avatar

Vom Segen des Säkularismus

Als Wilhelm von Humboldt im Jahre 1810 in Preußen das humanistische Gymnasium gründete, verbannte  er gleichzeitig die Geistlichkeit aus dem staatlichen Lehrberuf und begründete eine rein weltliche Lehrerausbildung. Diese Reform ist bis heute die Grundlage unserer staatlichen Lehrerausbildung geblieben.

Im sog. Kulturkampf zu Ende des 19. Jahrhunderts ersetzte  Otto von Bismarck per Gesetz die geistliche Schulaufsicht durch eine staatliche. Auch die obligatorische Zivilehe wurde von ihm gegen den Widerstand aus Rom durchgesetzt.

Heute  halten wir es für selbstverständlich, dass Staat und Kirche voneinander getrennt sind, dass Religion reine Privatsache ist. Dass der Staat für die beiden christlichen Kirchen die Kirchensteuer einzieht, nehmen wir in Kauf, weil die zahlreichen  karitativen Einrichtungen der Kirchen – von der Kita über das Seniorenheim bis zur Klinik –  eine verlässliche finanzielle Grundlage benötigen. Wären die Kirchen nur noch von den Spenden der Gläubigen abhängig, müssten alle kirchlichen Einrichtungen vom Staat übernommen werden – mit großem finanziellem  Aufwand.

Die heutigen noch konfessionell ausgerichteten  Privatschulen sind nicht mehr mit den Bekenntnisschulen aus der Zeit  vor dem Kulturkampf vergleichbar. Es sind Schulen für alle, ungeachtet der Konfession und Weltanschauung ihrer Schüler. Dass sie bei den Eltern  beliebt sind, liegt daran, dass in ihrer Pädagogik die Vermittlung von Werten einen hohen Stellenwert einnimmt. Eine solche wertehaltige Bildung und Erziehung verbürgt offenbar auch ein hohes Leistungsniveau, wie  Leistungsvergleiche zwischen privatem und öffentlichem  Schulsystem  belegen.

Unser öffentliches Leben ist von Freiheit und  Toleranz geprägt. Deshalb nehmen wir es hin, dass Menschen  ihre Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft durch Symbole zeigen können. Das Kreuz an der Halskette einer Christin, die Kippa eines Juden  und das Kopftuch muslimischer Frauen gehören zum alltäglichen Straßenbild und belegen ein konfliktfreies  Miteinander.

Probleme mit religiösen Symbolen und Riten sind erst entstanden, als ein politisch aufgeladener Islam versuchte, religiöse Selbstverwirklichung in  Formen  einzufordern, die mit unserer kulturellen und demokratischen Identität nicht vereinbar sind. In den Schulen fing es an. Orthodox-muslimische Eltern verboten ihren Töchtern die Teilnahme an Klassenfahrten, am Sport- und Schwimmunterricht. Ich habe Schulen in Berlin erlebt, die die schulischen Regeln bis zur Selbstaufgabe gedehnt haben, um die Konflikte durch Kompromisse zu entschärfen. Manchmal war die Konfrontation jedoch unvermeidlich, weil die Eltern kein Entgegenkommen zeigten. Sie nahmen ihre Tochter lieber von der Schule und schickten sie zurück in die Türkei, als sie den „Gefahren des Sittenverfalls“ auszusetzen. Ich habe auch erlebt, wie  eine 14-jährige Schülerin  von ihren türkischen Eltern ins Heimatland zurückgeschickt wurde, um sie dort mit  einem Cousin zu verheiraten.

Sportlehrer berichten mir, dass  in Schwimmbädern die Bademeister eine spezielle Kabine für muslimische Mädchen eingerichtet haben, weil sie sich nicht im Beisein anderer Mädchen entkleiden wollten. Ein spezieller Fall ging durch die Presse: Ein muslimischer Schüler forderte von seiner Schule in Berlin-Wedding die Bereitstellung eines Gebetsraumes und die Freistellung vom Unterricht  für die vorgeschriebenen Gebete (fünfmal pro Tag, also zweimal während der Schulzeit). Das Verwaltungsgericht beschied dem jungen Mann, dass die schulischen Belange höher zu bewerten seien als das religiöse Empfinden eines  einzelnen Schülers, zumal er auch still für sich beten könne. An einer anderen Berliner Schule ist ein Konflikt entstanden, weil sich der Vater eines verhaltensauffälligen Schülers weigerte, zu Beginn des pädagogischen Gesprächs der Lehrerin die Hand zu geben.

