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Nicht Gaza ist das Problem – Damaskus und Teheran sind das Problem

Wahrscheinlich erwarten meine Leser, dass ich die israelische Aktion gegen die Hamas verteidige. Das kann ich nicht. Sie geht nämlich nicht weit genug.

Dass Israel das Recht hat, sich militärisch gegen die ständigen Terrorangriffe aus dem Gaza-Streifen zu wehren, haben die Kanzlerin und der Außenminister mit ausreichender Deutlichkeit festgestellt. Dass Israel die Fähigkeit dazu hat, versteht sich von selbst.

Die Frage ist aber, warum die Hamas gerade in den letzten Wochen ihre Angriffe verstärkt hat und was passieren muss, damit sie dies in Zukunft unterlässt.

Reden wir kurz über Israels Fehler. Ich habe vor einem Jahr hier geschrieben, dass Israels Deal mit der Hamas zur Freilassung Gilad Shalits ein solcher Fehler war:

 

https://starke-meinungen.de/blog/2011/10/18/israels-deal-mit-der-hamas-ist-ein-fehler/

 

Die für das Verständnis der heutigen Situation entscheidende Passage lautet:

„Allenfalls klare – wenn auch bisher geheim gehaltene – Signale, denen zufolge die Hamas bereit wäre, in der nächsten Zukunft Israels Existenzrecht anzuerkennen und auf den Terror zu verzichten, könnten diese Prinzipienlosigkeit auch politisch und moralisch gerechtfertigt erscheinen lassen. Vielleicht gab es während der Verhandlungen in Ägypten solche Signale. Freilich wären sie, wenn sie geheim bleiben, auch wertlos.“

Die Antwort auf die Freilassung von 1000 Terroristen war – wer hätte es eigentlich anders erwartet? – die Verstärkung des Terrors gegen Israel.

Interessanter als Netanjahus damalige leichtsinnige Nachgiebigkeit ist allerdings der heutige Leichtsinn der Hamas. Die Terroristen wissen, dass kein israelischer Ministerpräsident auf Dauer untätig bleiben kann, wenn das Land ständig einem Raketenhagel ausgesetzt ist. Schon 2008 ist Israel in der Operation „Cast Lead“ in Gaza eingedrungen, um Raketenbasen und Kommandoposten zu zerstören.

Zwei Jahre danach war ich in Ashdod, Sderot und anderen Orten an der Grenze zu Gaza. Jede Bushaltestelle ist zu einem provisorischen Schutzbunker umgebaut, jeder Kindergarten aber auch eine potenzielle Todesfalle. Auf Dauer kann man so nicht leben, und das wissen die Hamas-Führer. Sie, die den Tod lieben, glauben an ihre Überlegenheit gegenüber den verachteten Juden, die das Leben lieben. Bevor es aber zu einem Massenexodus der Israelis aus den südlichen Gebieten kommt, wird Gaza noch einmal besetzt. Auch das wissen die Hamas-Leute. Dass sie dieses Risiko eingehen, muss wichtige Gründe haben – Gründe, die wichtiger sein müssen als das Überleben des Hamas-Regimes in Gaza, ihrer militärischen Führer und Kämpfer, die nun gezielt von den Israelis getötet werden.

Diese Gründe liegen auf der Hand. Es sind: der Todeskampf des Assad-Regimes in Syrien und die Fortschritte des Atomprogramms im Iran. Syrien und der Iran sind die entscheidenden Förderer und Ausrüster der Hamas. Deshalb hat sich die Hamas geweigert, den Massenmord an der syrischen Bevölkerung zu verdammen. Die Partei Gottes (Hisb’Allah) im Südlibanon, die sich ebenfalls als Frontorganisation gegen Israel versteht, soll sich sogar aktiv am Bürgerkrieg auf der Seite Assads einmischen. Während das aber bei der schiitischen Hisb’Allah nur folgerichtig ist, weil sich ja der Aufstand gegen das Assad-Regime zunehmend in einen sunnitischen Aufstand gegen die Alawiten wandelt, die ja als schiitische Sekte gelten, findet sich die Hamas als sunnitische Organisation – ursprünglich ein Ableger der sunnitischen Muslim-Bruderschaft – wegen ihrer engen Beziehungen zum Alawiten-Regime in Syrien und dem schiitischen Iran in der arabischen Welt zunehmend isoliert.

Da macht ein Dschihad gegen Israel Sinn, weil der Kampf gegen die Juden die Muslime über Konfessionsgrenzen hinweg immer einigt. Auch in Damaskus und Teheran drängt man die Hamas zu Aktionen. Ein Krieg gegen Israel scheint dort geeignet, vom Massenmord Assads und von der atomaren Aufrüstung der Mullahs abzulenken. Dass dieser Krieg von der Hamas nicht nur nicht gewonnen werden kann, sondern selbstmörderisch ist, passt in das Bild: Auch Assad, Irans Verbündeter, hat gegenüber den Protesten in seinem Land einen Weg eingeschlagen, an dessen Ende sein Land ruiniert, sein Regime zerstört und er selbst entweder im iranischen Exil oder an einer Laterne in Damaskus enden wird. Und das Mullahregime im Iran verfolgt sein Nuklearprogramm mit Nachdruck trotz der durchaus effektiven Sanktionen des Westens und trotz der sicheren Erkenntnis, dass schon die vermutete Existenz einer einzigen iranischen Atombombe einen Angriff Israels oder der USA bedeuten und damit wohl das Ende des Regimes einläuten würde.

Deshalb ist es nicht damit getan, einige Hamas-Führer zu töten und einige Raketenwerkstätten zu zerstören, was schon bei der IDF-Operation „Cast Lead“  2008 geschah und nur eine vorübergehende Entlastung brachte. Die Hamas hat ihre Strukturen wieder aufgebaut und wurde vom Iran wieder mit besseren Raketen ausgerüstet, die – wie man jetzt gesehen hat – auch Tel Aviv und Jerusalem treffen können.

Wenn der Westen wirklich hinter Israel steht, dann muss er die Hintermänner der Hamas ins Visier nehmen. Die syrischen Rebellen brauchen nicht nur Worte und Ermahnungen, sondern Unterstützung. Zu den Maßnahmen, die relativ gefahrlos getroffen werden können, gehören die Einrichtung einer Schutzzone für Flüchtlinge an der türkischen Grenze, und die Errichtung einer Flugverbotszone über ganz Syrien. Wenn das nicht über den UN-Sicherheitsrat wegen des Widerstands der Russen und Chinesen beschlossen werden kann, dürfte die Bedrohung des Nato-Mitglieds Türkei aufgrund der Destabilisierung der Region als Legitimation ausreichen. Was den Iran betrifft, so ist es Zeit, das Katz-und-Maus-Spiel in Sachen Atomprogramm zu beenden. Die ganze Welt weiß, dass der Iran eine Bombe baut. Die einzige Frage ist: Wollen wir damit leben, oder nicht? Die überwältigende Mehrheit der Menschen in der Region will nicht mit der schiitischen Bombe leben. Das ist ausreichende Legitimation für ein Ultimatum der USA und – bei Nichteinhaltung kontrollierbarer Abrüstungsschritte – einen amerikanischen Militärschlag gegen die Atomanlagen, der vermutlich auch das Ende des Mullahregimes einläuten würde, das sich bislang mit seiner Unverwundbarkeit und der Feigheit der „Kreuzzügler“ brüsten konnte.

Das Ende Assads und des Mullahregimes dürften ungemein hilfreich sein bei der Meinungsbildung innerhalb der Hamas, was die Anerkennung einer Zwei- oder Dreistaatenlösung im ehemaligen Mandatsgebiet Palästina betrifft. Werden diese Regimes aber nicht getroffen, gleicht der Kampf gegen ihre Ableger dem Ringen mit der Hydra.

