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	<title>starke-meinungen.de &#187; Terroristen</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Der Wahrheit schmutziger Tod</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 11:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Böhme</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Böhme]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<category><![CDATA[Töten auf Kommando]]></category>
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		<description><![CDATA[Tot oder lebendig. So beängstigend einfach ist das, wenn in Afghanistan Jagd auf Top-Taliban gemacht wird. Task Force 373 heißt eine Eliteeinheit der US-Armee, die nur eine Aufgabe hat: die Führer der Feinde ausschalten. Gezielte Tötung wird das gemeinhin genannt. Auf der Liste stehen Islamisten ebenso wie Drogenhändler, Bombenbastler und Al-Qaida-Terroristen. Und wer auch nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tot oder lebendig. So beängstigend einfach ist das, wenn in Afghanistan Jagd auf Top-Taliban gemacht wird. Task Force 373 heißt eine Eliteeinheit der US-Armee, die nur eine Aufgabe hat: die Führer der Feinde ausschalten.</p>
<p>Gezielte Tötung wird das gemeinhin genannt. Auf der Liste stehen Islamisten ebenso wie Drogenhändler, Bombenbastler und Al-Qaida-Terroristen. Und wer auch nur einen kleinen Teil der mehr als 90.000 Dokumente über den Einsatz am Hindukusch liest, die jetzt auf der Internetplattform WikiLeaks für alle zugänglich gemacht wurden, kommt um eine Erkenntnis nicht herum: Krieg ist und bleibt ein schmutziges, ja ein dreckiges Geschäft. <span id="more-1779"></span></p>
<p>Jenseits jeder Kontrolle und Gerichtsbarkeit schwärmen geheime Killerkommandos aus und töten bis zur Routine. Geordnet nach einer Prioritätenliste gehen die Spezialkräfte voran. Leichen pflastern ihren Weg. Auf der Strecke bleiben auch viele unbeteiligte Zivilisten – und die Wahrheit.</p>
<p>Alles ganz schlimm, keine Frage. Aber wirklich überraschend? Wohl kaum. Und so ist die Erregungskurve ein paar Tage lang emporgeschnellt, um jetzt schon wieder ein normales Maß an Desinteresse anzusteuern. Aufregung, das war gestern. Der Alltag fernab des Kriegs hat uns wieder.</p>
<p>Wie anders wäre es, man würde Afghanistan durch Westjordanland oder Gaza ersetzen, die US-Einheiten durch israelische Soldaten und die Taliban durch Hamas oder die Al-Aksa-Brigaden. Der öffentliche Aufschrei wäre immens und würde lange anhalten. Das klänge dann so: Unfassbar, ein Rechtsstaat, eine Demokratie, die gezielt tötet? Nur Jerusalem ist zu so etwas Abscheulichem und Rücksichtslosem fähig. Einfach empörend. Aber wir haben es ja schon immer geahnt. Die Juden haben eben nichts aus der Geschichte gelernt. Sie behandeln die Palästinenser wie die Nazis.</p>
<p>Doppelte Standards nennt man so etwas. Israels Handeln wird stets mit zweierlei Maß gemessen. Dies festzuhalten, heißt nicht, alles, was Jerusalem tut und lässt, zu verteidigen oder gar gutzuheißen. Doch immer wieder wird dabei gerne unter den Tisch gekehrt, dass der jüdische Staat von Feinden umzingelt ist. Faktisch befindet er sich zum Beispiel im Kriegszustand mit der Hamas in Gaza.</p>
<p>Das sehen die Islamisten genauso. Sie haben sich auf die grünen Fahnen geschrieben, die Zionisten zurück ins Meer zu treiben – mit Gewalt. Wie würden wir in Deutschland reagieren, wenn Selbstmordattentäter sich in Diskotheken in die Luft sprengten und unsere Kinder mit in den Tod rissen? Wäre es so ausgeschlossen, dass auch wir Elitekämpfer losschicken, um die Terroristenführer auszuschalten, sie gegebenenfalls gezielt zu töten?</p>