Für sich genommen sind das nur Bagatellen, über die man großzügig  hinweg sehen könnte. Die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Toleranz gegenüber „abweichenden“ Verhaltensweisen stellen  in unserer Rechtsordnung hohe Güter dar. Was diese Fälle dann  doch zu einem Problem und zu einem Politikum macht, ist die Tatsache, dass die hinter den Akteuren stehenden (ausländischen?) Imame und Moschee-Vereine damit  eine Agenda verfolgen, die dem Wesen unserer Rechtsordnung  widerspricht. Die Gleichberechtigung der Frau ist ein so hohes Gut, dass es unbedingt gegenüber dem Pochen  auf  religiöse   Selbstverwirklichung  verteidigt werden muss. Wenn zwei Grundrechte miteinander ins Gehege kommen – Gleichberechtigung der Frau hier, Religionsfreiheit dort – muss eine Güterabwägung getroffen werden. Es versteht sich von selbst, dass die Rechte der Frauen, die die Hälfte der Bevölkerung ausmachen, höher zu veranschlagen sind als  die Rechte von religiös gebundenen Menschen, die in Deutschland in der Minderheit sind. Und der Säkularismus gebietet eine solche  Priorität! Außerdem ist das Geschlecht ein für das Individuum konstitutives, unveränderliches Merkmal, während das Bekenntnis zu einer Religion fluid, also veränderlich, ist,  wie uns Konvertiten und Atheisten lehren.

Am Streit um das Tragen von   Burka und Niqab  kann man die Problematik besonders gut verdeutlichen. Liberale Kommentatoren plädieren dafür, dass man dieses Kleidungsstück  im öffentlichen Raum dulden müsse, weil die Demokratie und die Liberalität dies erforderten. Andere, auch liberal denkende Kommentatoren (zu denen ich mich zähle) sehen in diesem Kleidungsstück gerade einen Affront gegen die Demokratie. Für diese Staatsform ist ja  der gleichberechtigte Diskurs der Bürger konstitutiv. Wie aber soll gleichberechtigte Kommunikation im öffentlichen Raum stattfinden, wenn sich einzelne Gesprächspartner weigern, ihr Gesicht zu zeigen?

Der Streit, ob es sich bei Burka und Naqib um echte  oder nur um vermeintlich religiöse Symbole handelt,  ist für meine Argumentation unerheblich. Er ist auch innerhalb der islamischen Rechts- und Religionsgelehrten keinesfalls entschieden. Für uns kann nur ein Maßstab gelten: unsere Rechtsordnung mit den Menschenrechtsgarantien des Grundgesetzes.

Mir ist die säkulare Gesellschaft lieb und wert. Ich möchte nicht erleben, dass bei uns eine  Re-Konfessionalisierung im Gefolge eines politisch verstandenen  Islam  Einzug hält, die  dann auch bei den anderen Religionsgemeinschaften Begehrlichkeiten wecken würde. Mir sind die Stimmen in der Katholischen Kirche nicht verborgen geblieben, die  den Islam wegen der Glaubensstärke seiner Anhänger loben.  Solche Sympathiebekundungen sollten uns stutzig machen.  Jede Form von Re-Konfessionalisierung wäre gegenüber dem  erreichten Grad an Freiheit in unserer Gesellschaft ein Rückschritt.

Aus der Geschichte wissen wir, dass religiös aufgeladene Konflikte eine ungleich größere Sprengkraft entfalten als soziale. Das meiste Blut wurde wegen des Glaubens vergossen (Kreuzzüge, 30-jähriger Krieg, Judenpogrome, Eroberung Lateinamerikas, Bartholomäusnacht). Eingedenk dieser historischen Tatsachen sollten wir den Anfängen wehren. Der Hass, mit  dem nach dem gescheiterten Militärputsch in der Türkei  türkische Bürger  – Erdogan-Anhänger gegen vermeintliche Gülen-Anhänger – aufeinander losgegangen sind, lässt erahnten, welche Konflikte unserem Gemeinwesen noch bevorstehen könnten, wenn wir ihnen Raum gäben. Der Vernichtungsfuror, mit dem  sich in den islamischen Krisenstaaten Syrien, Irak, Libyen,  Pakistan und Afghanistan  Schiiten und Sunniten gegenseitig abschlachten, droht als abschreckendes Fanal am Horizont.

Ich halte es mit der Meinung des Rechtsexperten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Reinhard Müller: „Religion darf sichtbar sein, solange sie ein offenes, friedliches Zusammenleben ermöglicht.“ (FAZ, 27. 08. 2016) – Im Interesse unserer freien Gesellschaft sollten wir die Grenzen dort ziehen,  wo religiöse Symbole oder Riten dazu angetan sind, das friedliche Miteinander zu  stören und die Identität unserer Demokratie zu beschädigen.

24 thoughts on “Vom Segen des Säkularismus

  1. avatar

    Die größten Massenmörder der Geschichte:
    Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot …..
    Alles Atheisten.
    Etwas durchschaubar, wenn man ihnen eine Quasi – Religion andichtet, nur um recht zu behalten.
    Das Problem sind nicht Religionen per Se sondern die menschliche Natur, die vor dem Mißbrauch der Religion nicht zurückschreckt.

