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	<title>starke-meinungen.de &#187; Selbstverantwortlichkeit</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Steuersenkungen sind kein Allheilmittel, schon gar nicht für mehr Freiheit vom Staat</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 11:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Friedman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Staat ist nicht die Kirche, die Bundeskanzlerin nicht Gott. Auch wenn wir uns in den letzten Jahrzehnten angewöhnt haben, zur Lösung all unserer Probleme eben diesen Staat anzurufen, muss festgestellt werden: Es funktioniert nicht. Genausowenig wie Gott und die Religionen es geschafft haben, die alltäglichen Sorgen und Probleme des Menschen mit lebensbefähigenden Konzepten zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Staat ist nicht die Kirche, die Bundeskanzlerin nicht Gott. Auch wenn wir uns in den letzten Jahrzehnten angewöhnt haben, zur Lösung all unserer Probleme eben diesen Staat anzurufen, muss festgestellt werden: Es funktioniert nicht. Genausowenig wie Gott und die Religionen es geschafft haben, die alltäglichen Sorgen und Probleme des Menschen mit lebensbefähigenden Konzepten zu beanworten, so wenig kann der Staat und die Politik dies leisten.</p>
<p>Das Konzept der Freiheit ist gleichzeitig das Konzept der Selbstverantwortlichkeit. Die Gemeinschaft anzurufen, um Hilfe zu bitten, ist die letzte, die allerletzte, aber eben nicht die erste Option. <span id="more-842"></span>Es ist ein Mißverständnis, wenn der Begriff Sozialstaat mit dem Begriff Fürsorgestaat verwechselt wird. Ungerecht wäre, dabei an die wirklich Bedürftigen zu denken. Den Staat auszubeuten haben sich alle Schichten in Deutschland angewöhnt. Wohlhabende Bürger benutzen die zu recht für die ärmeren Schichten durchsubventionierten Theater- und Opernkarten, ohne auf die Idee zu kommen, dies mit einer Spende an das Theater zu kompensieren. Der Beruf des Subventionsspezialisten ist in der Mittelschicht wie auch der Industrie sehr erfolgreich und beliebt.</p>
<p>Jeder, der eine private Gastronomiequitting beim Finanzamt einreicht, ist und bleibt in der Sache genauso ein Steuerbetrüger wie diejenigen, die der Gastronomiequittungs-Einreicher gern mit erhobenem Zeigefinger anklagt.</p>
<p>Die Politik bedient leider diese Mentalität mit voller Überzeugung und leeren Kassen. Dieses Bedienen ermöglicht der Politik kurzfristig Stimmen und damit Macht.</p>
<p>Diese gegenseitige Selbstbedienung entleert diese Gesellschaft auf allen Ebenen. Schluß damit und zwar sofort! Das ist nicht nur eine fiskalische Notwendigkeit, sondern eine gesellschaftspolitische.</p>
<p>Solange wir oberflächlich über Steuersenkungen diskutieren als das Allheilmittel und das Synonym für soziale Gerechtigkeit für die Rettung des Mittelstandes, für die Selbstbehauptung des Bürgers gegenüber dem Staat führen wir einen Schaukampf, der uns entlasten soll vor den grundsätzlichen Neubestimmungen aller Beteiligten. Dass die FDP und Guido Westerwelle diesen Schaukampf stellvertretend besetzen, zeigt die Unreife, die Oberflächlichkeit, aber auch die Problematik dieser Partei in Regierungsverantwortung.</p>
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