Il faut en finir.

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58 Gedanken zu “Nicht Gaza ist das Problem – Damaskus und Teheran sind das Problem;”

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    „… sehr wohl wissend, das die ‘BRD’-Justiz – HMB schrieb mal ‘Freislers Erben’ – längst auf die Seite der Mörder und Totschläger ‘kuschelt’, ….“

    Tja Blondie, Deutsch fühlen ist einfach, Deutsch können nicht.

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    68er: @ “Weiterer Schläger will sich stellen”

    Ich frage mich, ob bei den braunen Jungs der Fall “Jonny K.”nur zur Hälfte in die Statistik eingeht oder, weil in ihren Augen “Rassenschande”, gar nicht in die Statistik eingeht, da das Opfer eine thailändische Mutter hatte?

    … meinen Glückwunsch Gen. 68er, alias T. ex Gotha … dümmlich-schöner kann man sich kaum als SOZIALIST outen. Wie schon in der ‚Beschneidungsdebatte‘. Rassist – sind Sie.

    q.e.d..

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    Eine Sache noch zur Rationalität: Selbstmorde von Staaten sind extrem dünn gesät, und es muss sehr viel zusammenkommen. Mir fällt eigentlich nur Hitlerdeutshcland ein, wo der Selbstmord auch erst ganz zum Schluss, als alle Schlupflöcher beseitigt waren, auf die Tagesordnung kam. Die hätten in der Tat alles zerstört, wenn sie die Möglichkeit dazu gehabt hätten. Aber nicht mal die versteinerten Kommunisten der UDSSR haben Selbstmord gemacht, sie haben zugelassen, wie ihr Reich aufgelöst, abgewickelt und zerteilt wurde.

    Kurzum: Der aufstrebende, selbstbewusste, konservative Staat Iran wird keinen Selbstmord begehen, indem es Israel mit Atomraketen angreift. Das Restrisiko hält keinen Vergleich aus zum Risiko eines Präventivangriffs.

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    @68er, KJN, Parisien: Wenigstens wir scheinen uns in der Bewertung einig zu sein, das ist sehr gut. Die Redewendung von Herrn Posener, man könne den Iran, wenn man nur wollte, in die Steinzeit zurückbomben, ist zwar eine wahre Aussage, aber tatsächlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Nicht nur wegen der 80 Millionen Iranern, von denen die meisten junge Leute sind. Auch wir finden uns am Ende womöglich in der Steinzeit wieder, und hätten dann sogar noch Glück gehabt.

    Man sollte unbedingt vermeiden, in eine Eskalatinsspirale zu geraten. Wenn man sich dann doch in einer befindet, sollte man wenigstens versuchen, dass die nächste Stufe der Eskalation immer der Gegner machen muss. Wenn man sich an dieses Prinzip halten würde, wäre schon viel gewonnen. M.E. hält sich die israelische Regierung bislang daran; ich hoffe, das bleibt auch so.

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    @BH

    wie sagt M. Posener immer:

    dummer blonder Hans

    derblondehans sagt:
    21. November 2012 um 11:13

    JLL: Wollen sie die Rechtmaessigkeit von deutschen Gerichten in frage stellen??

    … ja.

    pauvre con

    wenn sie nicht so dumm waeren, koennten man Mitleid mit ihnen bekommen.

    Ich werde bei meinem naechsten church attendance fuer sie ein, zwei oder vielleicht auch drei Kerzen anzuenden.

    Soll etwas soll ja helfen.

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    Zusatz: Die Idee dahinter war immer, man hätte eine überlegene Kultur (American exeptionalism). Ich fand sie immer gut, diese Kultur (mit ein paar Abstrichen, die man überall machen muss), doch das war meine Entscheidung. Unsere finde ich auch in vielem gut. Aber das ideologische Problem, im link gut zum Ausdruck gebracht, ist, dass es problematisch wird, wenn man anderen Menschen oder Ländern seine Kultur als einzig selig machende auf’s Auge drücken möchte:
    http://www.bbc.co.uk/news/world-us-canada-20404764

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    @ Roland Ziegler
    „Weiß jeder, nix Neues, alles klar. Warum aber findet diese Geschichte keinerlei Berücksichtigung, wenn es um die aktuelle Forderung nach Unterstützung der syrischen Rebellen geht? Die Geister, die man ruft, wird man nicht los, sie richten sich am Ende gegen einen selbst.“

    Sehe ich genauso, sieht man auch an Libyen. Hinzu kommt, dass es damals in Afghanistan gegen den Kommunismus ging, heute jedoch nicht mehr. Diese ganze verhedderte Politik begreift man besser, wenn man hin und wieder Aussagen von amerikanischen Politikern liest. Es scheint am großen Überblick, an Weisheit zu fehlen, eigentlich auch an Nachhaltigkeit. Es scheint so, als würde immer nur für kurzfristige Ziele gearbeitet. Man darf die Unterstützung für Saddam Hussein gegen Iran nicht auslassen, die später ins Gegenteil umschlug. Für die USA ist das nicht gut. Der Antiamerikanismus wird durch diese Interessenpolitik mit Kurzzeitzielen gefördert, weil diese Politik nicht verstanden werden kann. Das wunderbare Image, das in den Jahren nach Arromanches bis hin zu Ronald Reagan vorhanden war, geht nach und nach verloren. Ob mit solch kurzfristig und egozentrisch ausgelegtem Denken jemals ein Präsident wirklich Einfluss auf z.B. die Hamas haben kann, wirklich vermitteln kann, ist daher fraglich. Das Gleiche gilt für Iran, wo man sich möglicherweise für intellektuell überlegen hält.
    Außerdem steht zur Debatte, ob überhaupt jemand Einfluss auf muslimische Gesellschaften haben kann, die ja nach einem anderen Muster funktionieren, wo kriegerische Handlungen nicht die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln (Zitat) ist, sondern eher die Politik die Fortsetzung kriegerischer Handlungen aus Erschöpfung im Sinne von Hudnas. Solange der Islam keine Leitfiguren bekommt, die der Gewalt abschwören und Politik von Sharia trennen, solange werden alle Einmischungen m.E. zu unerfreulichen Erfebnissen führen. Daher erscheint mir und vielen Leuten Assad zwar als ein Übel, aber als das kleinere, weil berechenbarere, Übel.
    Unverschämt finde ich, darüber hinausgehend, dass wir in Europa dann wie eine Art Auffangbecken für tunesische, ägyptische, libysche und syrische Flüchtlinge angesehen werden, statt diese in die USA einzuladen. Man kommt sich da manchmal vor wie eine Kläranlage für Probleme.
    Übrigens machen demokratische Präsidenten, die zu Unrecht als friedfertiger gelten, keineswegs bessere Außenpolitik, sondern einfach nur genauso verworrene, und Reagan hatte, bis auf eine kleine Ausnahme, keinen Krieg auf dem Buckel, sondern hat die Maueröffnung vorbereitet.

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    Wie wärs wenn die Nato ihre Bomber zur Abwechslung mal dazu einsetzen würde, statt Bomben Carepakete abzuwerfen? Das war eine seltene Erfolgsgeschichte. Die Leute würden es ihnen danken.

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    Was also sollte man tun, um in den syrischen bzw. palästinensischen Kriegen eine positivere Rolle zu spielen und „die Herzen der Leute“ – das wichtigste Kapitel – zu gewinnen? Soweit das nötig und möglich ist, sollte man Hilfe für die Not leidende Bevölkerung leisten. Medikamente, Verbände, Lebensnmittel, Ärzte, Lazarette, Krankenhausequipment… Waffen sollte man dagegen aus diesen Gebieten tunlichst heraushalten, statt weitere Waffen hineinzutragen. Waffen sind Gift, und die Gegend ist vergiftet genug.