<p>Eine erschreckende Vorstellung, sicherlich. Aber das sollte man sich vergegenwärtigen, bevor wieder mal der Stab über Israel gebrochen wird. Afghanistan und Gaza – beides steht stellvertretend für Gewalt, Tod, Dreck und moralische Niederlagen. Und die Angst davor.</p>
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		<title>Nelson Mandela: ein geläuterter Terrorist</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 23:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kocks</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Erhängt Mandela“ steht auf den T-Shirt, das mein englischer Freund, ein ergrauter Journalist, aus einer hinteren Ecke seines Speichers hervorgekramt hat. Unser Gespräch kam auf den afrikanischen Friedensnobelpreisträger, weil der gerade seinen 92. Geburtstag feiert. „Hang Mandela“, das war ein Mordaufruf, den in England Jugendliche in den Thatcherjahren zu tragen wagten. Fassungslos starre ich auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Erhängt Mandela“ steht auf den T-Shirt, das mein englischer Freund, ein ergrauter Journalist, aus einer hinteren Ecke seines Speichers hervorgekramt hat. Unser Gespräch kam auf den afrikanischen Friedensnobelpreisträger, weil der gerade seinen 92. Geburtstag feiert.</p>
<p>„Hang Mandela“, das war ein Mordaufruf, den in England Jugendliche in den Thatcherjahren zu tragen wagten. Fassungslos starre ich auf dieses Dokument englischer Meinungsfreude, die ihre Wurzeln noch im Selbstverständlichen der imperialen Weltmacht haben muss. <span id="more-1759"></span></p>
<p>Mein Freund, ein gelernter Konservativer, den das Alter liberaler hat werden lassen, hat es zum letzten Mal vor sieben Jahre hervorgekramt, als die Londoner Stadtverwaltung ein Denkmal für Nelson Mandela errichten wollte und er strikt dagegen war. In der englischen Presse fand die Stimmung vermeintliche Argumente.</p>
<p>Es wurde an die sechziger Jahre erinnert, in denen Mandela den Afrikanischen Nationalkongress zu einer Terrororganisation gewandelt und in den bewaffneten Kampf gegen die das Apartheit-System geführt habe. Unglückliche Zitate zu dem libyschen Diktator Gaddafi oder Castros Kuba und einschlägigen Freiheitskämpfern, sprich Terroristen, tauchten wieder auf. Vergleiche zu Rhodesien wurden gezogen, einem im Chaos versinkenden Land, in dem Gesinnungsgenossen zum Brandschatzen gegen die Buren aufgerufen würden.</p>
<p>Mein Freund hat sein altes T-Shirt dann doch nicht mehr getragen, weil Lynchaufrufe einem erwachsenen Publizisten schlecht zu Gesicht stehen. Aber das Ressentiment ist geblieben, das höre ich deutlich heraus. Noch vor kurzem hat er sich königlich amüsiert, als einer seiner Kollegen von einem Ereignis anlässlich eines Mandela-Empfangs berichtete. Der Neunzigjährige hatte einen britischen Motorjournalisten in der langen Reihe seiner Gäste mit einem amerikanischen Astronauten verwechselt und ihn befragt, wie es denn so auf dem Mond sei.</p>
<p>Der berühmte Fernsehmoderator und Kolumnist hatte geantwortet, es sei gebirgig und wohl auch staubig. Eine englische Sonntagszeitung hat das im Detail berichtet und damit auf der Seite Eins aufgemacht. Mandela wurde dort als „most important living soul“ bespöttelt. Auch wenn man dem schwarzen Humor der Briten gegenüber nachgiebig gestimmt ist, das geht zu weit.</p>