  2. avatar

    Wie sehr katholische Moralvorstellungen auch die Kleiderordnung bestimmen, erlebt jeder, der katholischen Katechismusuntericht über sich ergehen lassen musste:
    „sich auszuziehen ist nur beim Arzt erlaubt, wenn es unbedingt sein muss“
    Oder die ständigen Predigten gegen nicht nach Geschlechtern getrennten Badeanstalten oder gegen Frauen in Hosen …. oder dass Frauen den Altarraum nicht betreten dürften…

  3. avatar

    „Für diese Staatsform ist ja der gleichberechtigte Diskurs der Bürger konstitutiv.“

    Ja, aber es ist ebenso konstitutiv, sich dem Diskurs zu verweigern zu dürfen. In die Fahne zu rotzen oder sie zu verbrennen. Oder den Staat nicht anzuerkennen und vom Reich zu träumen. Einfach nicht mitzumachen, wo man es nicht muss. Eben nicht zu kommunizieren, innerhalb der Ordnung für sich zu leben. Nicht zur Wahl gehen.

    Wenn die Teilnahme alles Bürger wichtig wäre, wäre doch eine Wahlpflicht doch sinnvoller und dem Diskurs zuträglicher.
    Ja, wenn das alle machen würden…tun sie aber nicht. Kein Grund die Wenigen zu drangsalieren.

  4. avatar

    „Wie aber soll gleichberechtigte Kommunikation im öffentlichen Raum stattfinden, wenn sich einzelne Gesprächspartner weigern, ihr Gesicht zu zeigen?“
    Was ist öffentlicher Raum? Ich verstehe die Vorgaben im staatlichen Raum, vor Gericht, in der Schule. Mag sein, man könnte Kinder auch mit Burka unterrichten, so funktioniert aber unsere Pädagogik nicht, wer es nicht aushält, ist hier fasch. So wie die auswandernden Home-Schooler. Ich verstehe es auch im privaten Raum, zum Beispiel den Sicherheitsbedenken von Ladenbetreibern und Restaurantbesitzern. Alles Gut, wer mit staatlichen Funktionsträgern spricht, muss sich zeigen, muss sich identifizieren. Als Verkäufer kann ich verlangen, dass mein Käufer sein Gesicht zeigt. Warum aber eine Burka im Park verboten sein sollte, das verstehe ich nicht.

    Die Burka mag das Symbol für dieses oder jenes sein, es ist aber nur ein Stoff. Es gibt Gründe für ein Hackenkreuzverbot, das ist aber auch diskutabel. Eine Ausweitung auf Rote Sterne, Burkas und Scientology-Symbole wiederspricht dem Gedanken wählen zu dürfen und dieses Wahlrecht beinhaltet auch das Recht, abgrundtief dämlich zu sein. Außerdem: mal Frauenunterdrückung mit XXX googeln – hui, alles frei zugänglich und so gar nicht…naja. Wenn die Burka als Symbol verboten wird, was dann als nächstes? Und was ist mit dem Recht, seine Spielart der Dämlichkeit selbst wählen zu dürfen? Jeder Mensch darf sich für die Selbsterniedrigung, für den Selbstschaden entscheiden. Für die Freiheit zu wählen, werden die geopfert, die eine schlechte Wahl treffen. Freiheit bedeutet nicht immer ein happy End, sonst wäre sie keine.

    1. avatar

      Stevanoviv: ‚Die Burka mag das Symbol für dieses oder jenes sein, es ist aber nur ein Stoff. Es gibt Gründe für ein Hackenkreuzverbot, das ist aber auch diskutabel.‘

      … Vergleiche sind irgendwie immer doof. Ein Stück Stoff, das Menschenverachtung symbolisiert, sollte nicht erlaubt sein. Ist, für mich, nicht diskutabel. Es geht aber um viel mehr. Und das wissen Sie!