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    @Roland Ziegler
    „Die Wahrscheinlichkeit, dass Iran Israel mit Atombomben angreifen und dabei seinen eigenen Untergang verursachen würde, geht gegen Null.“
    Da wissen Sie mehr, als ich. Mein Vertrauen in die Rationalität von Regierungen, die in keiner Weise legitimiert sind und auf religiösen Wahn und massenhafte Drogenabhängigkeit der Bevölkerung bauen, ist allerdings begrenzt.
    Meine vorige Anmerkung sollte ber kein Einwand sein – den Mafia-Vergleich hatte ich ja auch schon bemüht, aber die Hamas ist keine Mafia aus sich selber heraus, wie die Camorra, sondern wird von Drahtziehern am Leben erhalten.
    Ein Eingreifen in Syrien wird sicherlich mittel- und langfristig auch die Falschen stärken, die derzeit aber wohl das kleinere Übel sind. Ähnlich, wie die Mujahedin seinerzeit in Afghanistan.
    Und natürlich haben Sie m.E. recht damit, daß die Hamas von israelischen Vergeltungen profitiert, um die religiös verbrämte Wut am kochen zu halten.
    Aber die analytisch-rationale Haltung vieler Europäer, z.B. des von mir durchaus geschätzten Peter Scholl-Latour, wird in Israel als eine gewisse Teilnahmslosigkeit empfunden: Es ist vielen doch gar nicht klar, daß die arabischen – sagen wir Mittelmächte – mit Israel noch ganz anders umspringen würden, wenn nicht.. Sie wissen schon.
    Israel wird getreten, die USA, der Westen wird gemeint.
    Ich kann das verstehen, wenn Menschen, die der Nahe Osten nicht so interessiert (warum auch?..), nach den Fernsehbildern von Zerstörungen und Leichen aus Gaza denken, Israel wäre der Aggressor. Sie halten zu dem vermeintlich Schwächeren, was ja auch eine guter Charakterzug ist. Genau die lassen sich aber meiner Erfahrung nach auf einen Gedankenaustausch ein, der auch die Hintergründe über die Existenz Israels einbezieht. Es sind die anderen die dann beim WDR5 anrufen und ihren sublimierten Antisemitismus ‚rauskotzen – es gab nur 1! Anrufer, der auch das Interesse Israels berücksichtigte (ich bin da nicht durchgekommen und muss mein Mütchen hier kühlen – bitte um Verständnis..).

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    @ Roland Ziegler

    „Warum aber findet diese Geschichte keinerlei Berücksichtigung, wenn es um die aktuelle Forderung nach Unterstützung der syrischen Rebellen geht? Die Geister, die man ruft, wird man nicht los, sie richten sich am Ende gegen einen selbst.“

    Das liegt an der unendlichen Hybris dieser Leute. Als ich das Buch von Tim Weiner über die CIA gelesen habe, musste ich immer wieder stutzen, weil für eine Reihe von Operationen eher liberale CIA-Leute verantwortlich waren, die in ihrem endlosen amerikanischen Optimismus glaubten, dass die Sache irgendwie schon in ihrem Sinne gut gehen würde und letztendlich Demokratie, Freiheit und die Menschenrechte siegen würden.

    Diese Hybris finden Sie auch in dem Satz von Herrn Posener:

    „Die USA könnten, wenn sie wollten, den Iran in die Steinzeit zurückbomben, und es würde rein gar nichts passieren…“

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    @ „Weiterer Schläger will sich stellen“

    Ich frage mich, ob bei den braunen Jungs der Fall „Jonny K.“nur zur Hälfte in die Statistik eingeht oder, weil in ihren Augen „Rassenschande“, gar nicht in die Statistik eingeht, da das Opfer eine thailändische Mutter hatte?

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    Ein anderer Gedanke zu den syrischen Rebellen, bei denen bereits heute Al-Kaida mitkämpft: Die Geschichte der Mudschahiddin im Afghanistan von 1979-1989. Wie jeder weiß, wurden die islamistischen Widerstandskämpfer von USA mit Ausbildung, Waffen, Geld und der Gehirnwäsche afghanischer Kinder (über entsprechende Schulbücher, die sich offenbar hinter den Hamasbüchern nicht verstecken müssen) unterstützt. Nachdem man die Kommunuisten mit vereinten Kräften außer Landes getrieben und einen Bürgerkrieg überstanden hatte, übernahmen die jungen Taliban das Ruder, und die Dinge nahmen ihren Lauf. Die Unterstützung dieser Freiheitskämpfer schaffte die Grundlage für die Attentate des 1..September; sie war ein Riesendesaster.

    Weiß jeder, nix Neues, alles klar. Warum aber findet diese Geschichte keinerlei Berücksichtigung, wenn es um die aktuelle Forderung nach Unterstützung der syrischen Rebellen geht? Die Geister, die man ruft, wird man nicht los, sie richten sich am Ende gegen einen selbst.

  14. avatar

    … sehr wohl wissend, das die ‚BRD‘-Justiz – HMB schrieb mal ‚Freislers Erben‘ – längst auf die Seite der Mörder und Totschläger ‚kuschelt‘, …. Weiterer Schläger will sich stellen: Mit fünf anderen soll er am Alexanderplatz Jonny K. brutal zu Tode getreten haben. Jetzt will sich der Schläger der Polizei stellen – wenn er dafür nicht in Untersuchungshaft kommt.[sic!]
    3 x Liebermann: morgens, mittags und abends.

    APo, wie kommen Sie eigentlich darauf, dass der Mohammedanismus sich in Deutschland, Europa und anderswo anders ‚benimmt‘, als an Israels Grenzen?

  15. avatar

    @ Blondi

    „Zu Mölln und den ‘Tätern’: Der Verurteilte Lars C. hat die Vorwürfe stets bestritten, Michael P. widerrief sein Geständnis.“

    Und was soll uns das jetzt sagen? Wieviele von Ihren angeblichen ausländischen „Tätern“ bestreiten die Tat? Oder ist das jetzt plötzlich was gaaaaanz anderes?

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    @BH

    ich muss leider feststellen wie es M. Posener hier schon mehrmals veroeffentlicht hat:

    Sie sind dumm

    nicht mehr und nicht weniger

    Wollen sie die Rechtmaessigkeit von deutschen Gerichten in frage stellen??

    „Zu Mölln und den ‘Tätern’: Der Verurteilte Lars C. hat die Vorwürfe stets bestritten, Michael P. widerrief sein Geständnis.“

    Aber dass sind in ihren Augen auch wieder einmal die Sozialisten

    pauvre con

  17. avatar

    @KJN: Sollte Ihre Anmerkung ein Einwand sein? Sie haben ja recht in ihrer Bilanzierung, aber das unterstreicht doch gerade meine These von der Hamas als Mafia. Auch die Mafia unterstützt die hinterbliebenen Familien ihrer gestorbenen Attentäter großzügig. Dennoch ist sie eine Organisation, die den Staat, von dem sie parasitär profitiert, nicht abschaffen will.
    Ich halte die Hamas wie gesagt für eine vergleichbare Mafia, die eine konservative (nicht revolutionäre!) Struktur darstellt, d.h. die an der Aufrechterhaltung des Status Quo interessiert ist. Und zum Status Quo gehört, dass Israel von Zeit zu Zeit die Infrastruktur in Gaza zerbombt.

