Archiv für die Kategorie „Michel Friedman“

friedman 6. März 2010 - 16:00
Von: Michel Friedman

Kinderschändung und die Kultur des Wegschauens

Ich weiß nicht mehr, was mich wütender macht. Mit jedem Tag wird ein weiteres Kapitel von Kinderschändung, Kindervergewaltigung, Gewalt an Kindern in katholischen Beziehungsanstalten und neuerdings auch in weltlichen Internaten wie der Odenwaldschule bekannt.

Klar, die pädophilen Vergewaltiger und Schläger sind an der Spitze des Empörungspotentials. Aber gleich dahinter kommen die blinden, die tauben und die stummen Mitwisser, die aus Opportunismus, aus Angst, aus Karrieredünkel oder aus falsch verstandener Elternscham die Kinder nicht geschützt haben und dadurch neue und weitere Opfer mitverantworten. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 24. Februar 2010 - 14:52
Von: Michel Friedman

Herr Zollitsch, Frau Schnarrenberger und der Scheiterhaufen

Heuchler dieser Welt, vereinigt Euch, denn ihr habt eine Stimme, die für Euch spricht. Der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, greift die Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger an. Er  ist empört darüber, dass Frau Schnarrenberger empört ist, über die Tatsache, dass die katholische Kirche Päderasten und Vergewaltiger nicht aktiv und offensiv  der Staatsanwaltschaft übergibt.

Wo war Herr Zollitsch in den letzten Wochen und Monaten, wo nur durch das mutige Handeln einiger weniger überhaupt die Decke des Schweigens, der Verschweigens und des Vertuschens der katholischen Kirche gelüftet wurde? Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 6. Februar 2010 - 12:12
Von: Michel Friedman

Das große Steuer-Ablenkungsmanöver der Regierung

Gottseidank gibt es die Steuerhinterzieher-CDs. Vergessen scheint der katastrophale Start dieser Regierung. Vergessen scheint die größte Neuverschuldung des Staates, seit es Deutschland gibt. Vergessen scheint die Steuersubventionierung der Hoteliers. Überhaupt alles scheint vergessen.

Gäbe es diesen CD-Informanten nicht wirklich, hätte ein PR-Berater dieser Regierung empfehlen müssen, sich selbst CDs zu verkaufen, um von sich selbst abzulenken. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 9. Januar 2010 - 12:20
Von: Michel Friedman

Steuersenkungen sind kein Allheilmittel, schon gar nicht für mehr Freiheit vom Staat

Der Staat ist nicht die Kirche, die Bundeskanzlerin nicht Gott. Auch wenn wir uns in den letzten Jahrzehnten angewöhnt haben, zur Lösung all unserer Probleme eben diesen Staat anzurufen, muss festgestellt werden: Es funktioniert nicht. Genausowenig wie Gott und die Religionen es geschafft haben, die alltäglichen Sorgen und Probleme des Menschen mit lebensbefähigenden Konzepten zu beanworten, so wenig kann der Staat und die Politik dies leisten.

Das Konzept der Freiheit ist gleichzeitig das Konzept der Selbstverantwortlichkeit. Die Gemeinschaft anzurufen, um Hilfe zu bitten, ist die letzte, die allerletzte, aber eben nicht die erste Option. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 17. Dezember 2009 - 09:48
Von: Michel Friedman

Einer lügt. Zu Guttenberg? Schneiderhan?

Ehrlich gesagt: Mir reicht es. Dieses furchtbare Schmierentheater des Verteidigungsministeriums und des Verteidigungsministers. Zur Erinnerung: Es geht in Afghanistan um Leben und Tod. Zur Erinnerung: Die Bundewehr verantwortet über 140 Tote. Zur Erinnerung: Ein ehemaliger Verteidigungsminister musste bereits gehen.

Und nun zur Sache: Entweder lügt der ehemalige Generalinspekteur Schneiderhan. Oder der jetzige Verteidigungsminster zu Guttenberg. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 11. Dezember 2009 - 11:02
Von: Michel Friedman

Zu Guttenberg reist und rast – in seine erste wirkliche Bewährungsprobe

Der Verteidigungsminister reist mal wieder nach Afghanistan. Oder sollte man sagen – rast nach Afghanistan? Einen Verteidigungsminister hat dieses Thema bereits den Kopf gekostet. Böse Zungen behaupten, der jetzige Verteidigungsminister habe da ein wenig mitgespielt.