<p>Ich bin empört, weil man einem alten Herrn so etwas niemals vorhält, schon gar nicht einem Politiker mit der Lebensleistung Mandelas. Mein Freund gibt mir recht, wandert aber gedanklich immer wieder in die Vergangenheit. Der ANC habe kommunistische Wurzeln gehabt, sagt er. Und separatistische, ja auch rassistische von der Überlegenheit der „black races“.</p>
<p>Wir fallen zurück auf die zwanziger Jahre, in die Zeit der Gründung der Befreiungsbewegung in Südafrika, und dann noch bis ins späte siebzehnte Jahrhundert, als die holländischen Kolonialisten am Kap aufschlugen. All dem Bemühen um vermeintliche Beweise und Belege ist das Bewusstsein anzumerken, dass man eine Ungeheuerlichkeit plausibel machen will. Eigentlich weiß mein Freund, dass er irrt, jedenfalls furchtbar geirrt hat. Und über die Episoden zu Mandelas betrügerischer Ehefrau Winni und  andere Intima muss er schon bitter lachen.</p>
<p>Das Vertrackte mit Vorurteilen und Vorurteilsinhabern ist, dass ihnen kein Weg zu weit ist, um doch noch Recht im Unrecht zu haben. Wir halten dann doch fest: Mandela hat Südafrika von einer rassistischen Gewaltherrschaft des europäischen Imperialismus befreit und Täter wie Opfer so zu versöhnen gesucht, dass ein gemeinsamer Staat und vielleicht auch eine gemeinsame Nation in die Perspektive des Machbaren gerückt sind. Er hat der Gewalt nicht nur abgeschworen, er hat „reconcilliation“, christlich gesagt Versöhnung, gelebt. Und diese Größe des Alters  hat sein früheres Leben nicht nahe gelegt.</p>
<p>Ich kann meinem englischen Freund berichten, wie ich vor zehn Jahren nach Robin Island geflogen bin, der Internierungsinsel des Apartheit-Regimes. Und dann stand ich in der Zelle Mandelas, in der er über 25 Jahre seines Lebens zubringen musste. Seitdem beherrscht mich ein unaufhebbarer Respekt vor der seelischen Leistung, dem Charakter eines Mannes, an solchen Umständen nicht zerbrochen zu sein. Mandelas Biograf John Carlin („Wie aus Feinden Freunde wurden“) sieht die römischen Tugenden von Ehrlichkeit, Würde und Ernst bei ihm vollendet.</p>
<p>Das mag sein, aber das ist jener Pflichtteil der Geschichtsschreibung, die allen erfolgreichen Politkern zugeschrieben wird, wenn  Pulverdampf und Schlachtgeschrei verzogen und die Niederungen des Allzumenschlichen vergessen sind. Gewundert hat mich, den kurzzeitigen Besucher in der elenden Lebens-Klausur auf Robin Island, etwas viertes, das der befreite Mandela zu verkörpern wusste: Güte, Humor, Lebensfreude. Wohl dem Terroristen, der seinen Zorn so zu wandeln wusste.</p>
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		<title>Terroristen zu Friedenstauben! Eine Tagung der Evangelischen Akademie Bad Boll</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 23:56:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alan Posener</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alan Posener]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter der Überschrift „Partner für den Frieden – Mit Hamas und Fatah reden“ lädt die Evangelische Akademie Bad Boll zu einer Tagung ein, die vom 11. bis 13. Juni stattfinden soll. Gäste sind Abdullah Frangi von der Fatah und Basem Naim von der Hamas. Es mag für internationale Diplomaten – auch israelische – unumgänglich sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Überschrift „Partner für den Frieden – Mit Hamas und Fatah reden“ lädt die Evangelische Akademie Bad Boll zu einer Tagung ein, die vom 11. bis 13. Juni stattfinden soll. Gäste sind Abdullah Frangi von der Fatah und Basem Naim von der Hamas.</p>