    2. avatar

      @Stevanovic, @dbh: Der öffentliche Raum ist nicht genau definiert. Im Zusammenhang mit dieser Diskussion empfiehlt es sich am ehesten, ihn dadurch zu kennzeichnen, daß Verhaltensregeln nicht durch ein Hausrecht bestimmt werden können. Zum Vergleich: Ein Schulleiter hat durchaus das Recht, einen Dresscode für Schüler und Lehrer zu erlassen, wenn er den Schulfrieden gestört sieht; ein Einzelhändler kann sich weigern, jemanden in den Laden zu lassen, der so riecht, als habe er das letzte Bad bei seiner Taufe genossen.
      Was beim Einzelhändler vollkommen unproblematisch ist, bedarf beim Schulleiter schon einer guten Begründung, wenn die Schule sich in öffentlicher Trägerschaft befindet. Der Schulleiter muß die Verhältnismäßigkeit wahren, hat aber stets das durchaus dehnbare Argument des Schulfriedens an seiner Seite.
      Dort, wo kein Hausrecht ausgeübt wird, werden die Regeln vom Gesetzgeber gemacht – und der ist den Bestimmungen des Grundgesetzes unterworfen, das dem Recht des Einzelnen auf persönliche Freiheit (und auch Torheit) weiten Raum gibt. Hier müssen die Gründe schon sehr gewichtig sein, zumal wenn sie wie im konkreten Fall der Vollverschleierung darauf hinauslaufen, eine seit längerem von einer bestimmten Religion praktizierte Sitte zu verbieten.
      Problematisch ist vor allem eines – so daß der Vergleich mit einer Hakenkreuzarmbinde oder einem FDJ-Blauhemd nicht so einfach ist: Die NSDAP mit ihren Unterorganisationen sowie die FDJ in Westdeutschland gelten als verfassungswidrige Organisationen; Hakenkreuz wie Blauhemd sind die jeweiligen Kennzeichen. Der fundamentalistische Islam, der den Werten des Grundgesetzes nicht minder diametral entgegensteht und dessen Erkennungszeichen ist, daß Frauen unter Tischdecken versteckt werden und Männer Zwergenbärte tragen und im Nachthemd herumlaufen, ist keine Organisation, die verboten werden könnte. Gäbe es eine solche Organisation und würde sie verboten, wäre das nächste Problem, daß Niqab für Frauen und „Nachthemd“ für Männer schon lange zuvor da waren.
      Was uns zum nächsten Analogon führt: Auch andere ältere Symbole sind von verfassungswidrigen Organisationen gekapert worden und daraufhin mit Verboten belegt worden, etwa die kaiserliche Reichskriegsflagge. – Hier hapert es wiederum daran, daß es (noch) keine verbietbare und hinreichend wirkungsmächtige Organisation der Salafisten gibt, die etwa aktiv zum Gesetzesbruch aufruft oder einen gewaltsamen Umsturz plant oder in deren Umfeld regelmäßig schwerer Landfriedensbruch begangen wurde. Alle anderen Gründe würden wegen Unverhältnismäßigkeit ziemlich schnell hinten runter fallen.
      Aber lassen wir uns überraschen, ob der Innen- oder der Justizminister nicht einen anderen Dreh finden; beide sind schließlich studierte Juristen.

      1. avatar

        … die Historie ist beim Gen. Stevanovic, Burka und Hakenkreuz passen.

        Adolf auf Linie mit Merkel und den ‚BRD‘-Sozialisten: ‚Denn sie hätten damit den germanischen Völkern eine Religion aufgenötigt, die durch ihre Lehre: den Glauben mit dem Schwert zu verbreiten und alle Völker diesem Glauben zu unterjochen, den Germanen wie auf den Leib geschrieben sei.

        Infolge ihrer rassischen Unterlegenheit hätten sich die Eroberer auf die Dauer nicht gegen die in der raueren Natur des Landes aufgewachsenen und kräftigeren Einwohner halten können, sodass schließlich nicht die Araber, sondern die mohammedanisierten Germanen an der Spitze dieses islamischen Weltreiches gestanden hätten.‘

        … no comment

      2. avatar

        … ooops? Korrektur (Link funkt. nicht)

        … die Historie ist da ganz beim Gen. Stevanovic, Burka und Hakenkreuz passen.

        Adolf auf Linie mit Merkel und den ‚BRD‘-Sozialisten: ‚Denn sie hätten damit den germanischen Völkern eine Religion aufgenötigt, die durch ihre Lehre: den Glauben mit dem Schwert zu verbreiten und alle Völker diesem Glauben zu unterjochen, den Germanen wie auf den Leib geschrieben sei.

        Infolge ihrer rassischen Unterlegenheit hätten sich die Eroberer auf die Dauer nicht gegen die in der raueren Natur des Landes aufgewachsenen und kräftigeren Einwohner halten können, sodass schließlich nicht die Araber, sondern die mohammedanisierten Germanen an der Spitze dieses islamischen Weltreiches gestanden hätten.‘

