<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>starke-meinungen.de &#187; Afghanistan</title>
	<atom:link href="http://starke-meinungen.de/blog/tag/afghanistan/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://starke-meinungen.de/blog</link>
	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
	<lastBuildDate>Tue, 22 May 2012 15:15:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Wenn Frieden droht &#8211; eine Polemik</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2011/06/22/wenn-frieden-droht-eine-polemik/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2011/06/22/wenn-frieden-droht-eine-polemik/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 17:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Böhme</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Böhme]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=2758</guid>
		<description><![CDATA[Heute, Jahre nach der Kapitulation, kann wohl keiner mehr so recht sagen, wann der Krieg in Afghanistan verloren ging und das Land begann, zum Steinzeit-Islamismus zurückzukehren. Aber der eine oder andere wird sich zumindest noch schemenhaft daran erinnern, wie die Taliban erstmals als &#8220;Teil der afghanischen Gesellschaft&#8221; bei einer Friedenskonferenz willkommen geheißen wurden. War das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, Jahre nach der Kapitulation, kann wohl keiner mehr so recht sagen, wann der Krieg in Afghanistan verloren ging und das Land begann, zum Steinzeit-Islamismus zurückzukehren. Aber der eine oder andere wird sich zumindest noch schemenhaft daran erinnern, wie die Taliban erstmals als &#8220;Teil der afghanischen Gesellschaft&#8221; bei einer Friedenskonferenz willkommen geheißen wurden.</p>
<p>War das nicht in Bonn, ungefähr Ende 2011? Richtig, es begann mit etwas verschämten Gesprächen zwischen amerikanischen Militärs und den Radikal-Islamisten. Dann folgte der Kotau. Vernünftig nannte man die Verhandlungen, schließlich müsse am Hindukusch endlich Ruhe einkehren. Was konkret bedeutete: Bloß raus hier! <span id="more-2758"></span>Lasst unsere Soldaten nicht länger dort verrecken, es gibt eh keinen Blumentopf zu gewinnen. Und eine frei zugängliche Schule mehr oder weniger bringt den Menschen ohnehin keine wirkliche Freiheit. Diesen archaischen Stämmen ist ja Demokratie genauso fremd wie ein Schluck aus der Schnapspulle. Der Westen jedenfalls hat seine Pflicht und Schuldigkeit zehn endlose Jahre lang getan. Nach uns die religiös verbrämte Macht-Sintflut der Taliban.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dann ging alles ziemlich schnell. Schon Anfang 2012 war ein Abkommen unter Dach und Fach. Die US-Soldaten und ihre alliierten Kollegen zogen sich noch im Laufe des Jahres aus diesem unwirtlichen Land zurück – noch schneller, als sie gekommen waren. Schon Ende 2011 hatten sich einige Verbündete aus dem Wüstenstaub gemacht. Der Druck der Öffentlichkeit auf die Regierungen war einfach zu groß geworden. Wer riskiert schon wegen eines derart beschissenen Krieges für ein paar Burka-Trägerinnen und deren Kinder seine Wiederwahl? Und haben wir diesen Osama bin Laden nicht zur Strecke gebracht? Eben. Auftrag erfüllt. Und die braven Taliban morden ja nur noch auf eigenem Boden. Wenn das kein Erfolg ist!</p>
<p>Die Islamisten standen nach Abzug der Truppen Gewehr bei Fuß. Auf die neuerliche Machtübernahme hatten sie sich gut vorbereitet. Ein Dorf nach dem anderen fiel ihnen in die Hände. Und dann wurde das zeitweise ungehorsame, Allah verleugnende Volk wieder auf totalitären Kurs gebracht. Ein paar Steinigungen hier, ein paar Galgen dort. Im Handumdrehen war alles wieder beim Alten. Der Scharia sei Dank. Aber immerhin die neu gebauten Schulen blieben erhalten, wenn auch nur mit einem einzigen Unterrichtsfach – Koranlehre – und allein für Jungen zugänglich. Ein paar Menschenrechtsgruppen empörten sich pro forma, ansonsten herrschte im Westen ohrenbetäubendes Schweigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was auch sonst? Irgendwie peinlich das Ganze: Erst mit viel Trara rein und dann heimlich, still und leise wieder raus. Außer ein paar Milliarden Spesen nichts gewesen, von den Gefallenen einmal abgesehen. Und der Glaubwürdigkeit, die geopfert wurde. Aber wen schert&#8217;s? Keinen. Im Gegenteil: Einige wie Ex-Bischöfin Margot Käßmann, inzwischen per Volksabstimmung zur Bundespräsidentin auf Lebenszeit gewählt, sahen sich bestätigt. &#8220;Nichts ist gut in Afghanistan&#8221;, hatte sie einst als selbst ernannte Expertin analysiert und gefordert, lieber mit den Taliban zu beten, als sie zu bombardieren. Ihr Wunsch ist zumindest teilweise in Erfüllung gegangen. Gemeinsamen Bibelstunden hatten die muslimischen Fundamentalisten allerdings eine klare Absage erteilt. Mit Pazifismus und Nächstenliebe hätten sie es halt nicht so, sorry.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ach Gott, ist das lange her, als wir die Afghanen den Taliban ausgeliefert und das Pflänzchen Freiheit begraben haben. Friede sei mit ihm.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2011/06/22/wenn-frieden-droht-eine-polemik/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Maulhelden und Hasenfüße</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/08/03/maulhelden-und-hasenfuse/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/08/03/maulhelden-und-hasenfuse/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 23:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alan Posener</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alan Posener]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Abzug]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Muslime]]></category>
		<category><![CDATA[Niederländer]]></category>
		<category><![CDATA[Srebrenica]]></category>
		<category><![CDATA[Völkermord]]></category>
