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Ahmadinedschad muss vor der UNO isoliert werden

Schande! Der größte Antisemit, Judenhasser und Antizionist nach Hitler spricht heute wieder einmal vor der UNO.

Ausgerechnet an diesem Ort, der den weltweiten Menschenrechten, dem Frieden und der Völkerverständigung gewidmet ist. Ausgerechnet an dem Ort an dem Brücken zwischen den Staaten und Religionen gebaut werden und Konflikte deeskaliert werden sollen.

Welch ein Hohn ist dieser Auftritt für die Weltgemeinschaft, wenn der iranische Tyrann in New York die Zähne fletschen wird.

Der israelische Präsident Shimon Peres, kein Hardliner, eher eine Taube unter Israels Politikern, fordert zu Recht mit Nachdruck die Repräsentanten der UN-Vollversammlung auf, während der Rede Ahmadinedschads,  den Saal zu verlassen. Mit ihrer Anwesenheit, würde die Theaterbühne erst perfekt. Mit ihrer Abwesenheit aber würde die Weltgemeinschaft die Isolation dieser hasserfüllten Gedankengänge und ihre Repräsentanten zeigen und vor allem sich selbst ernst nehmen.  

Vielleicht würde man auch gleichzeitig der Opposition im Iran Mut machen, sie erneut stärken im Aufstand gegen ihren aggressiven, demokratiefeindlichen Präsidenten.

Schließlich Angela Merkel und die Bundesrepublik:  Sie, die sich glaubwürdig immer wieder vom Ahmadinedschad distanziert , den Antisemitismus bekämpft, dem Papst Paroli geboten hat, sollte dafür sorgen das der deutsche Stuhl in der UN unbesetzt bleibt. Das wäre ein deutliches politisches  Zeichen. Ein Zeichen, das die Diplomatie zulässt und der praktischen Glaubwürdigkeit unserer Regierung.

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3 Gedanken zu “Ahmadinedschad muss vor der UNO isoliert werden;”

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    Liebe Bärbel Schäfer,
    die Frage von Schuld und Schande bezüglich des Antisemitismus ist, über die individuelle als kulturelle Schande wie bei Ahmadinedschad hinaus, doch primär eine historisch-politsch zu kontextualisierende.
    Aus der weltgeschichtlichen Erfahrung des Holocaust stellt sich zweifelsohne die Herausforderung an die UNO, aus einer historisch-singulären Katastrophe nach universalen Maßstäben zu lernen.
    Bezüglich des islamischen Kulturkreises jedoch darf das Verhältnis der UNO zu jüngeren Praktiken des Genozids nicht unerwähnt bleiben: bspw. die ca. 1,5 Millionen Iraker, die durch von der UNO mitgetragene Sanktionen (verfochten v.a. von den USA und Groß-Britannien) zwischen 1991 und 2003 ihr Leben lassen mußten (750.000 Kinder unter 5 Jahren wurden infolge des Versorgungsentzugs an medizinischen und anderen Gütern ihres Lebens beraubt, vgl. Hans Christof von Sponeck, Ein Anderer Krieg – Das Sanktionsregime der UNO im Irak, Hamburg 2005).
    Dennis Halliday, „humanitärer“ Koordinator der UNO im Irak 1997/1998, sprach daher bereits von Genozid, bevor mit dem Krieg seit 2003 noch weitere beinahe 1,5 Millionen Iraker ihr Leben lassen mußten. Bezüglich einer wünschenswerten, weiteren Isolierung Ahmadinedschads in der Weltgemeinschaft stellt sich folglich die Frage nach einer Universalisierung des Holocausts, die jegliche Form weiterer Genozide auszuschließen hätte. Solange die führenden Industrienationen jedoch selbst systematisch gegen geltendes Völkerrecht verstoßen, wird die Weltgemeinschaft mit politisch-moralischen Problemen, wie dem Antisemitismus von Politikern wie Ahmadinedschad, konfrontiert sein. Infolgedessen rufen sogenannte Isolationspraktiken, wie die von Ihnen einseitig befürwortete, unweigerlich die von Theodor W. Adorno in der negativen Dialektik benannte Problematik der nicht abschneidbaren Ränder auf den Plan. Dies wäre für meinen Begriff geradezu weiteres Wasser auf die Dynamik nuklearer Risiken in der internationalen Konfrontation. Erst wenn wir das Ganze der inernationalen Staatenrelation in den Blick nehmen, kommen wir aus diesem unsäglichen Kreislauf wieder heraus. Erst dann ließe sich Antisemitismus also wirksam bekämpfen. Erst in dieser Weise wäre eine andere Welt mithin möglich.

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    Liebe Bärbel Schäfer,
    die Frage von Schuld und Schande bezüglich des Antisemitismus ist, über die individuelle als kulturelle Schande wie bei Ahmadinedschad hinaus, doch primär eine historisch-politsch zu kontextualisierende.
    Aus der weltgeschichtlichen Erfahrung des Holocaust stellt sich zweifelsohne die Herausforderung an die UNO, aus einer historisch-singulären Katastrophe nach universalen Maßstäben zu lernen.
    Bezüglich des islamischen Kulturkreises jedoch darf das Verhältnis der UNO zu jüngeren Praktiken des Genozids nicht unerwähnt bleiben: bspw. die ca. 1,5 Millionen Iraker, die durch von der UNO mitgetragene Sanktionen (verfochten v.a. von den USA und Groß-Britannien) zwischen 1991 und 2003 ihr Leben lassen mußten (750.000 Kinder unter 5 Jahren wurden infolge des Versorgungsentzugs an medizinischen und anderen Gütern ihres Lebens beraubt, vgl. Hans Christof von Sponeck, Ein Anderer Krieg – Das Sanktionsregime der UNO im Irak, Hamburg 2005).
    Dennis Halliday, „humanitärer“ Koordinator der UNO im Irak 1997/1998 sprach daher bereits von Genozid, bevor mit dem Krieg seit 2003 noch weitere beinahe 1,5 Millionen Iraker ihr Leben lassen mußten. Bezüglich einer wünschenswerten, weiteren Isolierung Ahmadinedschads in der Weltgemeinschaft stellt sich folglich die Frage nach einer Universalisierung des Holocausts, die jegliche Form weiterer Genozide auszuschließen hätte. Solange die führenden Industrienationen jedoch selbst systematisch gegen geltendes Völkerrecht verstoßen, wird die Weltgemeinschaft mit politisch-moralischen Problemen, wie dem Antisemitismus von Politikern wie Ahmadinedschad, konfrontiert sein. Infolgedessen rufen sogenannte Isolationspraktiken, wie die von Ihnen einseitig befürwortete, unweigerlich die von Theodor W. Adorno in der negativen Dialektik benannte Problematik der nicht abschneidbaren Ränder auf den Plan. Dies wäre für meinen Begriff geradezu weiteres Wasser auf die Dynamik nuklearer Risiken in der internationalen Konfrontation. Erst wenn wir das Ganze der inernationalen Staatenrelation in den Blick nehmen, kommen wir aus diesem unsäglichen Kreislauf wieder heraus. Erst dann ließe sich Antisemitismus also wirksam bekämpfen. Erst in dieser Weise wäre eine andere Welt mithin möglich.

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