So einfach ist das also – ein „Tippfehler“ versetzt die Wall Street in helle Aufregung, die japanische Notenbank muss Milliarden zuschießen, um die Währung zu stabiliseren. Ein neuer „schwarzer Freitag“ droht.
Und das alles nur, weil angeblich einer der New Yorker Börsenzocker vermeintlich nicht ein „B“ von einem „M“ unterscheiden konnte. Staat einer Million habe ein englischer Spekulant eine Billion (Milliarde) an Papieren verhökert. Und schon purzeln die Kurse. Diesen Beitrag weiterlesen »
Archiv für die Kategorie „Rainer Burchardt“
Kasino fatal – Die globale Zockerbude wackelt
Moderner Faschismus – Heli Killing in Bagdad
Unglücklich und sicher nicht hilfreich“ – mit diesem zynischen Kommentar reagierte US-Verteidigungsminister Robert Gates auf die jetzt von „wikileaks“ veröffentlichten Filme über das „Heli-Killing“ von Bagdad.
Ohne Not und geradezu mit diebischer Freude am Töten wurden Zivilisten in Bagdad anno 2007 von US-Soldaten aus der Luft förmlich hingerichtet. Auch auf Helfer, die herbeieilten eröffneten die schießwütigen Yankees das Feuer: Gesamtbilanz mindestens zwölf Tote und zwei schwer verletzte Kinder. Der ganz Banale alltägliche Faschismus von Besatzungssoldaten im Irak. Diesen Beitrag weiterlesen »
Darkroom Beichtstuhl – Roma im Koma
Es wäre wohl auch zu schön, um wahr zu sein. Man stelle sich vor: Der Stellvertreter Gottes auf Erden, der Papst „verteufelt“ die Sünder seiner Kirche.
Ostern wäre eine einmalige Chance gewesen: Zum Segen für Stadt und Welt zusätzlich von oben ein „mea culpa“ für die unsäglichen Schweinereien vor allem in der katholischen Kirche und ihr zugeordneten Einrichtungen von Amtsbrüdern gegen die ihnen Schutzbefohlenen. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der „schwarze Baron“ in der Klemme – Guttenberg ist reif für den Rücktritt
Alles nicht so gemeint, oder wie? Plötzlich sollen die vom forschen Verteidigungsminister im Zusammenhang mit der Kundus-Affäre gefeuerten Herren Generalsinspekteur Schneiderhahn und Staatssekretär Wiechert eigentlich alles richtig gemacht, jedenfalls nicht absichtlich dem damals offenbar voreiligen Minister wichtige Dokumente vorenthalten haben. Genau das aber war der Grund für den umgehenden Rausschmiss der beiden verdienten „Vaterlandsverteidiger“. So einfach also kann man unbequeme und lästig gewordene Leute mal eben abservieren. Kann, sollte man aber nicht.
Jetzt wird aber es eng für den „schwarzen Baron“. Zu Recht! Theodor Freiherr zu Guttenberg sitzt in der Klemme. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mutter Erde meckert
Mutter Erde hebt den Zeigefinger. Erdbeben in Haiti und Chile, Seebeben (Tsunami) im Pazifik, Abbruch von gigantischen Eisschollen in der Antarktis, Orkanverwüstungen in Süd- und Mitteleuropa: Katastrophen allüberall.
Wäre da nicht ein wenig mehr Demut der Menschheit angesagt, Schluss mit der Hybris des immer Höher, Weiter, Schneller – und das ist nicht nur olympisch gemeint. Ganz nebenbei, dass gewaltige Schneekanonen in Vancouver den Winter simulieren mussten, damit überhaupt Wettkämpfe ordnungsgemäß ablaufen können, ist da schon eine Randnotiz. Diesen Beitrag weiterlesen »
Vom Trockenlegen einer Steueroase
Es fällt schwer, keine Satire zu schreiben. Ausgerechnet die Verteidigungsminister der Schweiz und Deutschlands fühlten sich als erste bemüßigt, ausführlich zum erneuten Skandal zu den geklauten Steuerdaten-CDs Stellung zu beziehen.
Äußerst undiplomatisch warnte der eidgenössische Vertreter der „bewaffneten Neutralität“ den nördlichen Nachbarn vor einem Ankauf der Sünderkartei während „unser“ aller Theodor von und zu zunächst einmal in gewohnter Forschheit sein taktisches Sowohl-als-auch zum Besten gab. Diesen Beitrag weiterlesen »
FDP: Nicht an Weisungen, aber Überweisungen gebunden
Heinrich Böll witterte einen „Bargeldporno“, der Flick-Manager von Brauchitsch sprach von der „politischen Landschaftspflege“ und „Herrenausstattung“, ein Untersuchungsausschuss resignierte mit einem politischen Begräbnis dritter Klasse des bis dato größten Parteispendenskandals in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Beteiligt waren alle Parteien und hatten kräftig D-Mark eingesackt, nachdem zuvor dem Milliardär Steuerleichterungen aus dem verkaufserlös der Daimler-Benz-Aktien gewährt worden waren. Ein Hauch von Bananenduft weht seither über der alten Bundesrepublik.
Und heute? Heute bedarf es nicht einmal der einst von Roland Koch so flott formulierten „brutalst-möglichen Aufklärung“ des CDU Parteispendenskandals von vor zehn Jahren. Heute heißt es bei den Freien Demokraten frech und frei: alles in Ordnung mit der 1,1 Millionen-Spende des Großindustriellen Finck. Diesen Beitrag weiterlesen »