		<category><![CDATA[Wilders]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1790</guid>
		<description><![CDATA[Am Wochenende haben die holländischen Streitkräfte ihren Abzug – sprich ihre Flucht – aus Afghanistan abgeschlossen. Sollen doch andere den Kopf hinhalten, vornehmlich natürlich die einfachen Afghanen, die Hauptopfer des islamistischen Terrors. Bei dieser holländischen Hasenfüßigkeit fühlt man sich unweigerlich an jene andere holländische Heldentat der Nachkriegszeit erinnert, nämlich die Auslieferung der muslimischen Bevölkerung von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am  Wochenende haben die holländischen Streitkräfte ihren Abzug – sprich ihre Flucht – aus Afghanistan abgeschlossen. Sollen doch andere den Kopf hinhalten, vornehmlich natürlich die einfachen Afghanen, die Hauptopfer des  islamistischen Terrors.</p>
<p>Bei dieser holländischen Hasenfüßigkeit fühlt man sich  unweigerlich an jene andere holländische Heldentat der Nachkriegszeit erinnert, nämlich  die Auslieferung der muslimischen Bevölkerung von Srebrenica an ihre christlichen  Schlächter und Vergewaltiger vor gerade einmal 15 Jahren.<span id="more-1790"></span></p>
<p>Es  trifft sich, dass der Vollzug der Feigheit vor dem Feind in Afghanistan am selben Tag erfolgte wie die Bildung einer neuen Regierung in Den Haag, die von dem  Populisten und Islamophoben Geert Wilders geduldet wird. Wilders, der seine Haare  blond färbt, um seine eigene Abkunft von südasiatischen Einwanderern zu  kaschieren, dafür aber ein Verbot des Korans und der Burka verlangt und eine  Kopftuchsteuer befürwortet, hatte sich im Wahlkampf ebenfalls für den Abzug aus  Afghanistan ausgesprochen.</p>
<p>So sind sie, die Heroen des Kampfs der Kulturen: zuhause Minderheiten kujonieren und ihnen einen  Generalangriff auf unsere Werteordnung unterstellen; dort aber, wo es aber gilt, einem tatsächlichen Angriff auf unsere Zivilisation die Stirn zu bieten, feige  davonlaufen. Leugnen, dass es so etwas wie Islamophobie gibt, aber – wie der  holländische Kommandeur in Srebrenica – am Vorabend eines Völkermords an muslimischen Europäern mit dem Völkermörder Schnaps trinken.</p>
<p>Man schämt sich seiner Miteuropäer, dieser hasenfüßigen Maulhelden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/08/03/maulhelden-und-hasenfuse/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>36</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Wahrheit schmutziger Tod</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/28/der-wahrheit-schmutziger-tod/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/28/der-wahrheit-schmutziger-tod/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 11:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Böhme</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Böhme]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Gaza]]></category>
		<category><![CDATA[Terroristen]]></category>
		<category><![CDATA[Töten auf Kommando]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1779</guid>
		<description><![CDATA[Tot oder lebendig. So beängstigend einfach ist das, wenn in Afghanistan Jagd auf Top-Taliban gemacht wird. Task Force 373 heißt eine Eliteeinheit der US-Armee, die nur eine Aufgabe hat: die Führer der Feinde ausschalten. Gezielte Tötung wird das gemeinhin genannt. Auf der Liste stehen Islamisten ebenso wie Drogenhändler, Bombenbastler und Al-Qaida-Terroristen. Und wer auch nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Tot oder lebendig. So beängstigend einfach ist das, wenn in Afghanistan Jagd auf Top-Taliban gemacht wird. Task Force 373 heißt eine Eliteeinheit der US-Armee, die nur eine Aufgabe hat: die Führer der Feinde ausschalten.</p>
<p>Gezielte Tötung wird das gemeinhin genannt. Auf der Liste stehen Islamisten ebenso wie Drogenhändler, Bombenbastler und Al-Qaida-Terroristen. Und wer auch nur einen kleinen Teil der mehr als 90.000 Dokumente über den Einsatz am Hindukusch liest, die jetzt auf der Internetplattform WikiLeaks für alle zugänglich gemacht wurden, kommt um eine Erkenntnis nicht herum: Krieg ist und bleibt ein schmutziges, ja ein dreckiges Geschäft. <span id="more-1779"></span></p>
<p>Jenseits jeder Kontrolle und Gerichtsbarkeit schwärmen geheime Killerkommandos aus und töten bis zur Routine. Geordnet nach einer Prioritätenliste gehen die Spezialkräfte voran. Leichen pflastern ihren Weg. Auf der Strecke bleiben auch viele unbeteiligte Zivilisten – und die Wahrheit.</p>
<p>Alles ganz schlimm, keine Frage. Aber wirklich überraschend? Wohl kaum. Und so ist die Erregungskurve ein paar Tage lang emporgeschnellt, um jetzt schon wieder ein normales Maß an Desinteresse anzusteuern. Aufregung, das war gestern. Der Alltag fernab des Kriegs hat uns wieder.</p>
<p>Wie anders wäre es, man würde Afghanistan durch Westjordanland oder Gaza ersetzen, die US-Einheiten durch israelische Soldaten und die Taliban durch Hamas oder die Al-Aksa-Brigaden. Der öffentliche Aufschrei wäre immens und würde lange anhalten. Das klänge dann so: Unfassbar, ein Rechtsstaat, eine Demokratie, die gezielt tötet? Nur Jerusalem ist zu so etwas Abscheulichem und Rücksichtslosem fähig. Einfach empörend. Aber wir haben es ja schon immer geahnt. Die Juden haben eben nichts aus der Geschichte gelernt. Sie behandeln die Palästinenser wie die Nazis.</p>
<p>Doppelte Standards nennt man so etwas. Israels Handeln wird stets mit zweierlei Maß gemessen. Dies festzuhalten, heißt nicht, alles, was Jerusalem tut und lässt, zu verteidigen oder gar gutzuheißen. Doch immer wieder wird dabei gerne unter den Tisch gekehrt, dass der jüdische Staat von Feinden umzingelt ist. Faktisch befindet er sich zum Beispiel im Kriegszustand mit der Hamas in Gaza.</p>