    Wenn wir diesbzgl. einer Meinung sind, dann schauen wir uns doch mal an, was daraus folgt. Wenn dem so sein sollte, hat es eben – im Gegensatz zu dem, was Herr Posener sagt – keinen Sinn, die Al-Kaida-Leute der Gegner Assads zu unterstützen, denn das sind, im Gegensatz zur Hamas, wirkliche Revolutionäre. Die wollen tatsächlich am liebsten Israel und sogar den ganzen Westen ausradieren, statt vom Status Quo zu profitieren. Ähnlich auch die Folgerungen bzgl. Iran, einem repressiv-KONSERVATIVEN Staat, der rational und egoistisch entscheidet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Iran Israel mit Atombomben angreifen und dabei seinen eigenen Untergang verursachen würde, geht gegen Null. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein relevanter Prozentsatz der Iraner und Israelis bei einem eskalierenden Präventivkrieg ihr Leben lassen müssen, geht leider nicht gegen Null. Hieraus ergibt sich, dass man von einer Unterstützung der syrischen Rebellen und einem Präventivangriff Irans die Finger lassen sollte.

    Drohen darf man, insofern bin ich mit den bisherigen Entscheidungen der Regierung Netanjahu durchaus einverstanden. Wenn sie aber wirklich den Iran angreifen sollten, dann müssen wir auf ein gnädiges Schicksal hoffen.

  18. avatar

    @68er&JLL

    … mittlerweile finden öffentlich Demonstrationen, zuletzt vor dem Reichstag, eben wegen der seit 1989 7’500 erschlagenen Deutschen statt. Das mag man zur Kenntnis nehmen oder auch nicht.

    @JLL … jeder Mensch der ohne Schuld ums Leben gebracht wurde/wird – ist einer zuviel.

    Ich meine das habe ich hier oft genug geschrieben. Sparen Sie und andere sich daher den Vergleich zu national-SOZIALISTISCHEN Verbrechen mir gegenüber. Ihre Vergleiche oder auch Ihre Wortwahl mich als Hund, 68er, oder ähnliche Schmähungen anderer, zu beschreiben, entlarvt Sie mehr als Sie es glauben mögen. Ja Sie machen sich geradezu lächerlich.

    Zu Mölln und den ‚Tätern‘: Der Verurteilte Lars C. hat die Vorwürfe stets bestritten, Michael P. widerrief sein Geständnis.

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    @ Blondi

    Ich habe in dem link lange nach Beweisen gesucht, wie Sie es großmaulig angekündigt hatten, habe aber nur eine Internetseite mit Behauptungen gefunden. Vielleicht sollten Sie sich mal ein Buch kaufen, „Deutch für Anfänger“ aus dem Sie lernen können, was ein Beweis ist.

  20. avatar

    Die „Rebellen“ in Syrien unterstützen?
    Nun, dort wird von so vielen Seiten „unterstützt“, dass die Möglichkeit zu identifizieren, wen man dort unterstützt, längst nicht mehr gegeben ist.

    Die Motivationslage der Hamas finde ich aber einleuchtend beschrieben.
    Ich fürchte nur, dass am Ende keine neue Situation besteht, lediglich eine erhöhte Aggressivität auf beiden Seiten mit der unvermeidlichen Erhöhung der „Einschläge“.

  21. avatar

    „Motive(n) der Hamas“
    Welche Akteure der Hamas meinen Sie?
    a) Selbstmordattentäter: 72 Jungfrauen, unbekleidet
    b) Familie der Selbstmordattentäter: 10..20T€, steuerfrei
    c) Unterführer der Hamas: Aufstieg in der Hierarchie der Mafia
    d) Führer der Hamas: Knete aus Iran, Damaskus, Riad -> Leben in Luxus
    e) Iran, Damaskus, Riad: Weltpolitisches Gewicht, Ölpreis

    Gerechterweise noch das Motiv der israelischen Regierung:
    a) Wahlen gewinnen.

    Merken Sie den Unterschied?

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    …gerade lese ich, die Hamas verkündet Waffenruhe. Von denen macht keiner Selbstmord. Stattdessen macht man sich nun an die Geschäfte.

  23. avatar

    Um den Gedanken noch etwas weiterzuspinnen: Gaza darf aus Sicht der Hamas nicht zur Ruhe kommen, darf nicht in irgendeinem Sinn erblühen – das würde der Hamas ihre Geschäftsgrundlage entziehen; sie würd eihre Schutzfunktion verlieren und die Leute würden ihrer überdrüssig werden. Geschäftssysteme müssen irgendwann zurückgesetzt werden, damit das Geschäftemachen von vorne losgehen kann; das ist soweit normal. Im Geschäftssystem von Gaza sind die Perioden allerdings sehr kurz (und die Amplituden dafür umso höher), weil es auf einem asymmetrischen Verhältnis zur Blockademacht gründet. Man sticht den großen Gegner regelmäßig mit veralteten Raketen, damit er die ihm zugedachte Aufgabe erfüllt, den Reset durchführt und die Infrastruktur in Trümmer legt, so dass man sie geschäftstüchtig wiederaufbauen kann.

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    …schon der „Bruderkrieg“ zwischen Hamas und Fatah sah mir viel mehr nach Mafia gegen Camorra aus als nach muslimischen Brüdern in einem gemeinsamen Gefängnis.

  25. avatar

    Cher Parisien

    Ich habe den Beitrag von Gershon Baskin nur zur Ergaenzung der Diskussion eingestellt…

    Und was generell das Thema arms betrifft, seien sie gluecklich dass sie nie mit arms und wars zu tun hatten.

    dasgleiche wuensche ich auch M.Posener, der manchmal nicht weiss von was er redet:

    /Die USA könnten, wenn sie wollten, den Iran in die Steinzeit zurückbomben, und es würde rein gar nichts passieren, außer dass sich die Araber diebisch freuen./

  26. avatar

    @Parisien: Das beantwortet nur den ersten, rhetorischen Teil der Frage. Dass die Hamas von Iran mit Waffen beliefert wird, ist nichts Neues. Warum sind die Waffen so schlecht, das war die Frage. Liegt das an den Lieferanten oder den Empfängern, die die Bestellung aufgeben?
    Diese erstmals eingesetzten Fajr-5-Raketen stellen fralos eine Eskalation dar, weil sie bedeutend weiter fliegen, aber besonders modern und treffsicher scheinen sie nicht zu sein. Sie sind jedenfalls glücklicherweise verpufft, ohne Schaden anzurichten.
    Glück? Wahrscheinlicher ist diese Eskalation als Warnschuss zu verstehen. Wer aber Selbstmord machen will, feuert keine Warnschüsse ab. Mein Punkt ist: Die Hamas macht keinen Selbstmord, interessiert sich auch nicht für muslimische Verbrüderungen o.ä., sondern ist eine durchweg mafiaähnliche Organisation, die ausschließlich im eigenen Interesse handelt.

  27. avatar

    @ Blondi

    Sie reden wirr. Sie hatten behauptet seit der Wiedervereinigung seien „…in Deutschland etwa 7500 Deutsche von Ausländern erschlagen worden.“ Das seien etwa 7 pro Woche.

    In Ihrem Link verweisen Sie dann auf eine Karte, auf der vielleicht eine Handvoll Totschlagdelikte aufgeführt sind und ansonsten Straftaten, wie z.B. der von mir zitierte Raub eines USB-Sticks.

    Gerechnet habe ich daher überhaupt nicht. Nur geahnt, dass Sie irgend etwas Imaginäres verfolgen muss.

