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	<title>Kommentare zu: Vorwärts zur Mäßigung</title>
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	<description>zur Bundestagswahl 2009</description>
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		<title>Von: KJN</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/20/vorwarts-zur-masigung/comment-page-1/#comment-3132</link>
		<dc:creator>KJN</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 17:39:14 +0000</pubDate>
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		<description>Speziell wir Deutschen können uns Kapitalismus ohne Wachstum nicht vorstellen. Die meisten mittleren Alters haben ja gar nichts anderes erlebt.
Auch ist die deutsche Wirtschaft auf Export focussiert und nicht auf einen stabilen Binnenmarkt - trotzdem ist die Fertigungstiefe der deutschen Industrie in den 90ern ausgedörrt bzw. ins Ausland verlagert worden - um der Rendite willen. (Protagonisten der &quot;Firmenverschlankung&quot;, auf die Quartalszahlen fixiert, wie Ingnacio Lopez hatten ja Kultstatus.)
Resultat: Hohe Arbeitslosigkeit - sinkende Löhne - schwacher Binnenmarkt. Andere haben die Rendite gemacht - wir sollen uns jetzt allen mäßigen.
Die Vorschläge zur Reform des Geldsystems im Sinne des 100%-Geldes sind vollkommen richtig, um dem Geld wieder die (beschränkte) Funktion zuzuweisen, für das es gemacht ist. Sie hätten nur viel früher kommen müssen - es fällt schwer, nicht darüber nicht zynisch zu werden..</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Speziell wir Deutschen können uns Kapitalismus ohne Wachstum nicht vorstellen. Die meisten mittleren Alters haben ja gar nichts anderes erlebt.<br />
Auch ist die deutsche Wirtschaft auf Export focussiert und nicht auf einen stabilen Binnenmarkt &#8211; trotzdem ist die Fertigungstiefe der deutschen Industrie in den 90ern ausgedörrt bzw. ins Ausland verlagert worden &#8211; um der Rendite willen. (Protagonisten der &#8220;Firmenverschlankung&#8221;, auf die Quartalszahlen fixiert, wie Ingnacio Lopez hatten ja Kultstatus.)<br />
Resultat: Hohe Arbeitslosigkeit &#8211; sinkende Löhne &#8211; schwacher Binnenmarkt. Andere haben die Rendite gemacht &#8211; wir sollen uns jetzt allen mäßigen.<br />
Die Vorschläge zur Reform des Geldsystems im Sinne des 100%-Geldes sind vollkommen richtig, um dem Geld wieder die (beschränkte) Funktion zuzuweisen, für das es gemacht ist. Sie hätten nur viel früher kommen müssen &#8211; es fällt schwer, nicht darüber nicht zynisch zu werden..</p>
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		<title>Von: Gerd Bach</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/20/vorwarts-zur-masigung/comment-page-1/#comment-3118</link>
		<dc:creator>Gerd Bach</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 12:54:38 +0000</pubDate>
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		<description>Gegen den Vorschlag, Buchgeld und umlaufende Geldmenge(M3)wieder in ein vernünftigeres Gleichgewicht zu bringen, ist meinerseits nichts einzuwenden. D´accord auch mit dem Ansinnen der ökonomischen und materiellen Mäßigung - täte unser heißlaufenden, hyperventilierenden Gesellschaft sicherlich mal gut.

Indes, der Gedanke will nicht weichen, dass unser hochentwickelter und in vielen Bereichen ausdifferenzierter Staat, der zudem einer erdrückenden Internationalisierung und Globalisierung ausgesetzt ist, lediglich zu reagieren, aber kaum mehr politisch-gestalterisch zu handeln vermag.

Man schaue sich bloß die jüngsten Resultate hochkarätig besetzter internationalerler Treffen an; sie dürftig zu nennen wäre noch geschmeichelt. Nicht besser sieht´s im Inland aus. In kaum einem Problembereich geht´s voran.

Schuld an dem Schlamassel ist vor allem die hohe Spreizung auseinander fallender Interessen sowie die schwindende Macht demokratisch legitimierter Instanzen.