<p>Das sehen die Islamisten genauso. Sie haben sich auf die grünen Fahnen geschrieben, die Zionisten zurück ins Meer zu treiben – mit Gewalt. Wie würden wir in Deutschland reagieren, wenn Selbstmordattentäter sich in Diskotheken in die Luft sprengten und unsere Kinder mit in den Tod rissen? Wäre es so ausgeschlossen, dass auch wir Elitekämpfer losschicken, um die Terroristenführer auszuschalten, sie gegebenenfalls gezielt zu töten?</p>
<p>Eine erschreckende Vorstellung, sicherlich. Aber das sollte man sich vergegenwärtigen, bevor wieder mal der Stab über Israel gebrochen wird. Afghanistan und Gaza – beides steht stellvertretend für Gewalt, Tod, Dreck und moralische Niederlagen. Und die Angst davor.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/28/der-wahrheit-schmutziger-tod/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>14</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der liebe Talib</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/15/der-liebe-talib/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/15/der-liebe-talib/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 22:58:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Böhme</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Karsai]]></category>
		<category><![CDATA[Taliban]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Terrorliste]]></category>
		<category><![CDATA[Westerwelle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1746</guid>
		<description><![CDATA[In Afghanistan wird gestorben. Täglich, vielfach und das schon seit Jahren. Durch todbringende Gewalt. Der Krieg fordert seine Opfer. Einfache Frauen, Kinder, Männer sind es und Soldaten der westlichen Alliierten. Hier ein Luftangriff, dort eine Sprengfalle. Und kein Ende des Grauens in Sicht. Wer sehnte sich da nicht nach Frieden? [Weiterlesen...] Auch Hamid Karsai tut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Afghanistan wird gestorben. Täglich, vielfach und das schon seit Jahren. Durch todbringende Gewalt. Der Krieg fordert seine Opfer. Einfache Frauen, Kinder, Männer sind es und Soldaten der westlichen Alliierten. Hier ein Luftangriff, dort eine Sprengfalle.</p>
<p>Und kein Ende des Grauens in Sicht. Wer sehnte sich da nicht nach Frieden? <span id="more-1746"></span>[Weiterlesen...] Auch Hamid Karsai tut das. Und als Staatschef eines geschundenen Landes ist es seine wichtigste Aufgabe, nichts unversucht zu lassen, um dieses Ziel so rasch wie möglich zu erreichen. Mit viel Geld und ein paar guten Worten will der Paschtune Taliban-Kämpfer davon überzeugen, dass es sich lohnt, die Waffen niederzulegen. Also macht Karsai den Islamisten immer wieder Angebote.</p>
<p>Das jüngste wird den Taliban besonders gefallen haben: Der Präsident will sich dafür einsetzen, dass die Namen vieler Aufständischer von der UN-Terrorliste gestrichen werden. Im Namen der Aussöhnung. Und mit Unterstützung des deutschen Außenministers. Guido Westerwelle befürwortet nämlich die Reintegration von &#8220;Mitläufern&#8221;.</p>
<p>Das Problem ist nur: Die Taliban und ihre Anführer kümmert es herzlich wenig, ob sie als Terroristen gelten oder nicht. Sie sind von ihrer Mission überzeugt. Und die heißt &#8220;Rückkehr an die Macht&#8221;, mit allen Mitteln. Aus Afghanistan soll wieder ein Land werden, in dem allein die Scharia Maßstäbe setzt. Das ist der Kern ihres religiös fundierten Weltbildes.</p>
<p>Und das bringt man nicht ins Wanken, indem man einige Namen von irgendwelchen Listen streicht. Taliban sind Überzeugungstäter mit einer unumstößlichen Ideologie, für die sie jederzeit bereit sind zu sterben. Aber es gäbe doch auch gemäßigte Kräfte, heißt es immer wieder. Ja, die gibt es – in der Fantasie einiger selbst ernannter Experten.</p>
<p>Ihnen sei ein Gespräch mit einem angeblich moderaten &#8220;guten&#8221; Talib im Magazin Cicero zur Lektüre empfohlen. Mullah Abdul Salam Zaeef sagt dort unmissverständlich: &#8221; Wir alle sind dieselben Taliban, es gibt keine gemäßigten und keine radikalen.&#8221;   In die Kategorie Wunschdenken gehört auch die Vorstellung, die afghanische Regierung werde ab 2014, nach dem angekündigten vollständigen Abzug der internationalen Schutztruppe, selbst für Sicherheit sorgen können.</p>
<p>Denn es werden allenfalls ein paar Monate vergehen, bis die &#8220;Black-Turbans&#8221; im ganzen Land wieder ihr Schreckensregiment errichtet haben. Schon heute können die Islamisten im Grunde tun und lassen, was ihnen beliebt. Die Bärtigen wissen um ihre eigene Stärke und die Schwäche der Gegner. Und die äußert sich auch in dem Wunsch der Alliierten, lieber gestern als heute das Weite zu suchen.</p>
<p>Die Taliban brauchen also einfach nur abwarten, bis sich die ausländischen Soldaten aus dem afghanischen Staub machen. Dann sind sie wieder die Herren in einem Land ohne &#8220;Westimporte&#8221; wie Demokratie und Frauenrechte. Und das mühsam eroberte kleine Stückchen Freiheit am Hindukusch gehört der Vergangenheit an.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/15/der-liebe-talib/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>El tango militar &#8211; ein Minister auf glattem Parkett</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/12/el-tango-militar-ein-minister-auf-glattem-parkett/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/12/el-tango-militar-ein-minister-auf-glattem-parkett/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 23:36:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kocks</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Kocks]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[CSU]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Hardthöhe]]></category>
		<category><![CDATA[Kanzlerkandidat]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1724</guid>