    Wieso die Kriminalitätsstatistik in einzelnen Bereichen unterschiedliche Ergebnisse bei Statusdeutschen und Statusausländern ausweist, bekämen Sie hier erklärt:

    http://www.bpb.de/politik/inne.....taet?p=all

  28. avatar

    @ Alan Posener
    Diese Aussage
    „Die einzigen Mächte, die uns auf Dauer gefährlich werden können, sind China und Russland.“
    ist sehr problamatisch.
    Das Wort „einzige“ ist verkehrt. Wenn Sie genau überlegen, sind uns durch die ökonomischen Verschiebungen in den letzten Jahren eher die Amerikaner gefährlich geworden, ihr zu stark aufgeblasenes System, das plötzlich an seine Grenzen gelangte und wir mit ihm. Sicherlich aber war das keine Absicht.
    Aber die Russen werden wegen ihrer kommunistischen Geschichte, vor allem wegen Stalin, zu einseitig betrachtet und die andere Seite zu lieblich.
    Die Atombombe ging letztlich von den Deutschen (nicht weit genug gekommen) und dann den Amerikanern aus, die Russen folgten nur. Al Qaida wurde nie von Russland unterstützt. Libyen war russischer Einflussbereich und funktionierte als Land nicht schlecht. Man sollte das daher nüchterner und neutraler betrachten, finde ich. Und Don Geraldo hat deswegen nicht unrecht. Assad, wenn man ihn jetzt unterstützen würde, wäre vermutlich ein besserer Stabilisator, wie auch Mubarak besser gewesen wäre, nachdem er begann, Zugeständnisse zu machen. Wenn die Russen der Ukraine das Gas abdrehen, ist das eine Antwort. Und wenn sie in Georgien eine Marionette entmachten, auch. Ich betrachte das nüchterner, und das hat Vorteile.
    Die einseitige Betrachtungsweise führt dazu, dass wir den Tag der Invasion in der Normandie manchmal feiern (zu Recht), aber manche Leute nicht wissen, dass es die Russen waren, die Auschwitz befreit haben.

    @ derblondehans
    In diesem Posten Troll?

  29. avatar

    @ JLL
    „(It is important to recall that Mr. Jabari not only
    abducted Mr. Shalit, but he also kept him alive and ensured that he was cared for during his
    captivity.)“

    Yet, it was a terrible time for Shalit and especially for his family and friends who didn’t know where he was and how he was. I don’t like this kind of whitewashing, this „Yes, but you know, he was evil, but he could also be nice“. And read about the arms, please, JLL. (The links before)

  30. avatar

    @ Roland Ziegler
    „Wer also versorgt die Hamas mit solchen Waffen; warum haben sie keine besseren?“

    Antwort:
    http://zettelsraum.blogspot.de.....e-der.html
    http://www.achgut.com/dadgdx/i.....u_tun_hat/
    http://www.achgut.com/dadgdx/i.....erklaeren/

    @ Alan Posener
    Mögen Sie Recht behalten mit Ägypten! Davon ist auch abhängig, ob der jetzige Präsident später ein gutes historisches Bild abgibt oder als Irrlicht gilt. ich bin da eher pessimistischer.

  31. avatar

    @68er: @ Blondi, Hören Sie doch mit Ihrem braune Gewäsch auf!
    Ihre Statistik ist so krank, das es schon weh tut. Anstatt: 7.500 Deutsche von Ausländern im eigenen Land erschlagen, hätten auch schreiben können: 7.500 deutsche USB-Sticks von Ausländern geklaut! Denn in dem von Ihnen gelinkten Schaubild wird aus dem “Abziehen” eines USB-Sticks gleich ein Totschlag gemacht.
    Tatsächlich liegt die Zahl ALLER vorsätzlichen Tötungsdelikte in der BRD, egal ob von Inländern oder Ausländern begangen, jährlich bei unter 700!
    http://en.wikipedia.org/wiki/L…..icide_rate
    Also ganz ruhig, Blondi! Aufhören mit dem Schnappen! Oder um es für Sie adäquat in einfachen Worten zu sagen:
    Blondi, aus!

    … Si tacuisses, philosophus mansisses.

    Werter 68er gerade wollte ich Ihnen für die fast gelungenen Zeilen, weiter oben, zustimmen. Wenn Sie gelesen hätten, dass ich von etwa 7 erschlagenen Deutschen/Woche geschrieben habe, hätten Sie nicht mit Ihren mathematischen Fähigkeiten als Niete geoutet.

    (Sind Sie mit M.B. auf einer Schule … gegangen?)

    Ich gebe Ihnen, Achtung auch für M.B. geeignet, Nachhilfe in Mathe.

    Gegeben: Das Jahr mit 52 Wochen

    Aufgabe:

    Wenn lt. 68er die Zahl der Tötungsdelikte jährlich bei unter 700 in Deutschland ist, wie viel erschlagenen Menschen, das sind auch Deutsche, sind das dann pro Woche?

    Lösungsweg:

    700 erschlagene Menschen geteilt durch 52 Wochen. (Mein Hamster macht das im Kopf.)

    Ergebnis:

    13 Menschen werden in Deutschland in einer Woche erschlagen. (Mein Hamster hat auf ganze Menschen abgerundet. Er ist ja blond, nicht braun oder rot. Braun und rot nehmen sich nix.

    Wenn ich, unter Vorbehalt einer Schätzung hier, nun die Prozentanteile von Einheimischen und Ausländern vergleiche, dürfte die Zahl von 7 erschlagenen Deutschen in der Woche realistisch sein. Eher zugunsten der Ausländer gerechnet. Oder?

    Werter 68er … haben Sie schon mal daran gedacht für die ‚BRD‘ politisch tätig zu werden? Die brauchen so was wie Sie.

  32. avatar

    Lieber Herr Posener,

    Sie machen es sich leider etwas zu einfach.
    Natürlich sind Teheran und Damaskus ein Teil des Problems, aber Riad, Kairo etc. gehören genauso zum Problem.
    Der Glaube,eine Unterstützung der syrischen Opposition könnte nach deren Sieg einen mäßigenden Einfluß sichern ist gelinde gesagt naiv. Diese fanatischen Islamisten sind weitaus unappetitlicher als das säkulare Assad-Regime, und ihre Agenda lassen sie sich nicht vom Westen, sondern von den Wahabiten am Golf diktieren.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß die strategisch denkenden Köpfe in Israel wirklich auf einen Sieg der syrischen Islamisten setzen. Schon das eigentlich selbstmörderische Agieren der Hamas wäre ohne die zumindest unterschwellige Unterstützung der Glaubensbrüder in Ägypten nicht denkbar. Daher würde ich mich nicht auf die öffenlichen Verlautbarungen von Mursi und Co verlassen.

  33. avatar

    Lieber Herr Blumentritt, die Theorie, der Vierte Weltkrieg sei im Gange (der Dritte wäre der Kalte Krieg gewesen), und zwar „der Westen“ gegen „den Islamismus“, schien mir unmittelbar nach 9/11 einsichtig, als auch Richard Schneider (der sich plötzlich Richard Chaim Schneider nannte – ein Bekenntnis zu seinem Judentum, das er inzwischen, als ARD-Korrespondent in Israel, wieder dezent verschweigt) seinen Artikel veröffentlichte: „Ihr seid jetzt alle Israelis“. (Oder war es: Ihr seid jetzt alle Juden? Egal.) Die Wirklichkeit war jedoch schon im Kalten Krieg komplexer.
    Richtig ist allerdings, dass die ständige Beschwörung der Gefahr eines „Weltkriegs“ unrealistisch ist. Die USA könnten, wenn sie wollten, den Iran in die Steinzeit zurückbomben, und es würde rein gar nichts passieren, außer dass sich die Araber diebisch freuen. Die einzigen Mächte, die uns auf Dauer gefährlich werden können, sind China und Russland. Die anderen sind allenfalls lästig. Und das ist natürlich das Problem für Israel. Was für die Israelis eine existenzielle Gefahr bedeutet, ist für den Westen ein taktisches Problem.