Wie auch immer – jetzt spielt Afghanistan diesem ein übles Spiel. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 2. Dezember 2009 - 10:48
Von: Michel Friedman

Wie Barack Obama mit seiner Afghanistan-Entscheidung die deutsche Regierung unter Druck setzt

Auch ein Friedensnobelpreisträger kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Und wenn der „Wonderboy“ Barack Obama hü und hott als Rhythmus vorgibt, muss man ihn warnen, dass er sich bei diesem Spagat das Rückgrat brechen könnte. Wenn der amerikanische Präsident der Meinung ist, dass der Afghanistan-Einsatz notwendig ist, was er ja beteuert und beweist, indem er 30000 weitere Soldaten nach Kabul schickt, kann und darf er nicht gleichzeitig einen Termin für den Abzug bekanntgeben. Wer weiß, was in zwei Jahren dann ist.

Das ist unseriös und unverantwortlich. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 21. November 2009 - 10:02
Von: Michel Friedman

Betrug bei der zweitschönsten Nebensache der Welt – wie Fußball Auftsteigerträume verrät

Schande! Das ist sie wieder, die häßliche Fratze der Gier, der Selbstbereicherung, des Betrugs auf Kosten anderer. Wie die unersättlichen Banker ihre naiven treuen Kunden ausgenutzt haben, sind jetzt Millionen Fans von korrupten Spielern, Schiedsrichtern und organisierten Kriminellen weltweit um die zweitschönste Nebensache der Welt betrogen worden. Fußball.

Kinder und Jugendliche in der ganzen Welt haben einen Aufsteigertraum. Fußballer zu werden. Vorbild zu sein. Oft ist es für viele die große Chance, von unten nach oben zu kommen. Aber am meisten beeindruckt sie das Können und das Wollen der Sportler. Fairness und Leistung.

Verarscht, kann man da nur schreiben. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 11. November 2009 - 12:34
Von: Michel Friedman

Warum ein Freitod so erschüttert – und doch jeder ein Recht darauf hat

Robert Enke soll Selbstmord verübt haben. Schon das Wort “Selbst-Mord” beeinhaltet eine ungeheuerliche moralische Bewertung. Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben. Auf sein Leben. Und jeder Mensch sollte ein Recht haben, sein Leben zu beenden, ohne dass die Gesellschaft ein Recht haben sollte, dies zu bewerten.

Die Einordnung ist oft Ausfluss der eigenen existentiellen Angst. Die monotheistischen Weltreligionen haben sich diese Angst zu nutze gemacht und wollen – scheinbar – den Menschen helfen, indem sie die Beendung des eigenen Lebens als Sünde charakterisieren – nach dem Motto “Gott hat das Leben gegeben und nur Gott kann das Leben wieder nehmen”.

Besonders erschüttert ein Freitot dann, wenn ein Vorbild, ein scheinbar starker Mensch, sich dafür entscheidet. Diesen Beitrag weiterlesen »

friedman 3. November 2009 - 10:49
Von: Michel Friedman

Zu Guttenberg, das K-Wort und die nun notwendige Debatte

Deutschland befindet sich in Afghanistan in einem Kriegseinsatz. Tausende von Soldaten wussten das schon lange, Millionen von Bürger sowieso. Nur die Politik wollte nach dem Drei-Affen-Prinzip nichts davon hören, nichts davon sehen, nichts davon wissen. Der ehemalige Verteidigungsminister Franz-Josef  Jung wollte das Volk verblöden, indem er sprachsemantische Pirouetten schlugm um uns ja nicht reinen Wein einzuscheinen. Er merkte gar nicht dabei, dass er mit dieser Taktik sich selbst verblödete.

Nun endlich – während die Demokratie in Kabul durch einen koruppten, geschwächten Pseudo-Präsidenten Karsai in Gefahr ist – spricht der neue Verteidigungsminister zu Guttenberg endlich das K-Wort aus. Das hat Folgen. Diesen Beitrag weiterlesen »