		<description><![CDATA[Früher, und das ist wirklich erst ein paar Jahre her, war es gute gesellschaftliche Konvention, sich mit Eintritt in die Obertertia an einer Tanzschule anzumelden. Unter buntem Lichtgeflacker und Hammondklängen aus großen Lautsprecherboxen wurden Grundschritte gepaukt. Es gab ersten schamhaften Kontakt mit dem anderen Geschlecht und nach Stundenschluss ließen die wilderen Nachwuchstänzer Martini Bianco und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher, und das ist wirklich erst ein paar Jahre her, war es gute gesellschaftliche Konvention, sich mit Eintritt in die Obertertia an einer Tanzschule anzumelden. Unter buntem Lichtgeflacker und Hammondklängen aus großen Lautsprecherboxen wurden Grundschritte gepaukt. Es gab ersten schamhaften Kontakt mit dem anderen Geschlecht und nach Stundenschluss ließen die wilderen Nachwuchstänzer Martini Bianco und Pall Mall kreisen.</p>
<p>Ziel aller Anstrengungen war stets der Abschlussball, die ersehnte Gelegenheit, die neu erworbene Kunstfertigkeit im raschen Hin und Her zur Schau zu stellen, Partnerin und (schulinterner) Öffentlichkeit die eigene Wendigkeit zu demonstrieren.</p>
<p>Ob und mit welchem Erfolg der amtierende Bundesverteidigungsminister in seiner Jugend das Tanzbein geschwungen hat, ist nicht bekannt. Die adlige Herkunft des fränkischen Freiherrn lässt indes vermuten, dass er auf dem Feld der gesellschaftlichen Konventionen recht beschlagen sein dürfte. Eines jedenfalls lässt sich auch ohne profundere Kenntnisse der tanzsportlichen Biografie Karl Theodor zu Guttenbergs mit Sicherheit feststellen: Der bekennende AC/DC-Fan, der seit dem vergangenen Oktober das Kommando auf der Hardthöhe führt, ist ein begnadeter politischer Tangotänzer.<span id="more-1724"></span></p>
<p>Behände prescht er links vor, will die Wehrpflicht verkürzen oder gar aussetzen, den Staatsbürger in Uniform in einen Interimspraktikanten verwandeln. Sogleich ein langer rechter Schritt hintenan, das Oxymoron von der freiwilligen Pflicht wird zur verteidigungspolitischen Tagesparole. Zwischendrin dann die Tuchfühlung mit dem Boulevard, das eigene Gewicht dreifach zwischen den Spielbeinen auspendelnd, schmiegt er sich an die Brust der Regenbogenpresse, posiert in Maßanzug und Macher-Pose zwischen uniformierten Afghanistankämpfern, geht klientelwirksam im Rolex-Shirt zum Joggen oder besteigt mitsamt adliger Gattin keck einen Dinosaurierrücken. Nun folgt im 2/4-Takt der politische Rückwärtsschritt, und eben noch eingeräumte kriegerische Zustände existieren plötzlich nur noch in der Umgangssprache. Bleibt das abschließende seitliche Ausweichen, hier in der Gestalt der geschickten Schuldverlagerung auf altgediente Militärs, Entlassung zur eigenen Entlastung inbegriffen. Und so findet der ehemalige Gebirgsjäger wieder zurück in die Grundstellung.</p>
<p>Ein versierter Tänzer weiß sich stets zu bewegen, ob beim verruchten Tango Argentino in den lateinamerikanischen Favelas oder beim eleganten Tango de Salon auf dem großbürgerlichen europäischen Tanzboden. Auch Karl Theodor zu Guttenberg erscheint zur Zeit überaus parkettsicher, er kommt an und erreicht stets hohe Beliebtheitswerte (über deren alleinige Aussagekraft sich allerdings angesichts der Konkurrenz durch Akteure wie Guido Westerwelle oder Ronald Pofalla trefflich streiten ließe). Der bayrische Politiker wird zwischenzeitlich sogar als Kanzlerkandidat für eine Union nach Merkel ins Gespräch gebracht, er soll, so lassen gewöhnlich gut informierte Kreise verlautbaren, künftig gegen den weit weniger alerten Sigmar Gabriel ins Feld geschickt werden.</p>
<p>Ohne Zweifel, aus der im Schiebetanz dahindilletierenden Regierungsmannschaft sticht der fränkische Freiherr wie ein Ballkönig hervor; seine Wendigkeit und die Eloquenz seiner Ausweichmanöver nötigen dem Betrachter des politischen Tagesgeschehens einigen Respekt ab. Und dennoch verbleibt ein eigentümlicher Nachgeschmack, ganz so wie nach dem in Jugendjahren hastig verkonsumiertem süßen Alkohol nach der Tanzstunde: Der amtierende Bundesverteidigungsminister geriert sich zunehmend wie ein eitler Primaner aus höherem Hause, Pomade und Parkettsicherheit treten bei der Nachwuchshoffnung des bürgerlichen Lagers zunehmend an die Stelle verlässlicher politischer Inhalte, das Leben bei Hofe ersetzt die Sachdiskussion. Im System Guttenberg tritt Repräsentation an die Stelle von Regierungstätigkeit. Es bleibt allein die schwache Hoffnung, dass diese politische Tanzveranstaltung keinen schweren Kater nach sich ziehen wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/12/el-tango-militar-ein-minister-auf-glattem-parkett/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bundeswehr: lieber eine Söldner AG als diese Trachtengruppe mit Kurzzeitrekruten</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/06/21/bundeswehr-lieber-eine-soldner-ag-als-diese-trachtengruppe-mit-kurzzeitrekruten/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/06/21/bundeswehr-lieber-eine-soldner-ag-als-diese-trachtengruppe-mit-kurzzeitrekruten/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 23:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Klaus Kocks</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Kocks]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Bürger in Uniform]]></category>
		<category><![CDATA[Freiwilligenarmee]]></category>
		<category><![CDATA[Hindukusch]]></category>
		<category><![CDATA[Wehrpflicht]]></category>
		<category><![CDATA[zu Guttenberg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1621</guid>
		<description><![CDATA[Alarmrufe im Berliner Blätterwald. Die Bundeswehr wird zur Berufsarmee. Die Wehrpflicht wird abgeschafft. Die Weimarer Reichswehr kommt wieder. Dem umtriebigen CSU-Politiker und Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagt man Ambitionen nach, den Reformdrang der Liberalen noch zu überbieten. Die FDP hat ja durchgesetzt, dass der Wehrdienst verkürzt wird und auf ein sechsmonatiges Praktikum schrumpft. Nun soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alarmrufe im Berliner Blätterwald. Die Bundeswehr wird zur Berufsarmee. Die Wehrpflicht wird abgeschafft. Die Weimarer Reichswehr kommt wieder.</p>