  34. avatar

    …um noch einen Gedanken zu ergänzen zur Frage der Hamasmotivation: An der erfolgreichen Blockade Israels kann es nicht liegen, dass die Hamas nur vergleichsweise ineffiziente Waffen einsetzt. Die Blockade nimmt ja keinen Einfluss auf die Qualität, sondern nur auf die Quantität der eingeschmuggelten Ware. Wer also versorgt die Hamas mit solchen Waffen; warum haben sie keine besseren? Vermutlich weil die Hamas keine besseren Waffen einsetzen will. Der Hamas ist es daran gelegen, dass das Opferverhältnis zwischen Palästinensern und Israelis so bleibt, wie es ist. Eine zynische, rationale, egoistische Rechnung, die nicht aufgestellt wird, um sich selber für den Iran oder eine muslimische Vereinigung zu opfern, sondern um das mafiöse System des Gazastreifens zu sichern, das gerade einen „Reset“ erfährt.

  35. avatar

    @ Alan Posener

    Entschuldigen Sie die Wortwahl mit dem „Gefasel“.

    Einschätzung, dass es bei den derzeitigen Konflikten im Nahen Osten eigentlich um imperiale Ansprüche geht, deckt sich doch im Großen und Ganzen mit Ihrem Artikel bei der Bundeszentrale für politische Bildung, wo Sie schreiben:

    „Was ist also zu tun? Die EU muss ihre imperialistische Politik, die auf die Stützung konservativer Herrscher im Namen der Sicherheit setzt, durch eine „neo-imperialistische“ Politik ersetzen, die im Namen der Freiheit die Stärkung fortschrittlicher Kräfte durchsetzt. Diese Politik leugnet nicht, dass Europa eigennützige Interessen in der Region verfolgt. Aber sie versucht diese Ziele vor allem bottom up zu erreichen: Demokratie ist unser wichtigstes Exportgut.“

    http://www.bpb.de/apuz/33128/a.....ssay?p=all

    (Der ganze Artikel ist sehr lesenswert!)

    Das ist nach meiner Meinung aber verlogen und arrogant, denn in erster Linie geht es allen externen Konfliktparteien im Nahen Osten vor allem um die eigene Sicherheit, die eigenen Absatzmärkte, die eigene Versorgung mit Rohstoffen. Demokratie und Menschenrechte sind dabei nur dazu da, das eigene Gewissen von der Schäbigkeit der eigentlichen Motive abzulenken.

  36. avatar

    „Nicht Gaza ist das Problem – Damaskus und Teheran sind das Problem“ Grundsätzlich bin ich mit den Aussagen einverstanden. Ich würde die Überschrift für mich so modifizieren (als Überschrift natürlich dann wg. Länge nicht tauglich):
    Gaza allein ist nicht das Problem – Damaskus und Teheran sind das Problem, ohne dessen Lösung das Problem Gaza nicht vollständig in den Blick kommt.
    Wer vom Gaza spricht, darf vom Iran nicht schweigen, aber auch nicht von Ägypten und Rußland.

    Wenn ich in einem der Kommentare lese:
    „Ihre Sorge für das Wohlergehen der Israelis in allen Ehren, aber ich glaube, dass der von Ihnen im Endeffekt geforderte Krieg, das Potential für einen 3. Weltkrieg hätte.“
    Dann möchte ich darauf hinweisen, das spätestens seit 9/11 der assymetrische dritte Weltkrieg ein bereits verleugnetes Faktum ist. Israel war gezwungen es früher zu begreifen, die USA begann unter Bush es zu begreifen. Was in Deutschland gilt:
    „„Der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht liegt jedoch in der Haltung, mit Tatsachen so umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen.“ gilt wohl mittlerweile auch für Europa.

  37. avatar

    zur Ergaenzung der Diskussion:

    nytimes.com Original Page
    Israel’s Shortsighted Assassination
    • by GERSHON BASKIN
    • Nov. 16, 2012
    • Read Later
    AHMED AL-JABARI — the strongman of Hamas, the head of its military wing, the man
    responsible for the abduction of the Israeli soldier Gilad Shalit — was assassinated on Wednesday
    by Israeli missiles.
    Why? Israel’s government has declared that the aim of the current strikes against Gaza is to rebuild
    deterrence so that no rockets will be fired on Israel. Israel’s targeted killings of Hamas leaders in the
    past sent the Hamas leadership underground and prevented rocket attacks on Israel temporarily.
    According to Israeli leaders, deterrence will be achieved once again by targeting and killing military
    and political leaders in Gaza and hitting hard at Hamas’s military infrastructure. But this policy has
    never been effective in the long term, even when the founder and spiritual leader of Hamas, Sheik
    Ahmed Yassin, was killed by Israel. Hamas didn’t lay down its guns then, and it won’t stop firing
    rockets at Israel now without a cease-fire agreement.
    When we were negotiating with Hamas to release Mr. Shalit, members of the Israeli team believed
    that Mr. Jabari wouldn’t make a deal because holding Mr. Shalit was a kind of “life insurance
    policy.” As long as Mr. Jabari held Mr. Shalit, Israelis believed, the Hamas leader knew he was safe.
    The Israeli government had a freer hand to kill Mr. Jabari after Mr. Shalit was released in October
    2011. His insurance policy was linked to their assessment of the value of keeping him alive. This
    week, that policy expired.
    I believe that Israel made a grave and irresponsible strategic error by deciding to kill Mr. Jabari. No,
    Mr. Jabari was not a man of peace; he didn’t believe in peace with Israel and refused to have any
    direct contact with Israeli leaders and even nonofficials like me. My indirect dealings with Mr.
    Jabari were handled through my Hamas counterpart, Ghazi Hamad, the deputy foreign minister of
    Hamas, who had received Mr. Jabari’s authorization to deal directly with me. Since Mr. Jabari took
    over the military wing of Hamas, the only Israeli who spoke with him directly was Mr. Shalit, who
    was escorted out of Gaza by Mr. Jabari himself. (It is important to recall that Mr. Jabari not only
    abducted Mr. Shalit, but he also kept him alive and ensured that he was cared for during his
    captivity.)
    Passing messages between the two sides, I was able to learn firsthand that Mr. Jabari wasn’t just
    interested in a long-term cease-fire; he was also the person responsible for enforcing previous
    cease-fire understandings brokered by the Egyptian intelligence agency. Mr. Jabari enforced those
    cease-fires only after confirming that Israel was prepared to stop its attacks on Gaza. On the
    morning that he was killed, Mr. Jabari received a draft proposal for an extended cease-fire with
    Israel, including mechanisms that would verify intentions and ensure compliance. This draft was
    agreed upon by me and Hamas’s deputy foreign minister, Mr. Hamad, when we met last week in
    Egypt.
    The goal was to move beyond the patterns of the past. For years, it has been the same story: Israeli
    intelligence discovers information about an impending terrorist attack from Gaza. The Israeli Army
    takes pre-emptive action with an airstrike against the suspected terror cells, which are often made
    up of fighters from groups like Islamic Jihad, the Popular Resistance Committees or Salafi groups
    not under Hamas’s control but functioning within its territory. These cells launch rockets into Israeli
    towns near Gaza, and they often miss their targets. The Israeli Air Force responds swiftly. The
    typical result is between 10 and 25 casualties in Gaza, zero casualties in Israel and huge amounts of
    property damage on both sides.
    Other key Hamas leaders and members of the Shura Council, its senior decision-making body,
    supported a new cease-fire effort because they, like Mr. Jabari, understood the futility of successive
    rocket attacks against Israel that left no real damage on Israel and dozens of casualties in Gaza. Mr.
    Jabari was not prepared to give up the strategy of “resistance,” meaning fighting Israel, but he saw
    the need for a new strategy and was prepared to agree to a long-term cease-fire.
    This war is being presented in Israel, once again, as a war of “no choice.” The people of Israel are
    rallying around the flag as would be expected anywhere in the world. The United States government
    has voiced its support of the Israeli operation by stating, “Israel has the full right to defend itself and
    protect its citizens.” It certainly does, but we must ask whether there is another way to achieve the
    same goal without the use of force.
    Israel has used targeted killings, ground invasions, drones, F-16s, economic siege and political
    boycott. The only thing it has not tried and tested is reaching an agreement (through third parties)
    for a long-term mutual cease-fire.
    No government can tolerate having its civilian population attacked by rockets from a neighboring
    territory. And the firing of thousands of rockets from Gaza into Israel must end. There was a chance
    for a mutually agreed cease-fire. The difference between the proposal I drafted in cooperation with
    my Hamas counterpart and past proposals was that it included both a mechanism for dealing with
    impending terror threats and a clear definition of breaches. This draft was to be translated and
    shared with both Mr. Jabari and Israeli security officials, who were aware of our mediation efforts.
    In the draft, which I understand Mr. Jabari saw hours before he was killed, it was proposed that
    Israeli intelligence information transmitted through the Egyptians would be delivered to Mr. Jabari
    so that he could take action aimed at preventing an attack against Israel. Mr. Jabari and his forces
    would have had an opportunity to prove that they were serious when they told Egyptian intelligence
    officials that they were not interested in escalation. If Mr. Jabari had agreed to the draft, then we
    could have prevented this new round of violence; if he had refused, then Israel would have likely
    attacked in much the same way as it is now.
    The proposal was at least worth testing. Moreover, it included the understanding that if Israel were
    to take out a real ticking bomb — people imminently preparing to launch a rocket — such a strike
    would not be considered a breach of the cease-fire and would not lead to escalation.
    Instead, Mr. Jabari is dead — and with him died the possibility of a long-term cease-fire. Israel may
    have also compromised the ability of Egyptian intelligence officials to mediate a short-term ceasefire
    and placed Israel’s peace treaty with Egypt at risk.
    This was not inevitable, and cooler heads could have prevailed. Mr. Jabari’s assassination removes
    one of the more practical actors on the Hamas side.
    Who will replace him? I am not convinced that Israel’s political and military leaders have
    adequately answered that question.

