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	<title>starke-meinungen.de &#187; Elite</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Der letzte Klassenkampf</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 23:41:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alan Posener</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alan Posener]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgertum]]></category>
		<category><![CDATA[Elite]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Kampf um das Gymnasium ist ein Klassenkampf. Ein Kampf derjenigen, die haben, gegen diejenigen, die nicht haben. Ein typisch deutscher Kampf, nämlich ein Kampf um Besitzstandswahrung. So wie die Gewerkschaften die Arbeitsplatzbesitzer gegen diejenigen verteidigen, die keinen Arbeitsplatz haben, so verteidigt der Philologenverband die unverdienten Privilegien der Gymnasiallehrer, so verteidigen bürgerliche Eltern die unverdienten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kampf um das Gymnasium ist ein  Klassenkampf. Ein Kampf derjenigen, die haben, gegen diejenigen, die nicht haben. Ein typisch  deutscher Kampf, nämlich ein Kampf um Besitzstandswahrung.</p>
<p>So wie die  Gewerkschaften die Arbeitsplatzbesitzer gegen diejenigen verteidigen, die keinen  Arbeitsplatz haben, so verteidigt der Philologenverband die unverdienten Privilegien der Gymnasiallehrer, so verteidigen bürgerliche Eltern die unverdienten  Privilegien ihrer Kinder. Dass dies mit sozialen Phrasen garniert wird, ändert  nichts am Sachverhalt.<span id="more-1729"></span></p>
<p>Um es vorwegzunehmen: ich habe nichts  dagegen, dass Eltern ihre Kinder auf Gymnasien schicken. Das haben meine Frau und ich auch  getan. Ich habe etwas dagegen, dass die Allgemeinheit für diese privilegierte Ausbildung bezahlt. Wir haben unsere Tochter auf eine Privatschule  geschickt, und obwohl ich damals als freier Schriftsteller keineswegs viel Geld  verdiente, war es uns recht, dass eben Fernreisen und ein neues Auto nicht drin  waren. So wie wir dachten übrigens auch viele Eltern, die keineswegs dem  herkömmlichen Bild des Bürgerlichen entsprachen, und so kam unsere Tochter auf ihrer Privatschule mit Leuten zusammen, denen sie auf ihrer städtischen  Grundschule und dem städtischen Gymnasium im bürgerlichen Bezirk Zehlendorf nie  zusammengekommen wäre. Auch das war uns recht. (Sie kam auch mit einer Reihe von Lehrern  und Lehrerinnen zusammen, die ich von meiner kommunistischen Zeit her  kannte. An den städtischen Schulen hatten sie Berufsverbot bekommen, aber die  Evangelische Kirche als Arbeitgeberin war in dieser Hinsicht nicht so streng, wie  übrigens auch die Katholische. Man musste nur getauft sein und fachlich gut. Als  ich 1977 Berufsverbot hatte, bewarb ich mich am Canisius-Kolleg. Dass ich  Kommunist gewesen war, störte die Fratres nicht. Dass ich Anglikaner war  allerdings dann doch. Das sah ich ein.)</p>
<p>Das Bürgertum jammert, wenn ihre Kinder  länger mit anderen Kindern zusammen lernen sollen: das hindere die lernwilligen Kleinen an  der Leistung! Das Bürgertum jammert, wenn das Gymnasium um ein Jahr verkürzt  wird: das bedeute die Unterwerfung der Kindheit unter das Leistungsprinzip!  Jeder Lehrer kennt aus seiner Sprechstunde diesen Widerspruch: die Eltern  drängen so lange auf Leistung und Strenge, bis sich zeigt, dass gerade ihr Kind  nicht damit zurande kommt. Dann schalten sie sofort um und reden dem  Humboldt’schen Bildungsideal und der Persönlichkeitsentwicklung das Wort. An diesem Widerspruch sieht man, worum es dem Bürgertum geht: möglichst früh ihre  Kinder von den Schmuddelkindern trennen und auf eine Schule bringen, wo sie  ohne allzu große Anstrengung die Berechtigung erhalten, sich weitere sechs Jahre  auf Staatskosten ausbilden zu lassen, damit sie Rechtsanwälte, Ärzte, Professoren und so  weiter werden können – oder eben Landtags- und Bundestagsabgeordnete, die weiterhin dafür sorgen, dass die Allgemeinheit das „gegliederte“ Schulwesen, sprich gute Schulen für die da oben, schlechte Schulen für  die da unten, erhält und bezahlt.</p>