<p>Dem umtriebigen CSU-Politiker und Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagt man Ambitionen nach, den Reformdrang der Liberalen noch zu überbieten. Die FDP hat ja durchgesetzt, dass der Wehrdienst verkürzt wird und auf ein sechsmonatiges Praktikum schrumpft. Nun soll im Zeichen knapper Kassen aus der rekrutierten Trachtengruppe von „Bürgern in Uniform“ ein professionelles Korps gebildet werden. <span id="more-1621"></span></p>
<p>Die Sozialromantik einer Parlamentsarmee wird aufgekündigt, und die Organisationsform der Reichswehr kehrt zurück. Kein Staat im Staat, aber Profis an die Front. Der nächste Schritt schwarz-gelben Gestaltens könnte dann die Privatisierung sein, neudeutsch eine Public-Private-Partnership in Fragen der Landesverteidigung. Das gilt ja nicht mehr im Sinne stehender Heere an Oder und Neiße, sondern als Tankwagenbetreuung am Hindukusch und wo sonst, neudeutsch „in- and out-of-area“.</p>
<p>Wie in vielen anderen Bereichen der Security-Unternehmungen auch, übernähme dann ein privates Unternehmen den bedingt abwehrbereiten Verein und machte eine hochmoderne Söldnertruppe draus. Krieg ist viel zu wichtig, als dass man ihn den Zivilisten überlassen könnte. Kampfjets sind zu kompliziert, um sie Führerscheinanfängern zu übergeben. Die US-amerikanische Berufsarmee hat hier sehr gute Erfahrungen mit einer Firma Halliburten oder so gemacht, die zum Beispiel im Irak Schmutzarbeiten macht als „private contractor“.</p>
<p>Ein Modell mit Zukunft. Wir kaufen dann nationale Sicherheit, so wie wir private bei einer Großveranstaltung anheuern oder unsere Büros von einem Reinigungs-Konzern putzen lassen. Schwarze Sheriffs stehen heute schon bei jedem Popkonzert oder Fußballspiel und bieten den Schriftzug „Security“ feil. Deutschlands Bürgersöhne müssten sich nicht mehr die Hände schmutzig machen.</p>
<p>Mit zunehmender Arbeitslosigkeit wäre das Reservoir der Wehrwilligen groß genug. Die bereits bestehenden Formen der Leiharbeit sind ohnehin nah an Söldnertum und Reisläuferei. Man müsste die Verträge nicht mal neu erfinden. Die hoheitlichen Vorwärtsverteidiger hießen dann geringfügig Beschäftigte und belasteten später in noch geringerer Quote die Rentenkasse; etwas Schwund ist ja immer, gerade bei Auslandseinsätzen.</p>
<p>Eine private Armee von Profi-Söldnern, das ist nicht so ungewöhnlich wie es klingt. Schon bei Einführung der allgemeinen Wehrpflicht, dem „levée en masse“, im 19. Jahrhundert gab es das Recht für betuchte Söhne des Landes, sich den edleren Dingen des Lebens zu widmen und einen sogenannten Einstandsmann oder Einsteher zu entsenden. Und zwar von Staats wegen und mit dessen Treuhänderschaft. Mit dreihundert bis sechshundert Gulden war man dabei, beziehungsweise eben nicht dabei. So kamen die Söhne armer Bauern aus Appenzell oder dem Hunsrück als reislaufende Einsteher zu einer kleinen Rente oder eben ihre Witwen, und das Bürgertum schonte die Familienstände.</p>
<p>Das historische Argument hat größeres Gewicht, weil Tiefgang bis in die Antike. Immer waren es seit dem alten Rom Söldnerheere, die sich verkämpften. Die letzte Truppe dieser Edlen ist die französische Légion d’Étrangère, die für die Verzweifelten und Vertriebenen dieser Erde eine Heimat bietet. Ihr Vaterland, bekennen die Weißkäppis bis heute, sei die Legion. Legio Patria Nostra, das nennt man Corporate Identity in der Unternehmenswelt.</p>
<p>Was gut für General Motors ist, ist gut für das Land, heißt das umgekehrt und andernorts. Was sich über Jahrhunderte bei Zehntausenden von Einstehern bewährt hat, kann jetzt ohne weiteres auch Prinzip für die Hunderttausend der Bundeswehr sein. Man hebt von Staats wegen die Wehrpflicht auf und engagiert eine Einsteher AG und deren Profis.</p>
<p>Dieser Weg hat sich über eine längere Strecke der Menschheitsgeschichte bewährt als der „Innere-Führungs“-Quatsch der Wehrpflicht und das Weimarer Angstsyndrom vor einem Staat im Staate. Kurzum: eine Berufsarmee, die sich als Dienstleister in Sachen Sicherheit als AG privatisieren ließe, wäre keine Grille, sondern der historische Normalfall.</p>
<p>Auch der internationale. Es gibt mit Ausnahme Israels kaum noch Wehrpflicht als Rekrutierungsprinzip auf der Welt. Eine weitere Ungerechtigkeit ließe sich mit der neuen Sicherheits-AG beseitigen. Denn die „allgemeine Wehrpflicht“, die unsere Verfassung erlaubt, ist keine. Sie gilt für Männer und nicht für Frauen. Wäre die Ungleichbehandlung umgekehrt gestrickt, hätten wir schon lange ein schrilles Gleichstellungsgeschrei. Aber wir wollen keine Frauen an den Waffen sehen.</p>
<p>Warum die Wehrpflicht auch Theologiestudenten erlassen wird oder Alimentezahlern und andere Ungereimtheiten mehr, muss nicht erörtert werden, wenn man den gordischen Knoten ohnehin zerschlagen will.</p>
<p>Es steht also die Utopie zur Debatte, das Wachregiment Feliks Dzierzynski als börsennotierte AG aufzusetzen, eine Art Wall-Street-Reichswehr und so der Rüstungsindustrie einen erweiterten Auftragsumfang zuzumuten. Denn da gehört die Rekrutenfrage hin. Wer die Hardware liefert, sollte die Software liefern, einschließlich dessen, was man früher Kanonenfutter genannt hat. Ohnehin ist es doch industrieller Unsinn, hochkomplexe Techniken an Sechsmonatspraktikanten zu üben, von denen nur ein ganz kleiner Teil beim Bund bleibt.</p>
<p>Wer Milliarden in ein Flugzeug steckt, sollte sich den Piloten gleich mitliefern lassen. Wer Milliarden für ein U-Boot ausgibt, sollte die Mannschaft gleich mitleasen. Die Lufthansa übergibt die Cockpits ihrer Flieger doch auch nicht den Praktikantinnen der Flugbegleiter, die dann statt Saft schubsen die Airbusse landen.</p>