<p>Es mag für internationale Diplomaten – auch israelische – unumgänglich sein, mit der Hamas zu reden. Der Sinn der Diplomatie besteht ja – auch – darin, mit seinen Feinden zu reden, damit man nicht gegen sie Krieg führen muss. Ganz etwas anderes ist es, wenn eine Evangelische Akademie der Hamas vorweg den Titel „Partner für den Frieden“ verleiht. Das ist ein Skandal.<span id="more-1343"></span><br />
Die Hamas wird von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft. Zu Recht. Auf das Konto der Hamas gehen zahllose Selbstmordattentate und  Raketenangriffe auf israelische Zivilisten. Die Charta der Hamas fordert die Auslöschung des Staates Israel und die Errichtung eines islamischen Gottesstaats zwischen dem Jordan und dem Mittelmeer.</p>
<p>In Gaza gibt die Hamas einen Vorgeschmack auf das, was auch und gerade den Palästinensern in ihrem Gottesstaat blühen würde: Internetcafés und Restaurants wurden geschlossen, politische Gegner – laut Amnesty International – willkürlich festgenommen, gefoltert und ermordet.</p>
<p>Es mag dennoch richtig sein, mit der Hamas zu reden, auch wenn man kein Diplomat ist. Doch gerade wenn man kein Diplomat ist, wenn man also Klartext reden darf,  muss vor allem ihr eliminatorischer Antisemitismus zur Sprache kommen.</p>
<p>Ich meine damit nicht allein die Feindschaft der Hamas gegen Israel, obwohl die Forderung nach Auslöschung des jüdischen Staates natürlich per se antisemitisch ist. Ich meine einen Rassen-Antisemitismus, der direkt abgeschrieben ist aus den Lehrbüchern der europäischen Antisemiten, auch wenn er sich „islamisch“ gibt. So heißt es in Artikel 32 der Hamas-Charta über die Juden: Ihr Plan ist dargelegt in den Protokollen der Weisen von Zion, und ihr gegenwärtiges [Verhalten] ist der beste Beweis für das,  was wir sagen. […] Den Kreis des Konflikts mit dem Zionismus zu verlassen ist Hochverrat. Alle die das tun, sollen verflucht sein. &#8216;Wer immer [im Kampf mit den Ungläubigen] ihnen den Rücken zukehrt […] zieht sich den Zorn Allahs zu, und seine Wohnung soll die Hölle sein…&#8217; (Koran, 8:16)“</p>
<p>Bekanntlich sind die „Protokolle der Weisen von Zion“ eine Fälschung des zaristischen Geheimdienstes, die angebliche Weltherrschaftspläne des internationalen Judentums aufdeckt. Die „Protokolle“ bildeten eine wesentliche Inspirationsquelle für Hitlers „Mein Kampf“. Laut Hamas arbeiten die Freimaurer, der Lions Club und der Rotary-Club insgeheim „im Interesse der Zionisten“ (Charta, Art. 22). Die Hamas sieht in den Juden die Verantwortlichen für die Französische Revolution, den „westlichen Kolonialismus“, den Kommunismus und die Weltkriege.  Sari Nusseibeh, der palästinensische Präsident der Al-Quds-Universität in Jerusalem, meint zu Recht, die Charta der Hamas klinge wie etwas, „das direkt den Seiten des ‚Stürmer’ entstammt.“</p>
<p>Es verwundert nicht, dass der römisch-katholische Erzbischof und lateinische Patriarch von Jerusalem Fouad Twal den Dialog mit der Hamas befürwortet. Schließlich entspricht ihr Antisemitismus den Vorurteilen der vorkonziliaren Kirche und der unter Benedikt XVI zu neuen Ehren gekommenen Pius-Bruderschaft. Und wie so manchem Kirchenfürsten ist für Erzbischof Twal die Ordnung wichtiger als die Freiheit. Mit faschistischen (und, wenn man genau hinsieht, auch mit kommunistischen) Regimes hat sich die Kirche immer gut arrangieren können. Da herrscht nämlich Ordnung.</p>