        … no comment

    3. avatar

      @hans / Stevanovic
      Stevanovic:„Warum aber eine Burka im Park verboten sein sollte, das verstehe ich nicht.“
      Muss sie nicht. Ich hatte bereits am 19. folgendes zu Frau Quistorps Artikel geschrieben, die aber keine Kommentare freigeschaltet hat:
      Um es klar zu sagen: Mir ist dieser Mohammedanismus von hier Lebenden, Einwanderern und Flüchtlingen, der Männer vor dem sexuellen Reiz einer nackten Ferse schützen soll, der Hunde (und Menschen, die Hunde halten) als ‚unrein‘ bewertet, der anderen vorschreiben will, wie sie essen, leben sollen, die Blut und Boden in ‚Palestina‘ predigen, der überhaupt nichts anderes zu tun hat als nach ihren vorzivilisatorischen Maßstäben mit erhobenem Zeigefinger Unbeteiligte zu bewerten, ein Brechmittel.
      Ja, dieser Mohammedanismus ist ein Brechmittel, aber – bitte – nicht die Oma unter der Burka, die jetzt mit deutschem Ordnungsrecht und deutscher Gründlichkeit jetzt – stellvertretend – und darum geht es – für diese islamistischen Vollidioten haftbar gemacht werden sollen. Der typische westliche Fehler: Durch Sanktionierung von Falschparkern Autobahndrängler erziehen wollen..
      Möchte hinzufügen:
      Wir haben in Bad Godesberg viele Medizintouristen aus Saudi-Arabien, burkatragenden Frauen mit Einkaufstüten mit hiesiger Mode, Parfüms usw.
      Hans, wir dürfen bei der Sache nicht kleinlich werden, das wäre eine Kapitulation. Und, was auch Mosebach meint, wir dürfen selbstbewusst sein:
      – hier gelten hiesige Regeln, in Schulen, Behörden, Geschäften, wie Stevanovic schreibt
      – wir müssen auch diese Kultur nicht mögen (muss man eigentlich alles mögen?), wir dürfen das mohammedanische Getue, die Rückständigkeit, deren lächerliche Ansprüche an uns, deren Frauenkleider und ungepflegten Zottelbärte bei Männern – ja – verachten. Was spricht gegen herzhafte Verachtung? Wir mögen uns nicht, meiden uns, lassen uns in Ruhe. Und über Moscheen entscheidet der Gemeinderat oder ein Bauamt und man muss einen Bauantrag nicht genehmigen. Wer in der Kantine, Schule oder Kindergarten nichts hahales findet, bringt sich selber was mit. Wer 5 mal am Tag beten muss und deswegen seinen Lebensunterhalt nicht als Angestellter verdienen kann, ist entweder reich oder Gemüsehändler. Meine Güte, wo ist das Problem? Richtig, bei unsren Multikulti-Apologeten, denen ihre eigene Herkunft zu langweilig, peinlich, was auch immer ist und die sich unter Orient etwas herbeiphantasieren. Mangel an Realismus.

      Diese ganze Diskussion um die Burka ist Ausdruck unserer (westlicher) Orientierungslosigkeit.

      1. avatar

        „Diese ganze Diskussion um die Burka ist Ausdruck unserer (westlicher) Orientierungslosigkeit.“
        „Durch Sanktionierung von Falschparkern Autobahndrängler erziehen wollen.“

        Wir haben Angst (nicht ohne Grund) vor den jungen Selbstmördern und glauben, dass das Verdrängen von verschleierten Frauen aus unserem Gesichtsfeld eine Maßnahme sei. Opa Krempel hat es gesagt, es gibt keine Organisation, keinen sichtbaren Feind, den man angehen kann (zumindest nicht so leicht). Es gibt gute Gründe für einzelne Regelungen, aber ein generelles Verbot ist eine Ersatzhandlung.

    4. avatar

      @Stevanovic
      (..ich weiß gar nicht, wie das hier mit dem Antworten auf Antworten gehen soll – die chronologische Abfolge war für mich übersichtlicher..)
      Ja, sicher, lieber Stefan Stevanovic, der Opa Krempel hat die formal konstituierten Handlungsmöglichkeiten des Staates treffend auf den Punkt gebracht: Es kann eben nicht alles durch den Staat geregelt werden – weil er formal, legitimiert, dokumentiert, gerechtfertigt – handeln muss. Der Staat kann immer nur handeln, wie Fausts Wagner: „Was du schwarz auf weiß besitzst (?), kannst du getrost nach Hause tragen.“ Das, was formal zu rechtfertigen ist. Die Religion hingegen kann die intrinsische Motivation des Menschen beeinflussen (‚Gefühlswelt‘) und ist daher für unsere Zukunft weitaus wichtiger, als einer mit Sprache oder Philosophie formalisierbaren Programmatik. Sie ist an diesem Punkt leistungsfähiger, weil historisch erprobter (-> Evolution?), als Gegenwartsanalysen, wie z.B. der Marxismus.
      (Das wäre auch meine Antwort auf Alan Poseners Einlassungen an mich
      http://starke-meinungen.de/blo.....ment-26175 , die ich philosophischer finde, als vieles, was mir sonst unter kam.)
      Böse Frage: Der Islamismus als Antwort auf durchrationalisierten westlichen hedonistischen Optmierungswahn? Oder um es mit GUDE zu schreiben: Sex ohne Folgen macht nicht wirklich Spaß, weil er keine Folgen hat? (Th. v. Aquin, Teleologie..)
      Deswegen, wie Sie ja schreiben: „..wir haben Angst (nicht ohne Grund) vor den jungen Selbstmördern und glauben, dass das Verdrängen von verschleierten Frauen aus unserem Gesichtsfeld eine Maßnahme sei.“ ..weil uns die große Perspektive fehlt.