<p>Mit der Verkürzung der Wehrpflicht ist der erste Schritt zu ihrer Aussetzung getan, mit der Berufsarmee der zweite zu einer Privatisierung des ganzen Vereins. Man muss dem Wort Söldner nur seinen unangenehmen Klang nehmen. Lassen wir die Rüstungsindustrie mit den Maschinen der Verteidigung auch gleich die Maschinisten liefern! Schlüge Karl-Theodor zu Guttenberg eine privatisierte Berufsarmee als Sicherheits-AG vor, man könnte nur dafür sein und sich mit Aktien eindecken. Und die Rheinmetalls dieser Welt wohl auch.</p>
<p>Unsere hochgezüchtete Wehrtechnik ist viel zu gut, um sie von einer Trachtengruppe der Kurzzeitpraktikanten bedienen zu lassen. Bundeswehr an die Börse! Schwarze Sheriffs an die Front!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/06/21/bundeswehr-lieber-eine-soldner-ag-als-diese-trachtengruppe-mit-kurzzeitrekruten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Blut für Öl – Für Wohlstand töten und getötet werden</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/05/27/blut-fur-ol-%e2%80%93-fur-wohlstand-toten-und-getotet-werden/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/05/27/blut-fur-ol-%e2%80%93-fur-wohlstand-toten-und-getotet-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 27 May 2010 12:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Burchardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Burchardt]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Blut für Öl]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeswehr]]></category>
		<category><![CDATA[Köhler]]></category>
		<category><![CDATA[Polenz]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftsinteressen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1488</guid>
		<description><![CDATA[Na endlich sagt einer mal wie es wirklich ist. Dass ausgerechnet der erste  Mann im Staate, Bundespräsident Horst Köhler nämlich die wehrpolitische Katze aus dem Sack gelassen hat, ist zumindest pikant. „Eher unglücklich“, meint Ruprecht Polenz (CDU), der Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss ist, sei Köhlers Formulierung, militärischer Einsatz könne auch notwendig sein, um unsere wirtschaftlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na endlich sagt einer mal wie es wirklich ist. Dass ausgerechnet der erste  Mann im Staate, Bundespräsident Horst Köhler nämlich die wehrpolitische Katze aus dem Sack gelassen hat, ist zumindest pikant. „Eher unglücklich“, meint Ruprecht Polenz (CDU), der Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss ist, sei Köhlers Formulierung, militärischer Einsatz könne auch notwendig sein, um unsere wirtschaftlichen Interessen, wie freie Handelswege zu sichern.</p>
<p>Verräterische Worte, gesprochen im Deutschlandradio anlässlich seines Besuches in Afghanistan.<span id="more-1488"></span><br />
Wirtschaftliche Interessen, freie Handelswege, regionale Stabilitäten. Sicherung für Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Wie bitte?  Ist das etwa mit der Formel gemeint, wenn von der „Verteidigung unserer Freiheit am Hindukusch und anderswo“ die Rede ist?  Welches Parlament hat denn dafür (vielleicht klammheimlich?) ein Mandat erteilt?<br />
Soll man lachen oder weinen. Schließlich haben wir es doch schon immer gewusst. Im Irak, in Afghanistan, Pakistan und weiß der Geier wo sonst noch geht es in Wahrheit um Blut für Öl und Energie. Nützliche Idioten für die Camouflage dieses militärischen „Auftrags“ sind  Terroristen, die als die „wahren Feinde“ der Zivilisation und der Kulturen wie ein wohlfeiler Popanz aufgebaut und aufgebauscht werden. Nicht, dass man sie verharmlosen sollte, doch der gigantische Betrug an den Menschen dieses Globus wird langsam offenbar. Und dafür sollen Menschen sterben? Tausende der Einheimischen, Hunderte der „Koalition der Willigen“, darunter mehr als 30 deutsche Soldaten, die in Zinksärgen heimgekehrt sind. Von den unzähligen Uniformierten, die aus diesen Kämpfen schwer heilbare seelische Traumata mitgebracht haben, ganz zu schweigen.<br />
Nun also wissen wir, von allerhöchster Stelle bestätigt, worum es tatsächlich geht, bei diesem angeblich asymmetrischen Krieg: Um unseren Wohlstand. Diesen zu sichern und zu mehren ist weiß Gott nicht sittenwidrig, doch dafür ist die Bundeswehr nun wirklich nicht zuständig. Und, was wichtig ist: Sie hat dafür auch keine Legitimation.<br />
Ja schlimmer noch, den „armen Frontschweinen“ wird auch noch ein falscher Auftrag vorgegaukelt. Von parlamentarischer Legitimation kann überhaupt nicht die Rede sein.  Das ist ein einziger Skandal.<br />
Wann immer es einen Grund gegeben haben mag, die deutsche Truppenpräsenz in den Krisenregionen Afrika und Naher Osten zu beenden:<br />
Hier ist einer, der im  Zweifel auch „ Fahnenflucht“ rechtfertigen würde. Jeder Truppenstellungsbefehl entpuppt sich somit faktisch als eine Order zu Mord aus niederen, nämlich habgierigen Gründen. Soldaten in Afghanistan, werft die Flinte ins Korn, ihr wisst nicht, was ihr tun müsst!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/05/27/blut-fur-ol-%e2%80%93-fur-wohlstand-toten-und-getotet-werden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>10</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Steht Rot-Grün vor einem Revival?</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/04/16/steht-rot-grun-vor-einem-revival/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/04/16/steht-rot-grun-vor-einem-revival/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 23:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Dettling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Dettling]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Atompolitik]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Politikwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Rot-Grün]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarz-Gelb]]></category>
		<category><![CDATA[Steuersenkung]]></category>
		<category><![CDATA[Umfragen]]></category>