  38. avatar

    @ 68er: „Also hören Sie auf mit dem Gefasel von arabischer Freiheitsbewegung und Menschenrechten.“ ??? Ich fasele gar nicht von a.F. und MR. Ich rede von der Sicherheit Israels. Bitte bleiben Sie beim Thema, statt Ihren Hirngespinsten nachzulaufen.
    @ Parisien: Ja,man muss die Israelis bewundern. Da bin ich ganz bei Ihnen.
    Was nun die – auch von 68er angesprochene – islamistische Gefahr angeht, so sehe ich sie auch, deshalb bin ich – nach langem inneren Ringen – dafür, die Opposition in Syrien zu unterstützen, wie es Frankreich tut, in der Hoffnung, dadurch einen gewissen Einfluss behalten zu können. In Ägypten zeigt es sich ja, dass Mursi sich durchaus gemäßigt gibt, weder den Friedensvertrag mit Israel aufgekündigt noch die Grenze zu Gza geöffnet hat: Am Ende könnte er der Hamas den Weg weisen, eine politische Kraft zu werden, die dem Terror abschwört. Das wird je eher geschehen, desto klarer man den bisherigen Parten der Hamas zeigt, wo der Hammer hängt.
    In Sachen Saudi-Arabien machen es die USA richtig: bis Ende des Jahrzehnts werden sie vom arabischen Öl unabhängig sein. Daher: Energiewende vorantreiben, statt über hohe Stromprese jammern!
    @KJN: So isses.

  39. avatar

    Ich finde die Frage nach den Motiven der Hamas interessant und bin hier anderer Meinung als Sie, Herr Posener. Ich glaube nicht an die Todessehnsucht der Organisation (einzeler Akteure gewiss, aber nicht der Organisation als solcher, trotz des unseligen Märtyrergeweses u.ä.). Auch glaube ich nicht an eine Todessehnsucht des Irans, stattdessen an rationale, egoistische Entscheidungen.

    Ich frage mich, warum die Hamas nach so vielen Jahren und so viel Unterstützung seitens Iran und Co. immer noch vergleichsweise glimpfliche Aktionen ausführt. Es sind auch auf israelischer Seite Todesopfer zu beklagen, aber gottseidank doch (noch) recht wenig. Dies liegt nicht an der überlegenen Abwehrtechnik Israels, sondern ist, denke ich, ein Kalkül der Hamas. Mir scheint, dass die Hamas einen Balanceakt aufführt: Nadelstiche gegen den großen Gegner, bis der einen großen Schlag macht, daraus dann maximalen Profit ziehen, und ansonsten den moralischen Widerstandskämpfer auf verlorenem Posten gegen ein übermächtiges böses Imperium geben.

    Jedenfalls ist klar, dass Israel keine Optionen hat, diesen Krieg zu beenden. Hamas hält die Option zur Beendigung des Krieges in der Hand; nur sie kann diesen Dauerkonflikt durch die Beendigung der eigenen Raketenangriffe erzwingen. Wenn Israel sich kooperativer verhielte, würde dagegen nichts geschehen; die Raketenangriffe würden weitergehen. Dies alles ist in der Vergangenheit bewiesen worden. Weil dem so ist, muss man der Hamas die Verantwortlichkeit an diesem Krieg zurechen.

    Was Ihre These angeht, dass Damaskus und Teheran das Problem sind: ich denke es gibt mehrere Probleme, die miteinander verzahnt sind. Trotzdem stellt das Verhalten der Hamas ein eigenständiges Problem dar, das z.B. auch im Kontext innerislamistischer Rivalitäten gesehen werden muss. Außerdem und generell: Nicht jedes Problem können oder sollten wir lösen, schon gar nicht militärisch. Was wir tun können und sollten, ist uns an einem Verteidigungsschirm Israels beteiligen, dem verteidigenswertesten Gemeinwesen dort. Sonst aber nichts.

    Und schon gar nicht sollten wir unter den gegebenenen Umständen eine Staatsgründung Palästinas unterstützen, UN hin, Völkerrecht her. Es gibt schon genug miese Staaten auf der Welt, da sollten keine weiteren hinzukommen. Wenn der neue Staat Palästina mit den Konfliken der Vergangenheit bricht, sich demokratisch verfasst, Minderheitenrechte akzeptiert und eine gute, wenigstens erträgliche Nachbarschaft anstrebt – sehr gerne. Sont aber nicht.

  40. avatar

    @ Blondi

    Hören Sie doch mit Ihrem braune Gewäsch auf!

    Ihre Statistik ist so krank, das es schon weh tut. Anstatt: 7.500 Deutsche von Ausländern im eigenen Land erschlagen, hätten auch schreiben können: 7.500 deutsche USB-Sticks von Ausländern geklaut! Denn in dem von Ihnen gelinkten Schaubild wird aus dem „Abziehen“ eines USB-Sticks gleich ein Totschlag gemacht.

