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Flaute bei Westerwave

Ein Wellenreiter Namens Westerwelle wartet auf besseres Wetter. Gezeiten, in denen er sich von seiner besten Seite präsentieren kann. Aufrecht, stolz, ein Mann gerne und überall am Start. Ein Mann und  sein Wählerauftrag, unser Land zu einem schöneren, profitableren, sicheren Ort zu machen.

Er ist eben immer auf der Suche nach neuen Einsatzgebieten. Leider nicht mehr oft in heimischen Gewässern.  Deutschland, das war gestern für Westerwelle.
In good old Germany ist jetzt dummerweise immer öfter Flaute, wenn Westerwave mal wieder hier die große Welle reiten will. Mit seinen aktuellen Minuswerten schaut er in die Röhre, anstatt in der Röhre die Welle einer neuen Bewegung der Liberalität zu surfen. Extrem uncool für einen Westerwave. Wasser kommt und geht. Wellen verändern sich.

Nur Guido steht mit seinem Brett unter dem Arm am Strande Deutschlands und versteht den Wähler plötzlich nicht mehr. Bis auf den Wellenkamm hat er es im Herbst 2009 mit 14.9% geschafft und jetzt hat er vergessen wie man sie in heimischen Gewässern reitet, die Ideen und ihre Umsetzungen.

Der Wähler hat Dir die Hand entgegen gehalten, doch Du wolltest dir leider nur selbst auf die Schulter klopfen. Hast  uns Postkarten aus aller Welt in die Mikrofone gesprochen und uns Zuhause dabei ein bisschen vergessen. Der Rest des  blau-gelben Westerwave Teams sind auch nur  ängstliche Trockensurfer. Ohne ihn schaffen sie wenig  bis nichts.

Komm nach Hause, Guido, setze die Steuerreform endlich durch. Es reicht.

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3 Gedanken zu “Flaute bei Westerwave;”

  1. avatar

    Armer Westerwelle: Das Volk hat seine Meinung über ihn gebildet, zu Recht oder zu Unrecht, darauf kommt es nicht an, und das Urteil lautet: Gewogen und für zu leicht befunden. Jetzt kann er machen und tun was er will, am Urteil wird sich nicht mehr ändern. Wie heisst es bei Wikilieaks? „He is no Genscher“. Das ist noch schmeichelhaft. Denn die Wahrheit ist. He is not even a Kinkel. He is just Guido.

  2. avatar

    Hallo! Heißt es nicht immer und überall, man soll nicht nach Umfragewerten regieren und wenn es so geschieht, ist es auch wieder nicht rechtens.
    Na, also was dann?

  3. avatar

    Die FDP wurde vom Wahlergebnis über 14% auf einen Umfragewert von derzeit 8% eingestuft. Klar, dass diese Erkenntnis die FDP-Oberen wenige Monate vor der wichtigen NRW-Wahl nervös macht. Daher traf man sich am Sonntag zu einer Krisensitzung. Das Ergebnis: Weitermachen, dass aber mit erhöhtem Tempo.

    So etwas nennt man Tunnelblick. Nicht nach links und rechts schauen, sondern mit Vollgas dem Irrlicht entgegen. Dabei hätte der Blick weg von den eigenen Umfragewerten auf Zahlen einer ganz anderen Umfrage eine Hilfe sein können.

    Dieser Umfrage zufolge finden 71% aller Deutschen, dass die Ungerechtigkeit im Lande zugenommen habe. 60% aller Befragten halten die Verteilung des Vermögens für nicht gerecht.

    Diese Umfrage war offensichtlich nicht Gegenstand der Krisensitzung. Tunnelblick eben.

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