  5. avatar

    @Rainer Werner: Ein guter Artikel, der nur einen Schönheitsfehler enthält: „Probleme mit religiösen Symbolen und Riten sind erst entstanden, als ein politisch aufgeladener Islam versuchte, […]“ – genau genommen sind die Probleme damit zurückgekehrt. Wer das Kind einer religiösen Minderheit auf dem platten Land war, etwa zu einer von fünf evangelischen Familien inmitten von mehreren hundert katholischen gehörte, für den war auch noch nach dem 2. Vaticanum der Schulbesuch ein Spießrutenlauf – etwa weil die Lehrerin, die ihre eigenen Kinder von Ordensschwestern großziehen ließ, den Handschlag verweigerte, oder weil der Priester, der katholischen Religionsunterricht erteilte, eine evangelische Schülerin vor die Tür setzte, da diese bekanntermaßen „des Teufels“ war. Der Artikel wäre also deutlich besser, würde er darauf hinweisen, daß die Säkularisation erst einmal in den Provinznestern Einzug halten mußte, damit die Probleme mit der Religion verschwanden.

    1. avatar

      Keine Probleme mit der Religion, dafür Probleme mit der Demographie.
      Des Teufels ist nur noch die Unlogik in der Bewertung unserer Zeit.

  6. avatar

    richtig, Thomas S.,
    die kirchlichen Einrichtungen sind praktisch voll staatlich finanziert, was eine ganz und gar umsäkulare Reaktion auf die Enteignungen der katholischen Kirche im Jahr 1919 ist und was die Humanistische Union sehr schön dokumentiert hat (1.03.2011, dort im Netz nachzulesen). Die ev. Kirche hat wenig Immobilien, aber sie profitiert auch, verarmt aber.

    GUDE, was soll das denn sein: Liberalismus? Das gab es in Deutschland doch nie. Sie meinen
    Libertinäre, sozusagen Leute wie einen de Sade, na ja. Scheint mir kein zentrales Problem der europäischen Kultur zu sein, das sind immer nur kleine Subkulturen gewesen, sozusagen Hexenkulturen zu den neuen bigotten Kopftuch-Trägerinnen. Letztere sehen halt aus wie katholische Nonnen, hat uns das je aufgeregt?

    1. avatar

      … werte M.F., zur Diff. zwischen Kopftuch, Burka, u.ä., und Nonnen zitiere ich Mattias Matussek aus Kathnet: Nicht vor einer fremden Kultur kapitulieren

      Der katholische Publizist Matthias Matussek … Wenn er eine Ordensschwester sehe, denke er an praktizierte Nächstenliebe, Beherzigen der Zehn Gebote und Ehrfurcht vor dem Leben. Mit dem islamischen Kopftuch verbinde er hingegen eine mittelalterliche Kultur, die Frauen keine Rechte zubillige und Kinder lehre, dass Muslime Juden und Christen töten dürfen. Matussek zufolge muss auch das politische Umfeld betrachtet werden. Es gehöre zum aggressiven Islam, dessen Anhänger mordeten, vergewaltigten, steinigten und plünderten. Muslime, die das Kopftuch bejahten, wollten ‚eine fremde Kultur nach Deutschland importieren‘.

      Matussek erklärte, er habe ‚kein Verständnis dafür, dass Fremde hierzulande ein Recht auf Religionsfreiheit in Anspruch nehmen, das sie in Ländern, in denen sie die Mehrheit bilden, anderen nicht zugestehen‘.

      Im Übrigen ist die Kirche Christi nicht ‚voll staatlich finanziert‘. Da gibt es ein Konkordat. Oder meinen Sie die ‚BRD‘ würde nur einen einzigen Bischof freiwillig und ohne Gegenleistung Gehalt zahlen?

      … aber wenn Ihnen und anderen das nicht passt, kündigen Sie doch das Konkordat. Rückabwickeln Sie die Enteignungen der Säkularisation. Damit tragen Sie Eulen nach Athen.

      … auch was die Kirchensteuer überhaupt betrifft, werden offene Türen eingerannt. Ratzinger: ‚… im großen Ganzen wird, wie mir scheint, das deutsche Kirchensteuersystem heute noch von einem ziemlich breiten Konsens getragen, weil man die Sozialleistung der Kirchen anerkennt. Vielleicht könnte in Zukunft einmal der Weg in die Richtung des italienischen Systems gehen, das zum einen ein viel niedrigeren Hebesatz hat, zum anderen aber – das scheint mir wichtig – die Freiwilligkeit festhält. In Italien muß zwar jeder einen bestimmten Satz seines Einkommens – o,8 %, glaube ich – einem kulturellen bzw. wohltätigen Zweck zuführen, worunter die katholische Kirche figuriert. Aber er kann den Adressaten frei wählen. Faktisch wählt die ganz große Mehrheit die katholische Kirche, aber die Wahl ist freiwillig …‘