    Tatsächlich liegt die Zahl ALLER vorsätzlichen Tötungsdelikte in der BRD, egal ob von Inländern oder Ausländern begangen, jährlich bei unter 700!

    http://en.wikipedia.org/wiki/L.....icide_rate

    Also ganz ruhig, Blondi! Aufhören mit dem Schnappen! Oder um es für Sie adäquat in einfachen Worten zu sagen:

    Blondi, aus!

  41. avatar

    Bei meinem letzten Aufenthalt in Eilat/Israel im Frühjahr krachte es Nachts gegen 23 h, als eine Qassam (?) Rakete vom Sinai kommend etwa 1 Km vom Hotel auf freiem Feld einschlug: „Das sind gute, brave, etwas dumme Leute, die das machen, leider verführt..“ so hieß es bei Hotelangestellten und anderen. Ich würde mal gerne Stimmen in D hören, wenn – nehmen wir mal an sowas gäbe es – wallonische extremistische Separatisten aus Belgien – Raketen auf Aachen abfeuern würden.
    Wer nicht versteht, daß der israelische Mainstream trotz der geschilderten Gelassenheit pro Netanjahu ist, leidet mindestens unter einseitiger Empathiefreiheit (um das Kind mal nicht beim Namen zu nennen).
    Natürlich instrumentalisieren Iran, Syrien & Co. ihre „eigenen“ Leute in Gaza und Westjordanland als Kanonenfutter.
    Aber die nächste Gaza-Hilfsflotille mit EU-Blödmenschen ist bestimmt schon in Planung. Davon bin ich fest überzeugt, nachdem ich volkes Stimme hier vernahm:

    http://www.wdr5.de/nachhoeren/tagesgespraech.html

  42. avatar

    @ 68er
    „Allerdings gibt es starke Kräfte in der Welt, und dazu gehören nicht nur einige Hardliner aus dem militärischen Komplex in den USA, die Interesse an einer Destabilisierung und späteren “Neuordnung” des nahen Ostens haben.“
    Ich muss Ihnen zustimmen und sehe die Entwicklungen in Ägypten und in Libyen schon lange mit Sorge, vor allem den Aufstieg der Muslimbruderschaft. Dass der Iran Israels größstes Problem ist, wage ich zu bezweifeln.
    Außerdem muss man die Frage stellen, ob der Iran die Atombombe wegen Israel baut, dessen Vernichtung ihm keinerlei Vorteile brächte, oder eher wegen der sunnitisch-wahhabitischen Übermacht, die bereit ist, über Schiiten genauso genauso herzufallen wie über Juden, Christen, Kopten oder Drusen. Und natürlich potentiell über syrische Alawiten.

    @ Alan Posener
    Finde daher, dass Ihre Hintergründe zu einseitig sind. In jener brutalen Region kann man die Israelis nur bewundern für die größtmögliche Zurückhaltung gegenüber Zivilisten.

  43. avatar

    @ Alan Posener

    Ihre Sorge für das Wohlergehen der Israelis in allen Ehren, aber ich glaube, dass der von Ihnen im Endeffekt geforderte Krieg, das Potential für einen 3. Weltkrieg hätte.

    Viele Menschen, vor allem Menschen, die dort leben, wissen das und verhalten sich dementsprechend. Gerade die „Scharmützel“ an der türkisch-syrischen Grenze zeigen, dass sowohl Assad als auch Erdogan, bestrebt sind, den Bürgerkrieg in Syrien nicht zu einem Flächenbrand ausufern zu lassen.

    Allerdings gibt es starke Kräfte in der Welt, und dazu gehören nicht nur einige Hardliner aus dem militärischen Komplex in den USA, die Interesse an einer Destabilisierung und späteren „Neuordnung“ des nahen Ostens haben.

    Mit welcher Kaltblütigkeit und Unverfrorenheit auch von Herrn Posener dabei argumentiert wird, ist schon erschreckend, denn er weiß selbst am besten, dass westliche Geheimdienste und Militärs im Bürgerkrieg in Syrien Kräfte unterstützen, die sich in ihrer Brutalität und ideologischen Verblendung locker mit den Terroristen der Hisbollah und Fatah messen können:

    http://www.nytimes.com/2012/10.....ascus.html

    Es ist doch pervers, dass der Westen weiterhin gute Geschäfte mit den arabischen Diktatoren macht, die z.B. ihre eigenen Bürger wegen „Hexerei“, Schmuggel, Homosexualität, Prostitution oder Verstößen gegen das Alkoholverbot mit der Todesstrafe bedroht, weil man an deren Ölhahn hängt.

    Hier ein Video (nichts für schwache Nerven), das die Enthauptung mit einem Schwert einer Frau zeigt, die wegen Hexerei zum Tode verurteilt war:

    http://www.youtube.com/watch?v=kpLpy4VSJXE

    Also hören Sie auf mit dem Gefasel von arabischer Freiheitsbewegung und Menschenrechten. Im Nahen Osten geht es um geostrategische Ziele, um Militärbasen, Rohstoffvorkommen und Märkte, oder wenn man es auf die niedrigste Ebene herunter brechen will:

    It’s the money, stupid!

    Die humanitären Katastrophen, die durch den Konflikt entstehen, nicht nur in Syrien und derzeit im Süden der Türkei, werden dabei offensichtlich als Kollateralschäden billigend in Kauf genommen.

    Und ich frage mich, wie naiv sind denn diese Leute im Pentagon, bei der CIA und beim MI6? Nach einem Krieg gegen Syrien und den Iran wird in der Region kein einziger Stein mehr auf dem anderen stehen. Million Kriegsflüchtlinge und bewaffnete Freischärler werden dann den Konflikt weiter nach Afrika und möglicherweise sogar in den Kaukasus tragen. Wie die Freiheitskämpfer, die Herr Posener hier verklärt, mit israelischen Bürgern umgehen werden, wenn Sie aus Syrien weiter nach Palästina oder in den Libanon ziehen, will ich mir gar nicht vorstellen.

    Und wenn die Kriegstreiber wirklich glauben, dass Sie mit ihrem Drohszenario die wildgewordenen Gotteskriegern zur Vernunft bringen könnten, sind sie schief gewickelt. Was sie schüren ist weiterer Hass, weitere Angst, weitere Ohnmacht, die von diesen jungen Menschen zu noch mehr Grausamkeiten umgesetzt werden wird.

    Sicherheit für Israel ist nur zu erreichen, wenn mit dem Iran ein Weg der Verständigung gefunden wird, eine Art Marshallplan für den Nahen Osten den Menschen auch eine wirtschaftliche Perspektive eröffnet wird und die Terrorregime in der Welt sich bei der Forderung nach Menschenrechten und Abschaffung von Atombomben nicht weiter lachend auf die Schenkel klopfen können, weil die Mahner mit Abu Ghraib, Guantanamo, My Lai, Hiroshima, Nagasaki oder ihrer generellen Ablehnung international für alle geltenden Standards tendenziell ähnlich denken wie sie selbst.

    http://www.welt.de/newsticker/.....trafe.html

  44. avatar

    … ich meine, wie schon mal geschrieben, ff – die 5 größten Waffenexporteure der Welt sind USA, Russland, ‘BRD’, Frankreich und Großbritannien sind verantwortlich dafür, dass eine israelische und eine arabische Mutter Angst um Ihr(e) Kind(er) haben muss.

    Auch die EUdSSR finanziert mohammedanische Terroristen.

    Ansonsten haben die Deutschen eh‘ kein Einfluss darauf, was die ‚BRD‘ tut. Die Deutschen sind der ‚BRD‘ egal. Nicht nur was die ‚Finanzkrise‘ betrifft, eben auch Waffenexporte.

    Deutsche werden im eigenen Land, wie hier im Blog nachgewiesen, von Ausländern erschlagen.

    Daher: Was für Deutschland getan werden muss.

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