kümmert nicht, ob der Vater Muselmann oder Jude oder Christ war, ob es den Brei mit goldenen Löffeln oder aus Holzschalen gab. Sie fragt nicht mal, wie ihre Aspiranten heißen. Die Geschundenen dieser Erde verpflichten sich für eine bestimmte Zeit und auf einen bestimmten Codex, und alles ist gut. Weiterlesen

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Sarrazin sei Dank! – Deutschland streitet über seine Zukunft

Vorweg: die Hauptthese des neuen Buchs von Thilo Sarrazin – 50 bis 80 Prozent an Intelligenz seien vererbbar – ist grotesk und falsch. Wissenschaftlich kann er diese These nicht beweisen.

Und dennoch sollten wir dem Noch-Bundesbanker und ehemaligen Berliner Finanzsenator dankbar sein. Aus zwei Gründen: Die Republik streitet, wenn auch empört und erregt wie seit langem nicht mehr, über das vielleicht wichtigste Zukunftsthema – die Integration hier lebender Migranten. Der Noch-Sozialdemokrat Sarrazin führt zweitens ein Lager zusammen, das viele bereits aufgegeben hatten – Union und Grüne. Weiterlesen

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Wo ist es nur – das “Juden-Gen”?

Von Alexander Görlach, Herausgeber und Chefredakteur “The European”:

Hätten Sie gedacht, dass wir noch einmal in der deutschen Öffentlichkeit darüber diskutieren, ob Juden ein bestimmtes Gen teilen? Ich nicht. Bis Thilo Sarrazin kam. Und einen Artikel aus dem Tagespiegel aufgriff, der sich wiederum auf zwei Studien berief, die in den beiden Zeitschriften Nature und American Journal of Human Genetics erschienen waren.

Wovon handeln die Studien? Bis zu ihrer Veröffentlichung ging man in der Forschung davon aus, dass die beiden Hauptströmungen der jüdischen Religion, die aschkenasischen und die sephardischen Juden, sich erst in der Zeit nach der Zerstörung Jerusalems (70 n. Chr.) herausgebildet haben. Die Juden in der sogenannten weltweiten Diaspora hätten sich mit den jeweiligen Bevölkerungsgruppen in den neuen Siedlungsgebieten vermischt. Daraus seien diese beiden Großgruppen entstanden. Die Studien, auf die sich der “Tagespiegel” und infolgedessen Herr Sarrazin beruft, kommen nun zu einem gegenläufigen Ergebnis. Weiterlesen

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