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	<title>starke-meinungen.de &#187; Karsai</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Der liebe Talib</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 22:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Böhme</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[In Afghanistan wird gestorben. Täglich, vielfach und das schon seit Jahren. Durch todbringende Gewalt. Der Krieg fordert seine Opfer. Einfache Frauen, Kinder, Männer sind es und Soldaten der westlichen Alliierten. Hier ein Luftangriff, dort eine Sprengfalle. Und kein Ende des Grauens in Sicht. Wer sehnte sich da nicht nach Frieden? [Weiterlesen...] Auch Hamid Karsai tut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Afghanistan wird gestorben. Täglich, vielfach und das schon seit Jahren. Durch todbringende Gewalt. Der Krieg fordert seine Opfer. Einfache Frauen, Kinder, Männer sind es und Soldaten der westlichen Alliierten. Hier ein Luftangriff, dort eine Sprengfalle.</p>
<p>Und kein Ende des Grauens in Sicht. Wer sehnte sich da nicht nach Frieden? <span id="more-1746"></span>[Weiterlesen...] Auch Hamid Karsai tut das. Und als Staatschef eines geschundenen Landes ist es seine wichtigste Aufgabe, nichts unversucht zu lassen, um dieses Ziel so rasch wie möglich zu erreichen. Mit viel Geld und ein paar guten Worten will der Paschtune Taliban-Kämpfer davon überzeugen, dass es sich lohnt, die Waffen niederzulegen. Also macht Karsai den Islamisten immer wieder Angebote.</p>
<p>Das jüngste wird den Taliban besonders gefallen haben: Der Präsident will sich dafür einsetzen, dass die Namen vieler Aufständischer von der UN-Terrorliste gestrichen werden. Im Namen der Aussöhnung. Und mit Unterstützung des deutschen Außenministers. Guido Westerwelle befürwortet nämlich die Reintegration von &#8220;Mitläufern&#8221;.</p>
<p>Das Problem ist nur: Die Taliban und ihre Anführer kümmert es herzlich wenig, ob sie als Terroristen gelten oder nicht. Sie sind von ihrer Mission überzeugt. Und die heißt &#8220;Rückkehr an die Macht&#8221;, mit allen Mitteln. Aus Afghanistan soll wieder ein Land werden, in dem allein die Scharia Maßstäbe setzt. Das ist der Kern ihres religiös fundierten Weltbildes.</p>
<p>Und das bringt man nicht ins Wanken, indem man einige Namen von irgendwelchen Listen streicht. Taliban sind Überzeugungstäter mit einer unumstößlichen Ideologie, für die sie jederzeit bereit sind zu sterben. Aber es gäbe doch auch gemäßigte Kräfte, heißt es immer wieder. Ja, die gibt es – in der Fantasie einiger selbst ernannter Experten.</p>
<p>Ihnen sei ein Gespräch mit einem angeblich moderaten &#8220;guten&#8221; Talib im Magazin Cicero zur Lektüre empfohlen. Mullah Abdul Salam Zaeef sagt dort unmissverständlich: &#8221; Wir alle sind dieselben Taliban, es gibt keine gemäßigten und keine radikalen.&#8221;   In die Kategorie Wunschdenken gehört auch die Vorstellung, die afghanische Regierung werde ab 2014, nach dem angekündigten vollständigen Abzug der internationalen Schutztruppe, selbst für Sicherheit sorgen können.</p>
<p>Denn es werden allenfalls ein paar Monate vergehen, bis die &#8220;Black-Turbans&#8221; im ganzen Land wieder ihr Schreckensregiment errichtet haben. Schon heute können die Islamisten im Grunde tun und lassen, was ihnen beliebt. Die Bärtigen wissen um ihre eigene Stärke und die Schwäche der Gegner. Und die äußert sich auch in dem Wunsch der Alliierten, lieber gestern als heute das Weite zu suchen.</p>
<p>Die Taliban brauchen also einfach nur abwarten, bis sich die ausländischen Soldaten aus dem afghanischen Staub machen. Dann sind sie wieder die Herren in einem Land ohne &#8220;Westimporte&#8221; wie Demokratie und Frauenrechte. Und das mühsam eroberte kleine Stückchen Freiheit am Hindukusch gehört der Vergangenheit an.</p>
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		<title>Zu Guttenberg, das K-Wort und die nun notwendige Debatte</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 08:49:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Friedman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Michel Friedman]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutschland befindet sich in Afghanistan in einem Kriegseinsatz. Tausende von Soldaten wussten das schon lange, Millionen von Bürger sowieso. Nur die Politik wollte nach dem Drei-Affen-Prinzip nichts davon hören, nichts davon sehen, nichts davon wissen. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef  Jung wollte das Volk verblöden, indem er sprachsemantische Pirouetten schlugm um uns ja nicht reinen Wein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutschland befindet sich in Afghanistan in einem Kriegseinsatz. Tausende von Soldaten wussten das schon lange, Millionen von Bürger sowieso. Nur die Politik wollte nach dem Drei-Affen-Prinzip nichts davon hören, nichts davon sehen, nichts davon wissen. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef  Jung wollte das Volk verblöden, indem er sprachsemantische Pirouetten schlugm um uns ja nicht reinen Wein einzuscheinen. Er merkte gar nicht dabei, dass er mit dieser Taktik sich selbst verblödete.</p>
<p>Nun endlich &#8211; während die Demokratie in Kabul durch einen koruppten, geschwächten Pseudo-Präsidenten Karsai in Gefahr ist &#8211; spricht der neue Verteidigungsminister zu Guttenberg endlich das K-Wort aus. Das hat Folgen. <span id="more-489"></span>Wir müssen noch ernster, kritischer und nachdenklicher über den Sinn oder Unsinn dieses Kriegseinsatzes diskutieren.</p>
<p>Auch die grundsätzliche Frage, ob Kriegseinsätze zur Befriedung und Demokratisierung anderer Länder in dieser Welt Sinn machen, muss streitig debattiert werden. Unsere scheinbare Hilfslosigkeit gegenüber dem aggressiven, verbrecherischen Terrorismus muss in tragbare Konzepte des 21. Jahrhunderts übersetzt werden.</p>
<p>Dazu gehört die konsequente, weltweite Ächtung von Staaten, die diesen Terrorismus finanziell und logistisch unterstützen. Unabhängig von unseren Wirtschaftsinteressen! Mit der ehrlichen Beschreibung zu Guttenbergs, dass Afghanistan Krieg bedeutet, ist ein neues Kapitel der Verteidigungsdoktrin Deutschlands beschrieben. Wir sollten uns intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Immerhin geht es um Leben und Tod.</p>
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