		<category><![CDATA[Union]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1245</guid>
		<description><![CDATA[Am Montag wird es in Berlin eine erstaunliche Pressekonferenz geben: Gemeinsam treten die Berliner und Düsseldorfer Spitzen von SPD und Grünen unter dem Motto „rotgrüner Politikwechsel in NRW“ auf. Erleben wir am 9. Mai eine Wiederauferstehung von 1998? Laut einer neuen Forsa-Umfrage liegen beide Lager &#8211; schwarzgelb und rotgrün – in Düsseldorf gleichauf. Während die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->Am Montag wird es in Berlin eine erstaunliche Pressekonferenz geben: Gemeinsam treten die Berliner und  Düsseldorfer Spitzen von SPD und Grünen unter dem Motto „rotgrüner Politikwechsel in NRW“ auf. Erleben wir am 9. Mai eine Wiederauferstehung von 1998? Laut einer neuen Forsa-Umfrage liegen beide Lager  &#8211; schwarzgelb und rotgrün – in Düsseldorf gleichauf.</p>
<p>Während die Berliner Hauptstadtjournalisten ein schwarzgrünes Bündnis herbei schreiben, wird die politische Uhr zurück gestellt. Laut Infratest dimap ziehen die Wähler in NRW eine rotgrüne Regierung einer schwarzgelben vor. Dank Atompolitik und Afghanistan?<span id="more-1245"></span> Die Debatte um die Verlängerung der Laufzeiten der AKWs und die sich zuspitzende Situation am Hindukusch treibt mit Sicherheit etliche der einst „Demobilisierten“ wieder an die Urnen und in die Arme von SPD und Grünen. Doch diese Gründe sind nicht hinreichend für den erstaunlichen Trend.</p>
<p>Der eigentliche Grund für das Revival liegt in der schlechten Performance der Regierung in Berlin. Anders als beim Wechsel zu rotgrün 1998 haben Union und FDP bei der Bundestagswahl im letzten Jahr keinen Aufbruch-Start hingelegt. Vor allem die FDP hat zu lange gebraucht, um in der Realität anzukommen.</p>
<p>Die anhaltende Debatte um eine Steuersenkung hat die Partei fast versenkt in der Wählergunst. Ein gemeinsames Projekt von Merkel und Westewelle sucht man vergebens.  Anders bei rotgrün. Gabriel und Trittin, beide nacheinander Umweltminister, ziehen strategisch längst an einem Strang. Nächste Woche treten sie sogar bei einer Preisverleihung gemeinsam auf und spielen sich die Bälle zu. Von Merkel und Westwelle wird so etwas schon gar nicht mehr erwartet.</p>
<p>Dass rotgrün bereits sieben Jahre nach Antritt im Jahr 2005 an sich und der eigenen Ideenarmut gescheitert ist, scheint ebenso vergessen wie der erste out of area-Einsatz der Bundeswehr oder die misslungene „Agenda 2010“. In der neuen Dekade werden die Uhren wieder anders gestellt – und sei es rückwärts.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/04/16/steht-rot-grun-vor-einem-revival/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Moderner Faschismus – Heli Killing in Bagdad</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/04/15/moderner-faschismus-%e2%80%93-heli-killing-in-bagdad/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/04/15/moderner-faschismus-%e2%80%93-heli-killing-in-bagdad/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2010 23:11:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rainer Burchardt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Burchardt]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bagdad]]></category>
		<category><![CDATA[Hamid Karsai]]></category>
		<category><![CDATA[Irak]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Gates]]></category>
		<category><![CDATA[Supermacht USA]]></category>
		<category><![CDATA[Weltpolizist]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1236</guid>
		<description><![CDATA[Unglücklich und sicher nicht hilfreich“ – mit diesem zynischen Kommentar reagierte US-Verteidigungsminister Robert Gates auf die jetzt von „wikileaks“ veröffentlichten Filme über das „Heli-Killing“ von Bagdad. Ohne Not und geradezu mit diebischer Freude am Töten wurden Zivilisten in Bagdad anno 2007 von US-Soldaten aus der Luft förmlich hingerichtet. Auch auf Helfer, die herbeieilten eröffneten die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unglücklich und sicher nicht hilfreich“ – mit diesem zynischen Kommentar reagierte US-Verteidigungsminister Robert Gates auf die jetzt von „wikileaks“ veröffentlichten Filme über das „Heli-Killing“ von Bagdad.</p>
<p>Ohne Not und geradezu mit diebischer Freude am Töten wurden Zivilisten in Bagdad anno 2007 von US-Soldaten aus der Luft förmlich hingerichtet. Auch auf Helfer, die herbeieilten eröffneten die schießwütigen Yankees das Feuer: Gesamtbilanz mindestens zwölf Tote und zwei schwer verletzte Kinder. Der ganz Banale alltägliche Faschismus von Besatzungssoldaten im Irak. <span id="more-1236"></span></p>
<p>Und das schlimmste: Drei Jahre dauerte es, bis diese offenbar vom amerikanischen Militär sorgsam  geheim gehaltenen Aufnahmen über das Internet das Licht einer schockierten Weltöffentlichkeit erblickten. Doch anscheinend  ist dies bis heute niemandem in Washington peinlich – ein gezielter Mord, der bestenfalls Ergebnis einer leichtfertigen irrtümlichen Schlussfolgerung sein kann, wird mal eben mit Schulterzucken zur Kenntnis genommen. Kann doch mal passieren, dass Teleobjektive von Fotografen mit Gewehrläufen verwechselt werden.</p>
<p>Das übertrifft sogar die „Ballade vom  Kameramann“, der 1973 seine eigene Ermordung durch einen Pinochet-Soldaten filmte. Biermann sang damals: „Der Mann legt die Kamera an, der Soldat legt auf den Kameramann an“. Wie damals kommt auch heute die „Macht aus den Mündungen und aus den Mündern nicht…“</p>