<p>Die Gymnasiallehrerverbände jammern, wenn  sie andere Kinder als die bürgerlichen unterrichten sollen. „Die bringen von zuhause  nichts mit.“ Hat doch ein Gymnasiallehrer dafür, dass er die Problemkinder seinen Kollegen und Kolleginnen in den Gesamt- und Hauptschulen  überlässt, ein kleineres Stundendeputat, dafür aber wiederum eine bessere Bezahlung. Würden die Gymnasiallehrer auch das leisten müssen, was Grundschullehrer, Hauptschullehrer, Gesamtschullehrer leisten, man würde sich ja fragen,  warum sie denn dafür besser bezahlt werden.</p>
<p>Es gebe verschiedene Begabungen, heißt es,  darum müsse es verschiedene Schulen geben. Nur, warum es gerade drei verschiedene  Schultypen geben soll, die der wilhelminischen Schichtung der Gesellschaft in  Arbeiter, Angestellte und Akademiker entspricht, das will einem nicht einleuchten.  Manche Leute lernen halt langsamer, heißt es. Sicher. Warum müssen die dann  auch noch kürzer zur Schule gehen? Manche bringen eben von zuhause nichts mit.  Genau. Dann muss doch die Schule möglichst lange für sie sorgen und sie nicht  möglichst schnell  entsorgen. Für manche ist eine Lehre besser, sagt man. Möglich.  Warum will dann kein Land unser „duales System“ nachahmen? Und warum werden dann die besten Lehrstellen mit Abiturienten besetzt?</p>
<p>Die Einheitsschule sei ein sozialistisches Gleichmacherprogramm, heißt es. Ach ja? In einer bürgerlichen Demokratie  wie den USA gibt es seit jeher eine High School für alle, und da rufen nicht  alle Privilegierten, das sei Sozialismus. Wer partout sein Kind auf eine  andere Schule schicken will, bezahlt dafür extra.</p>
<p>Die Gesellschaft brauche eine Elite, heißt  es. Mag sein. Wer das Gymnasium kennt, weiß, dass dort jedenfalls keine Elite ausgebildet  wird. Im Übrigen kennen wir eine Gesellschaft, wo sich die Elite aus besonderen  Schulen selbst rekrutiert: Frankreich. Ist diese unbewegliche, korrupte und eingebildete Führungsschicht ein Vorbild für Deutschland?</p>
<p>Es ist nicht Aufgabe des demokratischen  Staats, die Privilegien der Elite zu erhalten. Das soll die Elite gefälligst selbst tun. Aufgabe  des Staats ist es, diejenigen zu fördern, die eben nicht zur Elite gehören;  immer wieder dafür zu sorgen, dass das Spielfeld begradigt wird, wie die  Engländer sagen, damit die da unten nicht ständig bergauf laufen müssen, wenn sie  gegen die da oben konkurrieren. Nachweislich gelingt diese Begradigung in  Deutschland am schlechtesten von allen vergleichbaren Industrienationen, Frankreich  sogar eingeschlossen. In dieser Hinsicht ist Deutschland noch kein  demokratischer Staat.</p>
<p>Was wir brauchen, ist eine staatlich  garantierte, erstklassige zwölfjährige Ganztagsschule für alle. Was wir brauchen, ist  die Ausschöpfung aller Bildungsreserven. Was wir brauchen, ist die  Erkenntnis, dass wer hier eingewandert ist, wahrscheinlich was auf dem Kasten hat, wenn  auch nicht das, was die saturierte Mittelschicht hier erwartet. Was wir  brauchen, ist die Bezahlung der Lehrer und Lehrerinnen nach Leistung. Und das  heißt, dass gute Grundschullehrerinnen mehr Geld bekommen und weniger Stunden geben  sollten als unfähige, ja selbst als fähige Studienräte. Was wir brauchen, ist  eine Schule, die durchlässig ist für Schüler und Lehrer, so dass der  Gymnasiallehrer begreift, was in der Grundschule gelehrt wird und die Grundschullehrerin  sich weiterbilden muss, um ältere Kids zu unterrichten. Was wir brauchen, ist  viel mehr Privatschulen mit eigenständigen Profilen, ob die nun dem  herkömmlichen „Gymnasium“ entsprechen oder was auch immer. Was wir vor allem brauchen, ist ein  System von Bildungsgutscheinen, die es Unterschichteltern ermöglicht, die beste  Schule für ihr Kind auszusuchen: staatlich oder privat; handwerklich oder  akademisch orientiert, streng oder reformpädagogisch; religiös oder weltlich. Was wir brauchen,  ist Wettbewerb der Schulen untereinander um die besten Schüler – und  Wettbewerb um die Frage, was die „besten“ Schüler sind.</p>
<p>Was wir nicht brauchen, sind  Landeskultusministerien, die alle paar Jahre „ihren“ Schulen ein neues Korsett verpassen. Gebt den Schulen die Freiheit!</p>
<p>Was wir nicht brauchen, ist die Zementierung  von Verhältnissen, die ihrerseits die Ungerechtigkeit zementieren. Gebt den  Kindern eine Chance!</p>