Insofern sehe ich weit und breit keine ernstzunehmenden Kräfte, die sich obiger professoraler Vorschläge annehmen könnten, um sie irgendwann Realität werden zu lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen den Vorschlag, Buchgeld und umlaufende Geldmenge(M3)wieder in ein vernünftigeres Gleichgewicht zu bringen, ist meinerseits nichts einzuwenden. D´accord auch mit dem Ansinnen der ökonomischen und materiellen Mäßigung &#8211; täte unser heißlaufenden, hyperventilierenden Gesellschaft sicherlich mal gut.</p>
<p>Indes, der Gedanke will nicht weichen, dass unser hochentwickelter und in vielen Bereichen ausdifferenzierter Staat, der zudem einer erdrückenden Internationalisierung und Globalisierung ausgesetzt ist, lediglich zu reagieren, aber kaum mehr politisch-gestalterisch zu handeln vermag.</p>
<p>Man schaue sich bloß die jüngsten Resultate hochkarätig besetzter internationalerler Treffen an; sie dürftig zu nennen wäre noch geschmeichelt. Nicht besser sieht´s im Inland aus. In kaum einem Problembereich geht´s voran.</p>
<p>Schuld an dem Schlamassel ist vor allem die hohe Spreizung auseinander fallender Interessen sowie die schwindende Macht demokratisch legitimierter Instanzen.</p>
<p>Insofern sehe ich weit und breit keine ernstzunehmenden Kräfte, die sich obiger professoraler Vorschläge annehmen könnten, um sie irgendwann Realität werden zu lassen.</p>
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		<title>Von: Dr. Oliver Strebel</title>
		<link>http://starke-meinungen.de/blog/2010/07/20/vorwarts-zur-masigung/comment-page-1/#comment-3116</link>
		<dc:creator>Dr. Oliver Strebel</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 10:43:07 +0000</pubDate>
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		<description>Den Begriff Mässigung halte ich für nicht so ganz passend. Es hat der gesunde Menschenverstand ausgereicht, um die Spekulationsblase schon Mitte der 90&#039;er zu erkennen. Genau so war klar, daß 2003 die .com-Bubble nur wieder aufgeblasen wurde. 

Es reicht meiner Meinung nach aus, in Zukunft &lt;b&gt;nüchtern&lt;/b&gt; zu bleiben und offensichtlich Unvernünftiges und Inhumanes zu unterlassen, um gegen weitere Krisen gewappnet zu sein. Denn eine gewisse Dynamik der Entwicklung benötigt man schon, damit wir aus dem Schlamassel herauskommen und eine Weiterentwicklung unserer Zivilisation sicherstellen können. Denn die Menschheit steht nicht nur wegen der Finanzkrise vor gewaltigen Herausforderungen. 

Die benötigte Dynamik wird durch den Mässigungsgedanken eher eingeschränkt. Von daher halte ich Nüchternheit für das bessere Motto.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Begriff Mässigung halte ich für nicht so ganz passend. Es hat der gesunde Menschenverstand ausgereicht, um die Spekulationsblase schon Mitte der 90&#8242;er zu erkennen. Genau so war klar, daß 2003 die .com-Bubble nur wieder aufgeblasen wurde. </p>
<p>Es reicht meiner Meinung nach aus, in Zukunft <b>nüchtern</b> zu bleiben und offensichtlich Unvernünftiges und Inhumanes zu unterlassen, um gegen weitere Krisen gewappnet zu sein. Denn eine gewisse Dynamik der Entwicklung benötigt man schon, damit wir aus dem Schlamassel herauskommen und eine Weiterentwicklung unserer Zivilisation sicherstellen können. Denn die Menschheit steht nicht nur wegen der Finanzkrise vor gewaltigen Herausforderungen. </p>
<p>Die benötigte Dynamik wird durch den Mässigungsgedanken eher eingeschränkt. Von daher halte ich Nüchternheit für das bessere Motto.</p>
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