<p>Das also ist die amerikanische Variante des Demokratisierungsprozesses im Irak und anderswo. Und parallel zu diesen Bildern lässt sich Barack Obama als Atomgegner feiern und warnt vor dem angeblich drohenden „Nuklearterrorismus“. Die täglich aktiven Terroristen indessen sitzen in Hubschraubern und Panzern von Besatzungsarmeen, die in diesen Regionen der Welt nichts, aber auch gar nichts verloren haben. Ihre schlimme Devise lautet: Öl für Blut, denn nach wie vor geht es um die Sicherung des Zugangs zu den Ölquellen. Dieser Zweck heiligt offenbar jedes Mittel. Wenn jetzt sogar in Afghanistan Hamid Karsai allmählich begreift, was für ein schändliches Spiel der „Westen“ mit seinem Volk treibt und sich von den „Beschützern“ abwendet, so sagt das alles. Und wer, was Deutschland angeht, schlüssig beweisen kann, dass wir unsere Freiheit am Hindukusch verteidigen, der kriegt einen Groschen.</p>
<p>Das alles wäre zum Lachen wäre es nicht so ernst. Todernst. Es wird immer deutlicher: die Koalition der Willigen hat sich verrannt, ob im Irak, Afghanistan oder anderswo. Die einzig verbliebene so genannte „Supermacht USA“ hat grandios versagt bei ihrer usurpierten Rolle eines Weltpolizisten. Washington und die Verbündeten sind dabei, weltweit ihren letzten Rest an Werte-Reputation zu verspielen. Je schneller diese unwürdigen Auslandseinsätze beendet werden, desto besser: Sie haben bislang statt weniger mehr Terror gebracht. Auf allen Seiten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/04/15/moderner-faschismus-%e2%80%93-heli-killing-in-bagdad/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verneinen, verschieben, keine Konsequenzen:  Die deutsche Verteidigungspolitik am Scheideweg</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/03/19/verneinen-verschieben-keine-konsequenzen-die-deutsche-verteidigungspolitik-am-scheideweg/</link>
		<comments>http://starke-meinungen.de/blog/2010/03/19/verneinen-verschieben-keine-konsequenzen-die-deutsche-verteidigungspolitik-am-scheideweg/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 23:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Dettling</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Dettling]]></category>
		<category><![CDATA[Afghanistan]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Kunduz]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>
		<category><![CDATA[Schneiderhahn]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchungsausschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Verteidigungspolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://starke-meinungen.de/blog/?p=1102</guid>
		<description><![CDATA[„Deny, delay – do nothing“ – lautet einer der gängigsten Politikberaterempfehlungen. Möglichst lange verleugnen, was bereits viele in der Öffentlichkeit wissen; dann die nötige Debatte hinaus zögern, bis es nicht mehr anders geht und dann, wenn möglich, nichts unternehmen in der Hoffnung, der Kelch der Konsequenz gehe an einen vorbei. Diese Woche hat der Untersuchungsausschuss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } -->„Deny, delay – do nothing“ – lautet einer der gängigsten Politikberaterempfehlungen. Möglichst lange verleugnen, was bereits viele in der Öffentlichkeit wissen; dann die nötige Debatte hinaus zögern, bis es nicht mehr anders geht und dann, wenn möglich, nichts unternehmen in der Hoffnung, der Kelch der Konsequenz gehe an einen vorbei.</p>
<p>Diese Woche hat der Untersuchungsausschuss des Bundestags im Fall Kunduz den von Verteidigungsminister zu Guttenberg entlassenen Generalinspekteur Schneiderhahn vernommen. Dem von der Opposition ins Leben gerufenen Ausschuss geht es vor allem um die Person des jetzigen Ministers. <span id="more-1102"></span>Er soll möglichst zum Rücktritt gezwungen werden, falls er eine Mitverantwortung an der Vertuschungsaktion des Ministeriums nach dem Bombardement des Tanklastzuges trägt und/oder bewusst im Parlament gelogen hat, als er von der „Vorenthaltung“ wichtiger Unterlagen gesprochen hat.</p>
<p>Die gezielte Vernichtung von vermeintlichen Taliban-Kämpfern unter bewusster Inkaufnahme ziviler Opfer sollte nach dem Willen des Ministeriums zu keiner Zeit in der deutschen und NATO-Öffentlichkeit diskutiert werden. Für den ehemaligen Generalinspekteur ist der Angriff der Bundeswehr bis heute „angemessen“ gewesen. Die Verschleierung und bewusste Irreführung der deutschen Öffentlichkeit führte zum Rücktritt des damaligen Verteidigungsministers Jung nur wenige Wochen nach der Bundestagswahl. Der neue Minister zu Guttenberg korrigierte recht schnell seine Einschätzung, der Angriff von Kunduz sei angemessen gewesen in ein „nicht angemessen“. Der Soldat darf, was der Politiker nicht kann: Die Inkaufnahme ziviler Opfer als „angemessen“ zu bezeichnen.</p>
<p>Deutschland führt am Hindukusch keinen Krieg, ist aber in einen „kriegsähnlichen Zustand“ verwickelt. Mehr ist die deutsche Politikerelite nicht an Aufklärung der Öffentlichkeit bereit. Sie duckt sich weg, korrigiert sich, wenn es nicht mehr anders geht und sucht Bauernopfer. Die Bundeswehr ist längst eine Berufsarmee, der Wehrdienst dient allein Rekrutierungsinteressen für out of area-Einsätze. Von der Politik wird den Deutschen aber eine Pfadfinder-Armee angeboten, die als Freizeittruppe zwischen Lebensabschnittsphasen noch mal Spaß haben soll. Es wäre daher politisch ehrlicher, den Wehrdienst abzuschaffen und den Dienst an der Waffe als Beruf zu sehen. Billiger wird es dadurch nicht, weder für den Verteidigungshaushalt noch für die Bürgermoral.</p>
<p>Die deutsche Öffentlichkeit verträgt die Wahrheit über den Einsatz der Bundeswehr am Hindukusch. Dies unterschätzt zu haben, ist das eigentliche Versagen im Verteidigungsministerium. Die oberste Führung ist ironischerweise von öffentlichem Wegducken und Angsthasentum geprägt. Guttenberg sollte politisch in die Offensive gehen, wenn er Ende April vor dem Ausschuss aussagt und militärisch den Mut zur offenen Sprache haben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://starke-meinungen.de/blog/2010/03/19/verneinen-verschieben-keine-konsequenzen-die-deutsche-verteidigungspolitik-am-scheideweg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