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		<title>Wer regiert? Nach dem „Kapitalismus auf Pump“ ist starke Politik gefragt</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Dec 2009 05:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Dettling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Dettling]]></category>
		<category><![CDATA[Alfred Herrhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
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		<category><![CDATA[Staatsverschuldung]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ich glaube an die Deutsche Bank, denn die zahlt aus in bar“. Die Zeile aus einem Song von Marius Müller-Westernhagen aus den 80er Jahren gibt einen Stimmungstrend wider, der fast dreißig Jahre angehalten hat. Zehntausende junge Abiturienten und Akademiker zog es in diesen Jahren in den Finanzsektor. „Aus Geld Geld machen“ war das Lebensziel einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { color: #0000ff } --></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">„Ich glaube an die Deutsche Bank, denn die zahlt aus in bar“. Die Zeile aus einem Song von Marius Müller-Westernhagen aus den 80er Jahren gibt einen Stimmungstrend wider, der fast dreißig Jahre angehalten hat. Zehntausende junge Abiturienten und Akademiker zog es in diesen Jahren in den Finanzsektor.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">„Aus Geld Geld machen“ war das Lebensziel einer ganzen Epoche, welche der Soziologe Ralf Dahrendorf in einem fulminanten Essay kurz vor seinem Tod in diesem Jahr als „Kapitalismus auf Pump“ beschrieb.<span id="more-677"></span> Seine Parole hieß „Enjoy now, pay later!“ Die Grundannahme dieser Ideologie: Irgendjemand da draußen würde schon die Zeche zahlen. Heute, nach dem Crash vor einem Jahr, wissen wir, dass damit die Verbraucher und Steuerzahler, der durchschnittliche Bürger, gemeint ist.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Wir haben gelernt, dass Banken „systemisch“ sind. Der Bankrott einer großen Bank reißt Millionen mit in den Abgrund. Essentielle Voraussetzung eines jeden Systems ist jedoch Vertrauen. Auch Banken brauchen ein Klima des Vertrauens. Sonst geben sie keine Kredite. Und genau dies ist heute das Problem. Das Vertrauen zwischen Banken, Unternehmen und Verbrauchern ist grundlegend und nachhaltig gestört. Wer ist in der Lage es wieder herzustellen? Allein die Politik. Nur sie ist in der Lage Mentalitäten nachhaltig zu verändern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Die grundlegende Frage ist, wie das kurzatmige Denken in Wirtschaft und Gesellschaft wenn nicht gestoppt, so doch wenigstens korrigiert werden kann. Dazu muss sich die Politik zunächst selbst von einem kurzfristigen Denken verabschieden und ein neues Verhältnis zur Zeit entwickeln.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Die „Schuldenbremse“, die ab 2016 in Bund und Ländern die tickende Zeitbombe der Staatsverschuldung in Griff bekommen soll, wird dabei wie ein Katalysator wirken. Vorher jedoch müssen rasche reale und auch symbolische Maßnahmen greifen. Real: Die öffentlichen und privaten Banken müssen an den Folgen ihres Missmanagements beteiligt werden, etwa durch eine solidarische Bankensteuer.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Die Verluste allein den Steuerzahler zu überlassen, verstößt gegen das Verursacherprinzip und zerstört weiter Vertrauen. Symbolisch: Gehälter und Boni-Zahlungen sind „systemisch“ zu begrenzen. Die Zahlung von horrend klingenden Vergütungen kann nicht mehr durch einen Hinweis auf die mögliche Flucht der Banker zur Konkurrenz begründet werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Die Flucht dieser Elite ist längst im Gange. Der Mainstream gleicht heute einem ihrer Produkte: sie sind zu einem „Derivat“, einem Abbild ihrer selbst geworden. Aus dem Geld, das ihnen nicht gehörte, Geld machen, hinter dem keine realen Werte steckte und das sie selbst zu Superreichen beförderte war das Credo dieses Spekulationskapitalismus.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Wenig spricht dafür, dass das Finanzsystem begriffen und Lehren gezogen hat. Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, behauptete erst letzte Woche, ironischerweise auf einer Veranstaltung zum 20. Todestag Alfred Herrhausens, dem früheren Vorstandssprecher der Bank, dass in einer marktwirtschaftlichen Ordnung Renditeziele weder im gesellschaftlichen Konsens noch von der Führung eines Unternehmens festgelegt würden, sondern vom Markt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Das genau ist das Problem. Ist der Staat der Ausfallbürge dieser Ordnung oder steht er nicht vielmehr über ihr als Garant des Gemeinwohls? Sind die Banken das System und der Staat und seine demokratische Ordnung Systemausputzer? Gegen eine solche Denke hilft ein ordentliches Haftungsrecht. Wer irrt und fehlt, muss für die Folgen einstehen oder sich dagegen versichern.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Auf einer Veranstaltung, die kurz vor dem Auftritt von Josef Ackermann stattfand, bekam der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück Ovationen von seinem Publikum, darunter viele Banker, für die These, dass die Finanzmarktkrise ein Elitenversagen und die größte Bedrohung des Systems maßlose Banker seien. Einlader und Gastgeber war diesmal die Alfred Herrhausen Gesellschaft selbst.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Ackermann, der auch hier auftrat, erwähnte den sozialverantwortlichen und engagierten Bankmanager, der von RAF-Terroristen ermordet wurde, mit keinem Wort. Abbilder brauchen keine Vorbilder. Derivate keine Demokratien. Brauchen wir solche Banken?</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;line-height: 150%">Der Autor leitet den think tank berlinpolis (<span style="color: #0000ff"><span style="text-decoration: underline"><a href="http://www.berlinpolis.de/">www.berlinpolis.de</a></span></span>)</p>
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		<title>Betrug bei der zweitschönsten Nebensache der Welt &#8211; wie Fußball Auftsteigerträume verrät</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 09:02:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michel Friedman</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Schande! Das ist sie wieder, die häßliche Fratze der Gier, der Selbstbereicherung, des Betrugs auf Kosten anderer. Wie die unersättlichen Banker ihre naiven treuen Kunden ausgenutzt haben, sind jetzt Millionen Fans von korrupten Spielern, Schiedsrichtern und organisierten Kriminellen weltweit um die zweitschönste Nebensache der Welt betrogen worden. Fußball. Kinder und Jugendliche in der ganzen Welt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schande! Das ist sie wieder, die häßliche Fratze der Gier, der Selbstbereicherung, des Betrugs auf Kosten anderer. Wie die unersättlichen Banker ihre naiven treuen Kunden ausgenutzt haben, sind jetzt Millionen Fans von korrupten Spielern, Schiedsrichtern und organisierten Kriminellen weltweit um die zweitschönste Nebensache der Welt betrogen worden. Fußball.</p>
<p>Kinder und Jugendliche in der ganzen Welt haben einen Aufsteigertraum. Fußballer zu werden. Vorbild zu sein. Oft ist es für viele die große Chance, von unten nach oben zu kommen. Aber am meisten beeindruckt sie das Können und das Wollen der Sportler. Fairness und Leistung.</p>
<p>Verarscht, kann man da nur schreiben. <span id="more-582"></span>Eine Gesellschaft, in der mehr und mehr Rücksichtslosigkeit, Egoismus, Oberflächlichkeit und Geld als die einzige Währung des Erfolges herauskristallisiert, betrügt. Sie betrügt sich selbst und wird um das wichtigste betrogen, was Menschen haben. Nämlich Wahrhaftigkeit. Und einen Wettbewerb der Besten als Anreiz für die nächsten Generationen.</p>
<p>Vorbilder? Das scheint gestern gewesen zu sein. Die heutigen Vorbilder sind Luftnummern. Gierig und inhaltsentleert. Die Eliten der Gesellschaft auch in der Politik, in der Wirtschaft und nun endgültig im Sport werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Und dann wundern wir uns, wenn Teile unserer Jugend verwahrlosen.</p>
<p>Gerade bei denen, die wenig haben; gerade bei den Jugendlichen, die aufwachsen, ohne dass die Erwachsenen um sich kümmern; gerade bei denen haben Sportler das höchste Ansehen. Wieder einmal ist dieses Ansehen verspielt worden.</p>
<p>Schande!</p>
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