Artikel-Schlagworte: „Bundespräsident“

avatar 24. Dezember 2010 - 14:47
Von: Margaret Heckel

Wenn es weihnachtet bei Wulff …

Ok, ok, es ist kitschig: Der Bundespräsident lädt verdiente Bürger und Bürgerinnen ein, Kinder sitzen auf dem Teppich im Schloss Bellevue in Berlin, die Kamera zeigt ergriffene Gesichter. Dennoch: Was sich Christian Wulff für seine erste Weihnachtsansprache ausgedacht hat, lohnt fast schon wieder, sich dieses abgestandene Ritual im Fernsehen doch anzusehen. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 10. Oktober 2010 - 17:40
Von: Klaus Kocks

Wessen Staatsoberhaupt?

Fußball interessiert mich nicht. Ich habe von Sport keine Ahnung. Und Fan-Kulturen sind mir völlig fremd. Es hat mich zwar mal eine Edelfeder in einem Zeitungskommentar „Hooligan“ genannt, aber das war wohl nicht wegen meines Sportsgeistes, sondern wegen meiner schlechten Manieren.

Ich stehe fassungslos vor Menschen, die sich darüber unterhalten, ob sie für die Borussen sind oder für die Bayern und das für ein Thema halten. Mich ergreift nicht mal Hochgefühl, wenn, knister-knaster, Deutschland gegen England spielt. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 30. August 2010 - 00:08
Von: Klaus Kocks

Man sieht nur mit den Augen gut

Der berühmte Kleine Prinz, der Lieblingsroman aller Realschüler, sagt, dass man nur mit dem Herzen gut sehe. Das ist natürlich einfach sozialromantischer Kitsch. Und bestimmt das Lieblingsbuch von Christian Wulff aus Hannover.

Alles Quatsch: Man sieht nur mit den Augen gut. Allerdings ist man auch gut beraten, ihnen zu trauen und die Wahrnehmung nicht durch Sprüche  überlagern zu lassen. Der Kaisers neue Kleider nimmt man wahr, wenn man sich die Ohren vor der majestätischen Propaganda verschließt und seinen Augen traut. Ich habe in Hannover diesen Freund, der gehörlos ist, ein Tauber, so hätte man das früher gesagt. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 1. August 2010 - 15:42
Von: Klaus Kocks

Unser Staatsoberhaupt – ein kleiner Spießer?

Christian Wulff ist Amtsträger. Die Bundesversammlung hat ihn zum Ersten Mann im Staate gewählt, ein Amt, von dem wir Würde erwarten und sehr Grundsätzliches, etwa die Wahrung der Grundfesten der Demokratie.

Sein Amt hat er angetreten mit einer Fete und einem Urlaub. Man darf sich die Augen reiben. Wer in der Wirtschaft eine neue Aufgabe übernehmen soll und erst mal nach Malle fährt, überlebt in aller Regel nicht die Probezeit. Aber die Patchwork-Familie des Herrn Wulff hatte den Urlaub schon gebucht, lesen wir. Wenn die Mama schon die Koffer gepackt hat, kann der Papa nicht einfach ins Büro, nur weil er in einer neuen Firma ist. Urlaub geht vor. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 24. Juni 2010 - 00:50
Von: Gastautor

Wulff ist der bessere Kandidat

Von Alexander Görlach, Herausgeber und Chefredakteur “The European”:

Es gibt schlagende Argumente, warum Christian Wulff der bessere Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten ist. Drei Themenfelder werden die Agenda der kommenden Jahre maßgeblich bestimmen: Demografie, Generationengerechtigkeit und Integration. Auf allen drei Feldern kann Christian Wulff brillieren, gerade wegen seines – im Vergleich zum Mitbewerber – jungen Lebensalters, gerade wegen seiner – im Gegensatz zum Mitbewerber – Fähigkeit, zuzuhören. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 18. Juni 2010 - 00:52
Von: Daniel Dettling

Wir Deserteure: Die politisch-mediale Elite flüchtet aus der Verantwortung

Der Deserteur genießt in Deutschland hohes Ansehen. Wer als deutscher Soldat im 2. Weltkrieg fahnenflüchtig wurde, besitzt heute Heldenstatus. Einen solchen Status hat diese Woche auch der aus seinem Amt geflüchtete Bundespräsident Köhler errungen, zumindest aus seiner Sicht.

