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	<title>starke-meinungen.de &#187; Krisen</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Vorwärts zur Mäßigung</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 23:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gastautor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gastautor]]></category>
		<category><![CDATA[Krisen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Hans Christoph Binswanger, Denkwerk Zukunft: Unsere moderne Wirtschaft unterliegt einer geradezu zwanghaften Tendenz zum Wachstum. Diese Tendenz hat sich in letzter Zeit überschlagen und ist in eine Finanz- und Wirtschaftskrise ausgeartet. Diese Krise wurde dadurch überwunden, dass die Regierungen mit Hilfe der Zentralbanken massiv Geld in die Wirtschaft gepumpt haben. Eine solche künstliche Überwindung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von</strong><em> Hans  Christoph Binswanger, Denkwerk Zukunft:<br />
</em></p>
<p>Unsere moderne Wirtschaft unterliegt  einer geradezu zwanghaften Tendenz zum Wachstum. Diese Tendenz hat sich  in letzter Zeit überschlagen und ist in eine Finanz- und  Wirtschaftskrise ausgeartet. Diese Krise wurde dadurch überwunden, dass  die Regierungen mit Hilfe der Zentralbanken massiv Geld in die  Wirtschaft gepumpt haben.</p>
<p>Eine solche künstliche Überwindung der Krise  hat aber keine Dauer, zumal die Krise gerade             dadurch ausgelöst wurde, dass die Geldmengensteigerung  überbordet hat. Man kann eine Krise nicht mit den Mitteln heilen, die  für die Entstehung derselben verantwortlich sind! <span id="more-1762"></span>Wir müssen vielmehr  eine auf die Dauer stabilere Wirtschaft anstreben, mit dem dreifachen  Ziel,</p>
<p>·        die Ausuferung des  Wirtschaftswachstums in Spekulations- und Wirtschaftskrisen zu  verhindern,</p>
<p>·        einen sparsameren  Ressourcenverbrauch und einen schonenderen Umgang mit der Umwelt zu  ermöglichen,</p>
<p>·        die menschlichen  Werte, die durch die zunehmende exzessive Ausrichtung auf die  Monetarisierung aller gesellschaftlichen Beziehungen bedroht sind,             wieder stärker zur Geltung zu bringen.</p>
<p>Um diese Ziele zu erreichen, bedarf es  der Mäßigung. &#8220;Vorwärts zur Mäßigung&#8221; ist daher die Devise, die in  Zukunft maßgebend sein muss. Vorwärts zur Mäßigung heißt mehr als nur  langsamer voranzuschreiten. Es heißt, Perspektiven zu gewinnen für eine  nachhaltige Wirtschaftsweise, in der das rechte Maß gefunden und eine  Balance hergestellt wird zwischen einem weiteren             Wachstum des Sozialprodukts und den drei genannten Zielen.</p>
<p>Notwendig ist jedenfalls eine Reform des  Geldsystems Eine Grundlage dafür könnte der Vorschlag des 100%-Geldes  von Irving Fisher (1867 &#8211; 1947) sein, dem  bedeutendsten  amerikanischen Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Gemäß seines Vorschlags  erhält die Zentralbank das ausschließliche Recht zur Geldschöpfung,  indem die Banken verpflichtet werden, die             Sichtguthaben auf den Girokonten, die das Publikum bei den  Banken unterhält, also das sog. Buchgeld, zu 100% durch  Zentralbankguthaben bzw. Banknoten zu decken. Die Zentralbank erhält auf  diese Weise die Möglichkeit, das Ausmaß der Geldschöpfung aktiv &#8211; und  nicht nur reaktiv &#8211; mit dem Blick auf die drei genannten Zielsetzungen  so zu bestimmen, dass in Zusammenhang mit allfälligen weiteren Reformen  krisenhafte Entwicklungen und Kollateralschäden des Wachstums von  vornherein             vermieden werden.</p>
<p>(Irving Fisher, 100%-Geld, Kiel 2007)</p>
<p><em>zuerst erschienen auf www.denkwerkzukunft.de. Hans Christoph Binswanger ist  emeritierter Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität St.  Gallen und wirkt im Denkwerk Zukunft  mit. </em></p>
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