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	<title>starke-meinungen.de &#187; Atomkraftwerke</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Mutbürger statt German Angst</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 23:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Böhme</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Böhme]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerke]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir sind schon ein merkwürdiges Volk. Da taumelt Japan nach Erdbeben, Tsunami und atomarem Gau kurz vor dem Abgrund – und Deutschland hat nichts Besseres zu tun, als sich mit Jodtabletten und Geigerzähler einzudecken. Dabei sind es doch die Menschen im Fernen Osten, die tote Angehörige beweinen, ihre Häuser verloren haben und den radioaktiven Fallout [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sind schon ein merkwürdiges Volk. Da taumelt Japan nach Erdbeben, Tsunami und atomarem Gau kurz vor dem Abgrund – und Deutschland hat nichts Besseres zu tun, als sich mit Jodtabletten und Geigerzähler einzudecken.</p>
<p>Dabei sind es doch die Menschen im Fernen Osten, die tote Angehörige beweinen, ihre Häuser verloren haben und den radioaktiven Fallout fürchten müssen. Zwischen Not und Elend der Japaner und den hiesigem Wohlergehen liegen fast 9000 Kilometer und offenbar mehrere mentale Welten.</p>
<p>Die Kernfrage lautet also: Warum machen wir die Katastrophen anderer zu unseren eigenen? Warum kümmern wir uns lieber um uns selbst, anstatt um diejenigen, die es viel nötiger haben? Die Antwort ist einfach: German Angst. Jenes zumeist irrationale Gefühl, alles ginge den Bach runter.<span id="more-2524"></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Folgen sind fatal. Egal, was passiert, Horst und Gerda hyperventilieren zunächst einmal. Sogar, wenn es dazu gar keinen konkreten Anlass gibt. Kommt dann noch die Atomkraft ins Spiel, steigert sich das Ganze zu einer veritablen Hysterie, gepaart mit einer gehörigen Portion Aktionismus. Fassungslos, haltlos, perspektivlos, führungslos – so präsentiert sich Deutschland Mitte März 2011.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zugegeben: Kernenergie ist hochgefährlich, ein völlig unkalkulierbares Risiko. Auch ich bin ein erklärter Gegner der Atomkraft und finde, dass der Ausstieg längst überfällig ist. Da können Schwarz-Gelb und die Stromversorger-Lobby noch so viel über &#8220;größtmögliche&#8221; Sicherheit und &#8220;unvorstellbare&#8221; Kosten schwadronieren.</p>
<p>Abschalten bleibt – endlich erfüllt dieses Wort mal seinen Zweck – alternativlos. Doch auch, wenn jetzt ein paar Atomkraftwerke vorübergehend oder für immer vom Netz gehen, kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir noch eine ganze Zeit lang auf einige Meiler angewiesen bleiben.</p>
<p>Weil viel zu wenig Geld und Forschergeist in regenerative Energien investiert wurden. Ein Versäumnis, das das Atomzeitalter noch um einige Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte, verlängert. Das heißt, German Angst hat Bestand.</p>
<p>Aber womöglich ist es an der Zeit, nicht immer furchtsam und wie gelähmt in Richtung Zukunft zu blicken, sondern endlich mal selbstbewusst und kreativ. Mutbürger braucht es. Auch in der Atomdebatte. Denn das könnte dazu führen, den Ausstieg wesentlich schneller als heute vermutet zu bewerkstelligen. Dann müsste keiner mehr Jodtabletten und Geigerzähler in den heimischen vier Wänden stapeln. Wenn das keine strahlenden Aussichten sind.</p>
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		<title>Die Grünen müssen den Weg ins Offene suchen</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 07:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Fischer]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerke]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Hubert Ulrich]]></category>

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		<description><![CDATA[Da sind die Grünen nun in heller Aufregung: Gerade eben noch gegen schwarz-gelb gekämpft und jetzt mit denen im kleinen Saarland gemeinsame Sache machen? So war das offenbar nicht gemeint mit der Bedeutung der Inhalte, an denen eine Entscheidung über Koalitionen fest gemacht werden sollte. Was zählt es da, dass CDU und FDP offenbar den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sind die Grünen nun in heller Aufregung: Gerade eben noch gegen schwarz-gelb gekämpft und jetzt mit denen im kleinen Saarland gemeinsame Sache machen?</p>
<p>So war das offenbar nicht gemeint mit der Bedeutung der Inhalte, an denen eine Entscheidung über Koalitionen fest gemacht werden sollte. Was zählt es da, dass CDU und FDP offenbar den Grünen Zugeständnisse gemacht haben, die weit über ihre zahlenmäßige Bedeutung in einer künftigen Regierung hinausgehen. Und dass Atomkraftwerke im Saarland nicht stehen und auch nicht drohen gebaut zu werden. <span id="more-414"></span></p>
<p>Aber „Mafioso“ (Daniel Cohn-Bendit) Hubert Ulrich hat offen davon gesprochen, dass er Lafontaine nicht über den Weg traut, also damit gesagt, dass das mit der Links-Partei nicht geht. Wenn es um Links geht, sind die Grünen erheblich leidensfähig: Früher haben sie sich von den Sozialdemokraten mit Langmut als ungezogene abtrünnige Kinder behandeln lassen, nun vergessen sie rasch, dass Lafontaine sie im Wahlkampf noch als unzuverlässige Bürgerschlampen denunziert hat.</p>
<p>Der Weg ins Offene hat den Grünen immer gefallen (und sollte sie auch in Zukunft reizen). Aber in freier, unverbrauchter Luft muss man auch manchmal nach weiterem Sauerstoff schnappen, keine Geländer zum Festhalten irgendwo, dafür aber die Notwendigkeit, neue Gedanken zu wagen, hohes Risiko zu gehen, dass sie noch nirgendwo vorher ausprobiert wurden, keine sicheren Freunde mehr, die gewiss applaudieren werden. Aber dafür die Chance rauszufinden, welche Antworten sozial orientierte Ökologen finden für eine Welt, in der die alten Zäune längst niedergetrampelt sind. Neue Landmarken dringend gesucht.</p>
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