<p>Dank der Hamas könne man sehen, dass die Zeit des Chaos im Gaza-Streifen vorbei sei, sagte seine Heiligkeit Twal in Radio Vatikan am 15. August 2007. Die Bewegung gehe mit eiserner Disziplin gegen Kriminalität vor. Es gebe keine Diebstähle mehr, man respektiere sogar die Ampeln. Na dann – was zählt ein bisschen mörderischer Antisemitismus gegen den Respekt vor Ampeln! Unter Mussolini fuhren die Züge ja auch endlich pünktlich.</p>
<p>Unter der Ägide des deutschen Papstes mag eine neue Unkompliziertheit im Umgang mit Antisemiten in der katholischen Kirche Platz greifen – von einer Evangelischen Akademie hätte man denn doch etwas mehr Sensibilität erwartet. Zu Unrecht vielleicht. Er könne sich kaum vorstellen, dass man in Bad Boll die Charta der Hamas nicht kenne, sagte der ehemalige Vorsitzende des Islam-Arbeitskreises der Deutschen Evangelischen Allianz, Albrecht Hauser der evangelischen Nachrichtenagentur idea. Er sei „bestürzt über die ideologische Einflussnahme antijüdischer und antisemitischer Kräfte in kirchlichen Kreisen“. Das ehrt ihn. Aber was will er, was will die Kirche nun konkret tun?</p>
<p>Akademiedirektor Joachim Beck rechtfertigte gegenüber idea die Einladung an die islamische Terrororganisation, „Partner des Friedens“ zu sein. Es gehöre zum Auftrag der Akademie, mit den Menschen statt über sie zu reden. Gewiss doch. Aber kann man mit einem Minister der Hamas-Diktatur wie Basem Naim reden, ohne über das antisemitische Programm und die menschenfeindlichen Mordtaten der Hamas zu reden? Kann man einen Mann, der in der Hamas Karriere gemacht hat, als „Partner für den Frieden“ bezeichnen, bevor er sich auch nur mit einem Wort vom Antisemitismus seiner Partei distanziert hat?</p>
<p>Nein, über die Hamas wird in Bad Boll nicht geredet, wenn es nach Herrn Beck geht. Dafür umso mehr über Israel. Die geplanten „Arbeitsgruppen“ behandeln  Themen wie: „Gewaltloser Widerstand gegen die Mauer“, „Blockade beenden: ein Schiff nach Gaza“, und „Wenn Firmen an völkerrechtswidrigen Siedlungen und an der Mauer Geld verdienen“ – kurz: wie können wir als nützliche Idioten „gewaltlos“ den terroristischen Kampf der Hamas gegen Israel unterstützen?</p>
<p>Themen wie: „Warum die Mauer? Rückgang der Terroranschläge um 90 Prozent seit Errichtung des Grenzzauns“; „Schiffe nach Gaza – Wie der Iran die Hamas mit Waffen versorgt“; oder gar „Hitlers Mufti &#8211; Die historische Verantwortung Deutschlands für die Entstehung des arabischen Antisemitismus“ spielen ebenso wenig eine Rolle wie etwa „Frauen unter islamistischer Herrschaft“ oder gar „Freiheit für Gilad Shalit“, den die Hamas seit Jahren als Geisel hält.</p>
<p>Ich wiederhole es: diese Tagung ist ein Skandal. Der Direktor der Akademie sollte zurücktreten.</p>
<p>Wie man hört, wird Basem Nain kein Einreisevisum für Deutschland erhalten. Schade eigentlich. Man hätte ihn einreisen lassen und gleich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit festnehmen sollen. Denn Nain ist als „Gesundheitsminister“ zuständig dafür, dass die Hamas Kommandozentralen in Krankenhäusern einrichtet. Noch eine Geschichte, die in Bad Boll nicht zur Sprache kommen sollte.</p>
<p>Es haben übrigens ihre Teilnahme am Gespräch mit dem „Friedenspartner“ Hamas folgende Mitglieder des Deutschen Bundestags zugesagt: Rainer Arnold (SPD), Michael Hennrich (CDU), und Harald Leibrecht (FDP).</p>
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