  7. avatar

    Ich kann der geäußerten Meinung in weiten Teilen beipflichten. Ein Punkt ist mir jedoch aufgestoßen: „Dass der Staat für die beiden christlichen Kirchen die Kirchensteuer einzieht, nehmen wir in Kauf, weil die zahlreichen karitativen Einrichtungen der Kirchen – von der Kita über das Seniorenheim bis zur Klinik – eine verlässliche finanzielle Grundlage benötigen. Wären die Kirchen nur noch von den Spenden der Gläubigen abhängig, müssten alle kirchlichen Einrichtungen vom Staat übernommen werden – mit großem finanziellem Aufwand.“
    Die meisten sozialen Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft werden zu über 90% aus öffentlichen Mitteln finanziert, viele sogar zu 100% und eben nicht aus der Kirchensteuer! Nur ein sehr kleiner Anteil des Kirchensteueraufkommens wird für die sozialen Einrichtungen verwendet. Die Kirchen haben aus verständlichen Gründen kein Interesse daran, diesen Etikettenschwindel aufzuklären. Siehe hierzu auch „Caritas-Legende“

  8. avatar

    Gesprochen wie ein wahrer Liberaler. Wahrscheinlich mit protestantischem Hintergrund.
    Wenn wir also alle richtig handeln, haben wir ein friedliches Miteinander. Jetzt muß nur noch verraten werden, wie die demographische Aufrechterhaltung der Liberalität bewerkstelligt werden kann.
    Wenn der Liberalismus zu Sittenverfall führt, in der Masse als was unterm Strich übrigbleibt zu beobachten, können die nichtgeborenen Kinder den Liberalismus nicht verteidigen.
    Die Burka ist kein Affront gegen die Demokratie, sie ist ein Affront gegen die multikulturelle Utopie. Der Liberalismus hat den Gläubigen die Sünde und den Teufel auszureden versucht, und ihnen eine Welt die menschenrechtskonform gut sein kann eingeredet. Was die Geschichte zu religiösen und sozialen Spannungen mitteilen möchte, hängt wohl mehr von der menschlichen Natur ab, und weniger von einer pseudotoleranten Erziehung.
    Für einen liberalen Glauben einzutreten, wird Europa nicht retten. Europa wird in erster Linie die Europäer retten müssen. Alle Tugenden der Wehrhaftigkeit werden erzwungenermaßen ausgebildet. Oder der Liberalismus wird bis zur Unterwerfung verteidigt.
    Der Liberalismus kann also nur mit nichtliberalen Mitteln gerettet werden. Die Gnade des Allmächtigen werde ich in diesem Zusammenhang nicht verschmähen.

  9. avatar

    Ihre Argumentation kann ich folgen, doch wurde das meiste Blut wurde in den beiden Weltkriegen vergossen, die keinesfalls Glaubenskriege waren, auch die fürchterlichen Deportationen in der ehemaligen Sowjetunion waren keine vom Glauben begründetet Säuberungen. Außerdem muss man bei den von Ihnen angeführten „Glaubenskriegen “ sehr kritisch hinterfragen in wieweit nicht politische Interessen sich den Mantel des Glauben umgehängt haben s. Eroberungskriege in Südamerika, Bartholämäusnacht in Frankreich. Natürlich muss man die Rolle der religiösen Institutionen in der Geschichte kritisch hinterfragen. Nur bin ich nicht der Meinung, dass ein säkulare Staat per se friedlicher ist. Sondern es muss um ein ausgewogenes Miteinander gehen, wo das nicht möglich ist, müssen Gesetze und Verordnungen greifen. Keinesfalls sollten die Religionen in die Hinterzimmer verbannt werden, wo sie sich mehr der öffentlichen Diskussion stellen müssen.