Der „Zapfenstreich“ der Bundeswehr parodiert einen staatspolitisch einmaligen Vorgang. Wo jeder Arbeitnehmer im Lande jegliche Lohnfortzahlungsansprüche bei Selbstkündigung verliert, bezieht der Bundespräsident bis an sein Lebensende runde 200.000 Euro jährlich. Desertieren lohnt sich in Deutschland. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 17. Juni 2010 - 07:57
Von: Rainer Burchardt

Von Geldmeistern und Weltmeistern – Das Unbehagen an der Politik

Ja, ja – alles wird gut. „Wir“ werden Weltmeister, Christian Wulff wird Bundespräsident und schwarz-grün-gelb die Fahne der Nation. Horror, horribilis –ein Albtraum kommt selten allein.

Dieses Schreckensszenario ist so absurd nicht. Wobei – Deutschland Fußballweltmeister? Warum eigentlich nicht? Ist doch sportlich, und nicht politisch, oder? Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 12. Juni 2010 - 00:51
Von: Alan Posener

Der Bundespräsident ist überflüssig. Das Amt gehört abgeschafft

In der ganzen Aufregung darüber, wer nun Bundespräsident werden soll (die „Zeit“ widmet dem Thema in der neuen Ausgabe gefühlte hundert Artikel ), stellt – so weit ich sehen kann – kein Kommentator die naheliegende Frage, nämlich: wozu brauchen wir überhaupt einen Bundespräsidenten?

Eigentlich kostet er nur Geld und bringt nichts. Ich schlage also vor, dass man im Zuge der nun notwendigen Sparmaßnahmen nicht nur die Wehrpflicht und die Kohleförderung, das Ehegattensplitting und die Kilometerpauschale abschafft, sondern mit diesen alten Zöpfen auch das verunglückte Amt des Bundespräsidenten. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 8. Juni 2010 - 22:32
Von: Rainer Burchardt

Links, dumm und dämlich – Spalten statt versöhnen

Es ist das alte Lied. Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr, oder Christian Wulff ins Bundespräsidialamt, als dass es ein geeintes linkes Lager gibt. Mit der Nominierung der Ex-Journalistin Lukrezia Jochimsen als Kandidatin für das 1. Amt im Staate hat die Partei „Die Linke“ sich zurück in die überwunden geglaubte Bedeutungslosigkeit katapultiert.

Das wäre weniger wichtig, wenn nicht gleichzeitig damit die Chancen des honorigen und auch für viele Schwarz-Gelbe wählbare Joachim Gauck schlagartig gesunken sind. Die Linke hat eine  Riesenchance vertan, ihre demokratische Reifeprüfung abzulegen. Diesen Beitrag weiterlesen »

avatar 8. Juni 2010 - 00:20
Von: Gastautor

Die gelbe Gefahr

Von Alexander Görlach, Herausgeber und Chefredakteur “The European”:

Christian Wulff ist ein guter Kandidat. Er ist ein sehr guter. Zum Verhängnis wird ihm, dass Joachim Gauck ein besserer Kandidat ist. Das Bessere ist bekanntlich des Guten Feind, und so tut der niedersächsische Ministerpräsident gut daran, zu betonen, dass er seine Wahl nicht für ausgemachte – im wahrsten Sinne des Wortes von den Parteien ausgemachte – Sache hält, sondern um die Stimmen derer, die ihn in der Bundesversammlung wählen sollen, werben möchte. Diesen Beitrag weiterlesen »