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	<title>starke-meinungen.de &#187; Demonstrationen</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Freiheit, die sie meinen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Jan 2011 14:24:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Böhme</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Böhme]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
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		<description><![CDATA[Schlagstöcke, Tränengas, Gummigeschosse und willkürliche Festnahmen &#8211; das ist die eine Seite. Die der ägyptischen Staatsmacht. Sie setzt auf Brutalität, nimmt sogar Tote billigend in kauf. Hauptsache, es herrscht Ruhe im Land. Was es auch kosten mag. Mutige Demonstranten, »Weg-mit-Mubarak«-Rufe, Tage des Zorns, Kommunikation über Twitter und Facebook &#8211; das ist die andere Seite. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schlagstöcke, Tränengas, Gummigeschosse und willkürliche Festnahmen &#8211; das ist die eine Seite. Die der ägyptischen Staatsmacht. Sie setzt auf Brutalität, nimmt sogar Tote billigend in kauf. Hauptsache, es herrscht Ruhe im Land. Was es auch kosten mag.</p>
<p>Mutige Demonstranten, »Weg-mit-Mubarak«-Rufe, Tage des Zorns, Kommunikation über Twitter und Facebook &#8211; das ist die andere Seite. Die der aufgebrachten Bürger, des Volkes. Menschen, deren Kampf von der Hoffnung auf Brot und Freiheit getragen wird. Sie haben Armut, Arbeitslosigkeit und Bevormundung satt, wollen endlich ein selbstbestimmtes Leben führen. Und deshalb proben sie den Aufstand.</p>
<p>Algerien, Jordanien, Libanon und Jemen, vielleicht auch bald Syrien, Libyen und Marokko &#8211; nach dem Vorbild Tunesiens breiten sich die Proteste gegen die Langzeit-Potentaten von eigenen Gnaden aus. Die arabische Welt taumelt. <span id="more-2375"></span>Aber in welche Richtung, das ist noch völlig unklar. Ziehen die Regime noch einmal ihren Kopf aus der Schlinge? Werden sie bald hinweggefegt und vielerorts durch islamische oder gar islamistische Regierungen ersetzt? Oder folgt der Pharaonendämmerung ein demokratische Aufbruch? Keiner weiß das sicher vorauszusagen. Zu unterschiedlich sind die Staaten am südlichen Mittelmeer, zu unüberschaubar die politische Lage, zu heterogen die jeweiligen Gesellschaften.</p>
<p>Doch es gibt zweierlei, was die Demonstranten von Tunis bis Amman zu verbinden scheint: Sehnsucht nach persönlicher Freiheit und Hoffnung auf ein besseres Leben. Von beidem sind die Menschen noch meilenweit entfernt. Doch sie haben ein Ziel vor Augen. Und das Rad der Geschichte lässt sich nicht so ohne Weiteres zurückdrehen. Die Repression der Unterdrücker, sie wird nach den Ereignissen der vergangenen Tage auf Dauer als Herrschaftsmittel nicht mehr funktionieren.</p>
<p>Allerdings sollten wir uns hier im beschaulichen Westen keinen Wunschträumen hingeben. Ob bald überall Demokratien nach hiesigen Vorstellungen die Autokratien arabischer Prägung ablösen werden, ist im besten Fall fraglich. Dieses Modell politischer Mitbestimmung konnte bislang keinerlei Verankerung in den Köpfen und Herzen der Menschen finden. Was auch dem Versagen, ja Unwillen Europas und der USA geschuldet ist, aus der Demokratie einen Exportschlager zu machen.</p>
<p>Im Gegenteil. Die Regierungen haben sich über Jahre hinweg richtig Mühe gegeben, die arabischen Herrscher zu hegen und zu pflegen. Hauptsache weder Terror noch Islamisten. Diesem Wunsch wurde fast alles geopfert, sogar die Freiheit der Tunesier, Ägypter und Jordanier. Selbst jetzt, da sie versuchen, sich Freiheit zu nehmen, mangelt es im Westen in kläglicher Weise an Mut machenden Signalen, geschweige denn nennenswerten Reaktionen auf die von der Staatsmacht ausgeübte Gewalt.</p>
<p>Und so haben sich die Menschen in den Häusern und auf den Straßen einen anderen Verbündeten gesucht: das Internet. Das Netz verheißt zumindest ein bisschen unkontrollierbare Selbstbestimmung. Die Regime stehen still, wenn dein starker Twitterarm es will. Das ist immerhin schon mal ein Anfang.</p>
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		<title>Endlich, junge Leute gehen wieder auf der Strasse</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 23:40:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Bärbel Schäfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Bärbel Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna-Reform]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstrationen]]></category>
		<category><![CDATA[Föderalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal nicht für einen Rave, public viewing beim Fussball-Sommermärchen, oder den örtlichen Christopher Street Day. Schüler und Studenten engagieren sich wieder, bildungspolitisch, für sich und ihre Interessen, wunderbar. Null Bock auf Bachelor und Bologna-Reform. Null Bock auf überfüllte Klassen und überaltertes Lehrerkollegium. Jugendliche können mit Heuchelei und Sonntagsreden wenig anfangen. Politiker werden  Land auf, Land [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal nicht für einen Rave, public viewing beim Fussball-Sommermärchen, oder den örtlichen Christopher Street Day. Schüler und Studenten engagieren sich wieder, bildungspolitisch, für sich und ihre Interessen, wunderbar.</p>
<p>Null Bock auf Bachelor und Bologna-Reform.</p>
<p>Null Bock auf überfüllte Klassen und überaltertes Lehrerkollegium.</p>
<p>Jugendliche können mit Heuchelei und Sonntagsreden wenig anfangen. Politiker werden  Land auf, Land ab nicht müde der jungen Generation zu beteuern: wie wichtig sie für die Zukunft unseres Landes sind, dass Bildung höchste Priorität  besitzt und die gut ausgebildeten Jugendlichen die Zukunft Deutschland bedeuten. Sonntagsreden eben.<span id="more-616"></span></p>
<p>Von Montag bis Freitag erleben die Schüler und Studenten eine andere Realität in den Hörsälen und Klassenzimmern. Von G8 genervte und frustrierte Klassenlehrer, ein hohes Lernpensum. Verschulung des Studiums, ebenso wenig Durchlässigkeit im Schulsystem und die hohen Studiengebühren, um nur einige Stichworte zu nennen.</p>
<p>Unerklärlich ist dieser Zustand erst recht, wenn man weiß,  daß die Bildungausgaben in Deutschland angeblich so hoch sind und das Ergebnis dabei so niedrig.</p>
<p>So wichtig der Föderalismus ist, so katastrophal wirkt er sich in der Bildung aus. Die Kultusministerkonferenz muss einstimmig in Bildungsfragen beschließen, dass ist ein echter Hemmschuh für Reformen. Reformen sind aber dringend nötig. Um international mithalten zu können, das Niveau anzuheben und um wettbewerbsfähig auf dem Arbeitsmarkt zu sein. Das jedes Bundesland seine eigene Schulpolitik hat, ist eine Katastrophe. Das Ergebnis oft Einstimmigkeit auf dem niedrigsten Niveau.</p>
<p>Schüler und Studenten geht weiter auf die Straße. Politisiert euch.  Nutzt die Kraft, die in Euch steckt, für Veränderungen. Geht uns alten Säcken auf den Keks. Weckt uns auf!</p>
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