    1. avatar

      Bitte beachten Sie im Hinblick auf den zweiten Weltkrieg und die Massaker Stalins oder Maos eines: Obwohl Kommunismus und Nationalsozialismus explizit antikirchlich sind bzw. waren, haben sie den Charakter von Ersatzreligionen (gehabt). Ihr erstes Gebot: „Du sollst keine andere Weltanschauung haben“. Dementsprechend kann man Staaten mit einer totalitären Weltanschauung als Staatsdoktrin kaum als säkular betrachten. Gerade vor diesem Hintergrund hat der zweite Weltkrieg mehr mit den Weltanschauungskriegen alter Prägung gemeinsam als mit den rein an weltlichen Machtfragen orientierten Kabinettskriegen aus der Zeit zwischen 1648 und 1789.
      Darüber hinaus ist auch gerade der dreißigjährige Krieg, der sowohl weltliche Machtfragen beinhaltete (Konflikt Habsburg – Bourbon) als auch religiöse, auch hinsichtlich der Opferzahlen durchaus vergleichbar mit den Weltkriegen – wenn man die Opferzahlen in Relation zu der Gesamtzahl der der Einwohner betrachtet.
      Und in einer Hinsicht sind säkulare Staaten deutlich friedensbereiter: Ist das Handeln nicht einer Religion oder vergleichbaren Weltanschauung unterworfen, kann eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufgemacht werden, ob es sich lohnt, einen Krieg weiterhin zu betreiben. – Und irgendwann kann auch die Erkenntnis Überhand gewinnen, daß die Verluste den erwarteten Gewinn nicht mehr rechtfertigen. Dies gilt für Staaten wie Milizen gleichermaßen; der Nordirlandkonflikt kam zum Erliegen, als sowohl die katholischen als auch die anglikanischen Betonköpfe in die Defensive gerieten; umgekehrt haben Yitzhak Rabin und Yassir Arafat über alles verhandeln können außer über Jerusalem – bei der heiligen Stadt beider Religionen konnte es keine nüchterne Lösung geben. Der Wille des eigenen Gottes ist schließlich für niemanden verhandelbar.

      1. avatar

        Opa Krempel, ich stimme Ihnen, was Sie zu den Ersatzreligionen schreiben, zu. Mussolini definierte Faschismus als ‚Verschmelzung von Großkapital und Staat‘ … danach wäre die EU, im jetzigen Zustand, als ‚Entartung‘ europäischer Demokratien – Stichwort Finanzstabilisierungsmechanismus (EFSM), Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF), Europäischen Stabilisierungsmechanismus (ESM) usw. bla, bla, – die Wiedergeburt des Faschismus in Europa.

        Daher: Keine Imperien! Keine Großreiche! Für niemanden! Es gibt immer eine Alternative. 😉

      2. avatar

        @dbh: Nehmen Sie’s nicht persönlich, Hans, daß ich mich Ihrer Wahlempfehlung nicht anschließe. Und das liegt nicht nur daran, daß ich nicht in MV wohne. Ich hatte mir vor der letzten Wahl, an welcher ich teilnehmen durfte, die Programme einiger Bewerber durchgelesen und bin zu der Überzeugung gekommen, daß, wenn die AfD die Lösung sei, ich meine Probleme lieber behalten wollte.

      3. avatar

        @Opa Krempel

        … *rofl*, persönlich nehme ich gar nix. Carl Theodor Körner dazu:

        ‚Noch sitzt ihr da oben, ihr feigen Gestalten,
        vom Feinde bezahlt und dem Volke zum Spott.
        Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten,
        dann richtet das Volk und es gnade euch Gott.‘

        Im Übrigen ist es nicht das erste Mal, das Mecklenburger, an der Seite der Briten [sic!] und Russen, Europa vor Tyrannei retten muss.  Der Herzog von Wellington: ‚Either night or the Prussians will come.‘ … ‚I want night or Blucher!‘

      4. avatar

        @Opa, Nachtrag zu anstehenden Wahlen

        ‚Und es müsste schon ein Wunder geschehen, damit diese schüchterne Resistance einen Machtwechsel herbeiführt. Dazu müsste sie bei den Wahlen nämlich weit über 50% der Stimmen bekommen, weil sonst die GaGroKO (Ganz grosse Koalition aus CDUCSUSPDFDPGRÜNELINKE) an die Macht kommt und die Sonnenkanzlerin genauso weitermachen kann, wie bisher. Derzeit lassen Ihre Majestät uns noch auf ihre Entscheidung warten, im Jahre 2017 huldvoll erneut als mächtigste Frau der Welt antreten wird. Was zu befürchten ist.‘

      5. avatar

        @dbh: Daß Merkel die mächtigste Frau der Welt sein soll, halte ich für ein Gerücht. Ich sehe es ähnlich wie beispielsweise Georg Schramms Figur Lothar Dombrowski. Sein sinngemäßes Zitat: „Ein Fingerschnippen von Friede Springer, und ihre Lohnschreiber werden Merkel in den Abgrund schreiben.“
        Daß die AfD derzeit nicht koalitionsfähig ist, sollte niemanden verwundern, gerieren sie sich doch gerade als die Schmuddelkinder. Die Grünen waren vor 1990 auch praktisch nicht koalitionsfähig (das Experiment in Hessen ist krachend gescheitert), was nicht zuletzt daran lag, daß sie damals die gewaltbereiten Linken umarmt und kleingeredet haben wie die AfD heuer die gewaltbereiten Rechten. Mehr als eine Protestpartei ist sie derzeit nicht; auch die Grünen wurden erst als ernsthafte Partei wahrgenommen, als sie auf kommunaler Ebene konstruktive Politik gemacht haben und das Umfeld der Radikalen links liegen gelassen haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll To Top